Belantamab-Mafodotin

Multiples Myelom: Positive Ergebnisse aus zulassungsrelevanter DREAMM-2-Studie

23.08.2019 GlaxoSmithKline hat positive Ergebnisse aus der zulassungsrelevanten, randomisierten Open-Label-Studie DREAMM-2 mit Belantamab-Mafodotin (GSK2857916) in zwei Dosierungen veröffentlicht.

Die 196 Patienten in der Studie hatten ein rezidiviertes Multiples Myelom, waren refraktär gegenüber einem immunmodulatorischen Medikament, einem Proteasom-Inhibitor und der Behandlung mit einem Anti-CD38-Antikörper.

Die zweiarmige Studie erreichte ihr primäres Ziel und zeigte eine klinisch aussagekräftige Gesamtansprechrate unter Belantamab-Mafodotin in der Patientenpopulation. Das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil stand im Einklang mit dem aus DREAMM-1 und wird auf einem bevorstehenden Meeting detailliert veröffentlicht.

Weitere laufende Studien testen die Wirkung von Belantamab-Mafodotin als Drittlinien-Monotherapie beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom und als Kombinationstherapie (Erst- und Zweitlinienbehandlung) im Rahmen des breit angelegten klinischen Entwicklungsprogramms DREAMM.
© arznei-news.de – Quellenangabe: GlaxoSmithKline

DREAMM-2 Update: Klinisch signifikante Gesamtansprechrate auf Belantamab-Mafodotin bei Patienten mit rezidivierendem/refraktärem Multiplen Myelom

17.12.2019 GlaxoSmithKline hat bekanntgegeben, dass die Behandlung mit Belantamab-Mafodotin zu einer klinisch signifikanten Gesamtansprechrate (ORR) von 31% im 2,5 mg/kg-Behandlungsschema bei Patienten mit stark vorbehandeltem multiplen Myelom führte.

Die Patienten in der Studie hatten durchschnittlich sieben vorherige Behandlungslinien erhalten, waren gegenüber einem immunmodulatorischen Medikament und einem Proteasom-Inhibitor refraktär und gegenüber einem Anti-CD38-Antikörper refraktär und/oder zeigten Unverträglichkeit. Die mittlere Ansprechdauer wurde nach sechs Monaten Follow-up nicht erreicht.

Die vollständigen Ergebnisse der DREAMM-2 (DRiving Excellence in Approaches to Multiple Myeloma) Studie mit Belantamab-Mafodotin wurden in der Zeitschrift The Lancet Oncology veröffentlicht.

Ansprechen

Dreißig der 97 Patienten (31%) in der 2,5 mg/kg-Kohorte erreichten ein Gesamtansprechen. Von diesen Respondern erreichten 18 Patienten ein sehr gutes oder besseres partielles Ansprechen, darunter drei Patienten mit einem stringenten vollständigen oder vollständigen Ansprechen, schreibt das Unternehmen.

Darüber hinaus wurde das Gesamtüberleben bei Patienten mit Ansprechen in der sechsmonatigen Follow-up-Phase nicht erreicht.

Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil

Das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil entsprach den zuvor gemeldeten Daten zu Belantamab-Mafodotin.

Die drei am häufigsten berichteten Nebenwirkungen der Grade 3 oder 4 im 2,5 mg/kg Arm waren Keratopathie (27%), Thrombozytopenie (20%) und Anämie (20%). Keratopathie ist gekennzeichnet als Veränderungen im Hornhautepithel bei der Augenuntersuchung, die sich mit oder ohne Symptome manifestieren können.

Hornhautereignisse, die zu einem Behandlungsabbruch führten, betrafen 1% der Patienten in der 2,5 mg/kg-Kohorte.
© arznei-news.de – Quellenangabe: GlaxoSmithKline



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