Apalutamid

Apalutamid (Handelsname ist Erleada), auch bekannt unter den Entwicklungscodes ARN-509 und JNJ-56021927, ist ein nicht-steroidales Antiandrogen (NSAA), das zur Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt wird.

Nicht-metastasierter kastrationsresistenter Prostatakrebs – Antrag auf FDA-Zulassung

12.10.2017 Janssen Biotech hat bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) einen Zulassungsantrag für Apalutamid (Markenname Erleada), einem oralen Androgenrezeptor (AR)-Hemmer der nächsten Generation, zur Behandlung von Männern mit nicht-metastasierendem Prostatakrebs (CRPC) eingereicht.

Derzeit gibt es keine von der FDA zugelassenen Medikamente für Patienten mit nicht-metastasierendem CRPC.

Dieser Antrag basiert auf Phase-3-Daten der klinischen Studie ARN-509-003 (SPARTAN), die die Sicherheit und Wirksamkeit von Apalutamid im Vergleich zu Placebo bei Männern mit nicht-metastasierendem CRPC untersuchte, die trotz kontinuierlicher Androgenentzugstherapie (ADT) ein rasch wachsendes prostataspezifisches Antigen (PSA) aufweisen.

Männer mit nicht-metastasierendem CRPC mit rasch ansteigender PSA haben ein hohes Risiko für eine metastasierende Erkrankung.

Der primäre Endpunkt dieser Studie war das Metastasen-freie Überleben (MFS). MFS ist die Zeitspanne von der Randomisierung bis zum ersten Nachweis einer bestätigten Metastasierung oder die Zeit bis zum Tod.

Die Ergebnisse der SPARTAN-Studie werden auf einer zukünftigen medizinischen Tagung vorgestellt, schreibt das Unternehmen.

Apalutamid ist ein oraler Androgenrezeptor-Hemmer der nächsten Generation, der die Wirkung von Testosteron in Prostatakrebszellen hemmt und die Bindung des Androgens an den Androgenrezeptor verhindert.
© arznei-news.de – Quelle: Janssen Biotech, Okt. 2017

Aktiv bei kastrationsresistentem Prostatakarzinom

09.02.2018 Für Männer mit nicht-metastasierendem kastrationsresistenten Prostatakrebs ist Apalutamid mit einem verlängerten metastasierungsfreien Überleben verbunden laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Matthew R. Smith vom Massachusetts General Hospital Cancer Center in Boston und Kollegen randomisierten Männer mit nicht-metastasierendem kastrationsresistenten Prostatakarzinom und einer prostataspezifischen Antigen-Verdoppelungszeit von 10 Monaten oder weniger auf die Einnahme von Apalutamid (806 Männer) oder Placebo (401 Männer). Alle Patienten erhielten weiterhin eine Androgen-Deprivationstherapie.

Die Forscher stellten fest, dass das mediane metastasierungsfreie Überleben 40,5 Monate in der Apalutamid-Gruppe und 16,2 Monate in der Placebo-Gruppe in der geplanten primären Analyse betrug, die nach 378 Ereignissen durchgeführt wurde (Hazard Ratio für Metastasierung oder Tod 0,28).

Eine signifikant längere Zeit bis zur symptomatischen Progression wurde beim Wirkstoff im Vergleich zu Placebo beobachtet (Hazard Ratio 0,45). Die Rate der unerwünschten Ereignisse, die zum Abbruch der Studienbehandlung führten, lag bei 10,6 bzw. 7,0 Prozent in der Wirkstoff-Gruppe bzw. Placebo-Gruppe. Unerwünschte Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem Studienregime betrachtet wurden und die mit einer höheren Rate unter Apalutamid auftraten, waren Ausschlag, Hypothyreose und Fraktur.

Diese Ergebnisse zeigen, dass Apalutamid einen signifikanten Unterschied bei der Verlängerung der Zeit vor der Entwicklung von Metastasen ausgemacht hat, schreiben die Wissenschaftler.
Die Studie wurde von Janssen finanziert, dem Hersteller des Medikaments.
© arznei-news.de – Quelle: New England Journal of Medicine – DOI: 10.1056/NEJMoa1715546; Feb. 2018



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