Cannabidiol (CBD) Öl bei Epilepsie

Cannabis-Inhaltsstoff reduziert Epilepsie-Krampfanfälle

10.03.2018 Etwa ein Drittel der Patienten, die wegen Epilepsie behandelt werden, haben weiterhin Anfälle.

Cannabidiol (CBD), einer der vielen Wirkstoffe in der Cannabispflanze (Marihuana), hat als Behandlung von Epilepsie Aufmerksamkeit erregt. Gereinigtes CBD wird getestet, aber es sind bereits artisanale Rezepturen von CBD (Öle) verfügbar, die von Patienten verwendet werden.

Artisanales Cannabidiol-Öl

Um die Wirksamkeit des selbstgefertigten Cannabidiols bei Patienten mit Epilepsie zu bewerten, führten Dr. Robert Carson und Kollegen eine retrospektive Studie mit medizinischen Aufzeichnungen durch, die aus der Vanderbilt BioVU-Ressource gewonnen wurden.

Sie fanden heraus, dass unter 108 pädiatrischen Patienten mit Epilepsie 39 Prozent, die Cannabidiol-Öl zu ihren Behandlungen hinzufügten, eine 50-prozentige Verringerung der Anfälle erreichten.

10 Prozent erreichten Anfallsfreiheit und 22 Prozent waren in der Lage, die Dosen anderer Antiepileptika zu verringern.

Die in Epilepsy & Behavior veröffentlichten Ergebnisse unterstützen die Wirksamkeit von CBD-Öl im Hinblick auf die Reduktion von Krampfanfällen mit wenigen Nebenwirkungen.

Die Autoren raten Patienten zur Vorsicht, die unregulierte Naturprodukte, wie z.B. Cannabidiol, verwenden, und raten Epilepsie-behandelnden Klinikern, sich aktiv über den Einsatz von CBD zu erkundigen.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Epilepsy & Behavior (2018). DOI: 10.1016/j.yebeh.2018.01.026



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