Fevipiprant

Fevipiprant ist ein von Novartis entwickeltes Medikament, das als selektiver, oral verfügbarer Antagonist des Prostaglandin-D2-Rezeptor 2 (DP2 oder CRTh2) wirkt.

Asthma-Tablette reduziert Symptome

08.08.2016 Novartis Fevipiprant (QAW039) reduziert die Symptome der Erkrankung laut einer in The Lancet veröffentlichten Studie.

In der kleinen Studie mit 61 Patienten bekam die eine Gruppe 225 mg des Medikaments zweimal täglich 12 Wochen lang und die andere erhielt ein Placebo zusätzlich zu den bereits von den Teilnehmern eingenommenen Medikamenten.

fevipiprantDie Studie sollte in erster Linie die Auswirkungen auf die Entzündung in den Atemwegen untersuchen, was durch die Messung der Eosinophilen im Sputum erfasst wurde. Patienten ohne Asthma haben einen Anteil von weniger als einem Prozent, während diejenigen mit moderatem bis schwerem Asthma normalerweise etwa fünf Prozent aufweisen.

Der Anteil der Personen mit mittelschwerem bis schwerem Asthma, die die Medikamente einnahmen, wurde von durchschnittlich 5,4 Prozent auf 1,1 Prozent im Verlaufe der 12 Wochen reduziert.

Fevipiprant verringerte deutlich die Asthmasymptome, verbesserte die Lungenfunktion und reduzierte die Entzündungen.

Das Medikament wird derzeit in spätklinischen Studien zur Wirksamkeit bei Patienten mit schwerem Asthma ausgewertet.
© arznei-news.de – Quelle: The Lancet, August 2016

Asthma-Medikament zielt auf die Atemwegsmuskulatur, um Asthmaattacken zu reduzieren

15.02.2019 Die in Science Translational Medicine veröffentlichten Ergebnisse einer klinischen Phase-II-Studie konnten zeigen, warum das erste Medikament gegen Asthma seit 20 Jahren helfen könnte, Asthmaanfälle zu reduzieren.

Reduktion der glatten Atemwegsmuskulatur

Die Befunde legen nahe, dass das experimentelle Medikament Fevipiprant (ein oraler, selektiver Prostaglandin-D2-Rezeptor-Antagonist) die Menge an glattem Muskelgewebe in der Atemwegsauskleidung verringert.

Eine Zunahme der glatten Atemwegsmuskeln ist der stärkste Indikator für einen verminderten Luftstrom in die Lunge aufgrund von Atemwegsverengungen. Es erhöht signifikant die Wahrscheinlichkeit von häufigeren Asthmaanfällen und sogar asthmabedingten Todesfällen, schreiben die Wissenschaftler um Christopher E. Brightling von der Universität Leicester.

Medikament verringert nicht nur Entzündung

Die Forschungsarbeit zeigt erstmals, dass Fevipiprant nicht nur Entzündungen in den Atemwegen reduziert, sondern auch die Muskelmasse in der Auskleidung der Atemwege. Dies könnte einige der Auswirkungen auf Symptome und Atemtests nach der Behandlung erklären, schreiben die Wissenschaftler.

In früheren Studien konnten die Forscher feststellen, dass Fevipiprant zu einer Verbesserung der Symptome, der Atemtests, der Entzündungen und auch der Reparatur der Atemwegsschleimhaut der Patienten führte.

Ein neuer Aspekt der Studie war die Art und Weise, wie die Studienautoren Informationen aus einer klinischen Studie, Laborexperimenten und computergestützten Modellen kombiniert haben, um Erkenntnisse zu gewinnen, die mit keinem dieser Ansätze allein möglich gewesen wären.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Science Translational Medicine – DOI: 10.1126/scitranslmed.aao6451



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