Cenobamat

Sicherheit und Wirksamkeit von Cenobamat bei Patienten mit behandlungsresistenter Epilepsie

21.11.2019 Die Ergebnisse einer in The Lancet Neurology veröffentlichten Studie mit 437 Patienten aus 16 Ländern zeigen, dass das Studienmedikament Cenobamat die Krampfanfälle um 55% unter den beiden höchsten Dosen dieses Medikaments reduziert hat.

Für die Studie gaben die Forscher 437 Teilnehmern mit fokalen epileptischen Anfällen 100, 200 oder 400 Milligramm Cenobamat oder eine Placebopille.

Die Cenobamatdosis wurde langsam für bis zu sechs Wochen erhöht, bis die Testdosis erreicht war. Es folgte eine 12-wöchige Erhaltungsphase.

Die Teilnehmer waren alle Erwachsene, die bereits bis zu drei Antiepileptika einnahmen, und alle hatten in den letzten acht Wochen acht oder mehr Krampfanfälle gehabt.

Wirksamkeit; Anzahl der Krampfanfälle

  • Bei den Teilnehmern der Erhaltungsphase unter Placebo erreichten 25% eine Reduktion der Krampfanfälle um 50% oder mehr.
  • Unter der 100-Milligramm-Dosis Cenobamat während der Erhaltungsphase erreichten 40% der Teilnehmer eine 50%ige oder mehr Verringerung der epileptischen Anfälle.
  • Unter der 200-Milligramm-Dosis Cenobamat während der Erhaltungsphase erreichten 56% der Teilnehmer eine 50%ige oder mehr Reduzierung der Anzahl der epileptischen Anfälle.
  • Unter der höchsten Dosis (400 Milligramm Cenobamat) erreichten 64% der Teilnehmer eine Reduktion der Krampfanfälle um 50% oder mehr, und bis zu 21% hatten während der Erhaltungsphase überhaupt keine Krampfanfälle.

Sicherheit; Nebenwirkungen

  • Bei 76 (70%) von 108 Patienten in der Placebogruppe,
  • 70 (65%) von 108 in der 100 mg-Gruppe,
  • 84 (76%) von 110 in der 200 mg-Gruppe und
  • 100 (90%) von 111 in der 400 mg-Gruppe traten behandlungsbedingte Nebenwirkungen auf.

Die behandlungsbedingten Nebenwirkungen führten bei

  • fünf (5%) Patienten in der Placebogruppe,
  • 11 (10%) in der 100 mg-Dosisgruppe,
  • 15 (14%) in der 200 mg-Dosisgruppe und
  • 22 (20%) in der 400 mg-Dosisgruppe zum Abbruch der Behandlung.

Ein schwerer Fall einer Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen trat in der 200 mg Cenobamatgruppe auf. Es wurden keine Todesfälle berichtet.
© arznei-news.de – Quellenangabe: The Lancet Neurology (2019). DOI: 10.1016/S1474-4422(19)30399-0



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