Urikosurika

Wirkung, Wirkweise

Urikosurika (Arzneimittel) sind Substanzen, die die Ausscheidung von Harnsäure im Urin erhöhen und damit die Konzentration von Harnsäure im Blutplasma verringern.

Im Allgemeinen wird dieser Effekt durch eine Wirkung auf den proximalen Tubulus der Niere erreicht. Medikamente, die die Blutharnsäure verringern, sind nicht alle Urikosurika; die Blutharnsäure kann auch durch andere Mechanismen verringert werden.

Allerdings kann der erhöhte Harnsäurespiegel im Urin zur Bildung von Nierensteinen beitragen. Daher ist die Anwendung dieser Medikamente bei Personen, die bereits eine hohe Harnsäurekonzentration im Urin haben (Hyperurikosurie), kontraindiziert.

In Grenzfällen kann eine Wassermenge von 2 Litern Urin pro Tag ausreichen, um die Anwendung eines urikosurischen Arzneimittels zu erlauben.

Einige Urikosurika (z. B. Probenecid) erhöhen durch ihren Wirkmechanismus die Blutplasmakonzentration bestimmter anderer Medikamente und deren Stoffwechselprodukte. Während dies gelegentlich gut ausgenutzt werden kann (z.B. Oseltamivir), ist die Abschätzung von Arzneimittelwechselwirkungen sehr wichtig, wenn Urikosurika bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Medikamenten angewendet werden.

Liste der Urikosurika mit ATC-Code

  • Benzbromaron M04AB03
  • Isobromindion M04AB04
  • Lesinurad M04AB05
  • Probenecid M04AB01
  • Sulfinpyrazon M04AB02