Alpelisib (Piqray) – Mögliche Nebenwirkungen

Aus der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels der Europäischen Kommission:

Nebenwirkungen / unerwünschte Wirkungen / Verträglichkeit

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch Alpelisib (Piqray) Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Einige Nebenwirkungen von Alpelisib (Piqray) können schwerwiegend sein

Wenn Sie schwerwiegende Nebenwirkungen an sich bemerken, beenden Sie die Einnahme dieses Arzneimittels und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt.

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Starkes Durstgefühl, häufigeres Wasserlassen oder größere Harnmenge als üblich, gesteigerter Appetit mit Gewichtsverlust (mögliche Anzeichen hoher Blutzuckerwerte [Hyperglykämie])
  • Fieber, Husten, laufende Nase, vergrößerte Lymphknoten, Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Nachtschweiß, Gewichtsverlust (mögliche Anzeichen einer niedrigen Lymphozytenzahl, einer Art von weißen Blutkörperchen)

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Hautausschlag, Juckreiz, Quaddeln, Atemlosigkeit, Schwierigkeiten beim Atmen, hörbare Atemgeräusche (Giemen), Husten, Benommenheit, Schwindel, Bewusstseinsstörungen, niedriger Blutdruck, Hautrötung, Schwellungen des Gesichts und/oder des Halses, Blaufärbung der Lippen, Zunge oder Haut (mögliche Anzeichen für schwere allergische Reaktionen)
  • Atemprobleme wie Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Atmen, Husten, schnelle Atmung, Blaufärbung der Lippen, Zunge oder Haut, Schluckauf (mögliche Anzeichen einer Lungenentzündung)
  • Selteneres Wasserlassen oder geringere Harnmengen als üblich, Schwellungen in Beinen, Knöcheln und um die Augen, Müdigkeit, Verwirrtheit, Übelkeit, Krampfanfälle, Brustschmerzen (mögliche Anzeichen einesakuten Nierenversagens)
  • Schmerzen, Schwellungen oder Taubheitsgefühl im Kiefer, Schweregefühl im Kiefer oder Zahnlockerung (mögliche Anzeichen einer Osteonekrose des Kiefers)
  • Hautausschlag, Hautrötung, Blasenbildung an Lippen, Augen oder Mund, Hautabschälung (mögliche Anzeichen eines Erythema multiforme)

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen (mögliche Anzeichen einer sogenannten Ketoazidose, bei der ein hoher Säurespiegel im Blut vorherrscht)
  • Starke Oberbauchschmerzen (mögliche Anzeichen einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse [Pankreatitis])
  • Ausschlag, Hautrötung, Blasenbildung an Lippen, Augen oder Mund, Hautabschälung, Fieber (mögliche Anzeichen eines Stevens-Johnson-Syndroms)

Nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden

  • Hautausschlag, Fieber (mögliche Anzeichen einer Arzneimittel-bedingten Reaktion mit Blutbildveränderungen (Eosinophilie) und Beschwerden am ganzen Körper [DRESS])

Andere mögliche Nebenwirkungen

Andere Nebenwirkungen, die auftreten können, werden nachfolgend aufgelistet. Wenn diese Nebenwirkungen schwerwiegend werden, informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Sehr häufig:

  • Schmerzhaftes und häufiges Wasserlassen (Anzeichen einer Harnwegsinfektion)
  • Müdigkeit, blasse Haut (mögliche Anzeichen einer Anämie, eine Erkrankung bei der die Zahl roter Blutkörperchen erniedrigt ist)
  • Spontan auftretende Blutungen oder Blutergüsse (Anzeichen einer niedrigeren Anzahl von Blutplättchen [sog. Thrombozyten])
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Ungewöhnlicher Geschmack im Mund (Dysgeusie)
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Wunde Stellen im Mund oder Mundgeschwüre mit Zahnfleischentzündung (Stomatitis)
  • Bauchschmerzen
  • Magenbeschwerden, Magenverstimmung (Dyspepsie)
  • Hautausschlag
  • Haarausfall oder dünner werdendes Haar (Alopezie)
  • Juckreiz (Pruritus)
  • Trockene Haut
  • Müdigkeit (Erschöpfung)
  • Schmerzen, Rötung und Schwellungen der Luftwege, Speiseröhre oder Genitalschleimhaut (Schleimhautentzündung)
  • Geschwollene Hände, Knöchel oder Füße (peripheres Ödem)
  • Fieber (Pyrexie)
  • Trockene Schleimhaut
  • Gewichtsverlust
  • Verringerter Kalziumspiegel im Blut, was manchmal zu Krämpfen führen kann (Hypokalzämie)
  • Verminderter Kaliumspiegel im Blut in Verbindung mit Muskelschwäche, Muskelkrämpfen und/oder Herzrhythmusstörung (Hypokaliämie)

Häufig:

  • Austrocknung (Dehydratation)
  • Einschlafschwierigkeiten (Schlaflosigkeit)
  • Trockenes Auge
  • Verschwommenes Sehen
  • Kopfschmerzen, Schwindel (mögliche Anzeichen eines hohen Blutdrucks)
  • Teilweise oder vollständige Schwellung Ihrer Arme (einschließlich Finger) oder Beine (einschließlich Zehen), Schweregefühl, eingeschränkte Beweglichkeit, Unwohlsein, Hautverdickung und wiederkehrende Infektionen (mögliche Anzeichen eines Lymphödems)
  • Zahnschmerzen
  • Blutung, Druckschmerz oder vergrößertes Zahnfleisch (Anzeichen einer Zahnfleischentzündung)
  • Rissige, aufgesprungene Lippen (Cheilitis)
  • Zahnfleischschmerz
  • Hautrötung (Erythem)
  • Hautentzündung mit Hautausschlag (Dermatitis)
  • Rötung und/oder Schwellung und mögliche Abschälung an den Handflächen und Fußsohlen, möglicherweise begleitet von Kribbeln und brennendem Schmerz (Anzeichen für ein Hand-Fuß- Syndrom)
  • Muskelkrämpfe
  • Muskelschmerzen (Myalgie)
  • Allgemeine Schwellung (Ödem)

Während der Behandlung mit Piqray können die Ergebnisse einiger Blutuntersuchungen wie folgt auffällig sein:

Sehr häufig:

  • Hohe Blutspiegel folgender Enzyme: Gamma-Glutamyltransferase, Alaninaminotransferase, Lipase
  • Hohe Blutzuckerspiegel
  • Hohe Blutspiegel von Kreatinin und/oder Kalzium
  • Niedrige Blutspiegel von Lymphozyten, Blutplättchen, Zucker, Hämoglobin und/oder Albumin
  • Verlängerung der partiellen Thromboplastinzeit (ein Maß für die Blutgerinnung)

Häufig:

  • Hohe Blutspiegel von glykosyliertem Hämoglobin (einem Marker für die Blutzuckerwerte während der letzten 8 bis 12 Wochen)

Arznei-News.de – Quellenangabe: Europäische Kommission – EPAR – 29.07.2020



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