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Botulinumtoxin (Botox) gegen Kopftremor

Studie mit Botulinumtoxin bei isoliertem oder essentiellem Kopftremor (Kopfzittern)

Botulinumtoxin (Botox) gegen Kopftremor

10.11.2023 Bei Patienten mit isoliertem oder essenziellem Kopftremor ist die Injektion von Botulinumtoxin (Botox) in jeden Splenius-capitis-Muskel am Tag 0 und in der 12. Woche wirksamer als ein Placebo, um den Schweregrad des Tremors zu verringern laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Ana Marques von der Universität Clermont-Auvergne in Frankreich und Kollegen nahmen erwachsene Patienten mit essenziellem oder isoliertem Kopftremor in eine multizentrische Studie auf. Insgesamt 117 Patienten erhielten nach dem Zufallsprinzip Botulinumtoxin Typ A oder Placebo (62 bzw. 55 Patienten), das unter elektromyografischer Kontrolle am Tag der Randomisierung (Tag 0) und in Woche 12 in jeden Splenius-capitis-Muskel injiziert wurde, und wurden in die Intention-to-treat-Analyse einbezogen.

  • Die Forscher stellten fest, dass eine Verbesserung von mindestens 2 Punkten auf der Clinical Global Impression of Change (CGI)-Skala in Woche 6 nach der zweiten Injektion (Woche 18) bei 31 Prozent der Patienten in der Botulinumtoxin- und 9 Prozent in der Placebogruppe auftrat (relatives Risiko: 3,37).
  • Die Analysen der sekundären Ergebnisse nach sechs und 12, jedoch nicht nach 24 Wochen, unterstützten im Allgemeinen die Analyse der primären Ergebnisse.
  • Bei etwa der Hälfte der Patienten in der Botulinumtoxin-Gruppe traten unerwünschte Ereignisse auf, darunter Kopf- und Nackenschmerzen, Schwäche der hinteren Halswirbelsäule und Dysphagie.

„Der Prozentsatz der Patienten mit einer Verbesserung des Kopfzitterns, vordefiniert als Verbesserung um mindestens zwei Punkte auf der CGI-Skala in Woche 18 (primäres Ergebnis), war in der Botulinumtoxin-Gruppe höher als in der Placebo-Gruppe“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: N Engl J Med 2023; 389:1753-1765 DOI: 10.1056/NEJMoa2304192

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