Buspiron (Anxut, Busp, Bespar)

Anxiolytikum – Psychopharmaka

Wirkung, Anwendung

Buspiron ist ein angstlösendes Medikament. Die Wirkung tritt nicht sofort, sondern erst nach 2-3 Wochen regelmäßiger Einnahme ein; es wirkt nicht sedierend und scheint nicht abhängig zu machen.

Einordnung unter: Tranquilizer / Beruhigungsmittel, Psycholeptika, Anxiolytika, Azaspirodecandion-Derivate.

Wirkung auf Organismus: beruhigend, anxiolytisch (angstlösend). Wird gegen Angststörungen eingesetzt.

Medikamente, die den Wirkstoff Buspiron enthalten: Anxut, Bespar, Busp, Buspar.
Der Wirkstoff wurde entwickelt und ursprünglich auf den Markt gebracht von Bristol-Myers Squibb.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen:

Häufig auftretende NW:

  • Gefühl der Benommenheit,
  • am Anfang oft Übelkeit und Erbrechen,
  • und Kopfschmerz,
  • häufig treten Unruhegefühl, Nervosität auf,
  • viele klagen auch über Schwindel,
  • Erregung.

Gelegentlich auftretende NW:

  • verschwommenes Sehen,
  • Ohrgeräusche (Tinnitus),
  • Entzündung im Hals,
  • verstopfte Nase,
  • nicht-infektiöse Entzündungsreaktion der Haut,
  • allgemeine Schmerzen in der Brust,
  • Schmerzen in den Muskeln,
  • Gefühle von Taubheit (Nerven),
  • Missempfindungen,
  • Probleme in der Koordination,
  • anhaltendes Zittern (Tremor),
  • Albträume,
  • aufwallende zornige, feindselige Gefühle,
  • Verwirrtheitsgefühle,
  • aufkommende und öfter auftretende Schläfrigkeit,
  • verstärktes Schwitzen und dadurch auch feuchte Hände.

Seltene Nebenwirkungen

Selten bei Buspiron sind folgende unerwünschte Wirkungen:

  • gesteigerte Atmung, Kurzatmigkeit, Brustengegefühl,
  • Rötung Augen, Augenjuckreiz, Konjunktivitis,
  • Harndrang,
  • Menstruationsstörung,
  • Miktionsstörung,
  • verminderte/gesteigerte Libido,
  • vermindertes Geruchsempfinden/Geschmacksempfinden,
  • Ödeme,
  • Hauterkrankung mit Quaddeln,
  • Erröten,
  • Neigung Blutergüsse,
  • Haarausfall,
  • trockene Haut,
  • Gesichtsödeme,
  • Bläschen,
  • kurze Ohnmachtsanfälle.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind: Hypotonie, Hypertonie, Leberwertanstieg, Muskelkrämpfe, Muskelverspannung, Gelenkschmerzen, unwillkürliche Bewegungen, verlangsamte Reaktionszeit, Entfremdungserlebnisse, Unbehagen, pathologische Empfindlichkeit gegenüber Schall (Hyperakusis), Hochstimmgung, Bewegungsdrang, Ängstlichkeit, Interessenverlust, Assoziationsstörung, Halluzinationen, Selbstmordgedanken, Krampfanfälle, Blähungen, Appetitlosigkeit, gesteigerter Appetit, Hypersalivation, Reizdarm, rektive Blutungen, Gewichtszunahme/abnahme, Fieber, Dröhnen Kopf, Unwohlsein, Müdigkeit.

Sehr selten

Sehr selten bei Buspiron sind folgende Nebenwirkungen:

  • Augenschmerzen, Photophobie, Druckgefühl Augen,
  • Blutbildveränderung,
  • Amenorrhö,
  • Unterleibsentzündung,
  • Enuresis, nächtliches Wasserlassen,
  • Ejakulationsstörung, Impotenz,
  • Nasenbluten,
  • allergische Reaktionen,
  • kleinflächige Hautblutungen,
  • Akne,
  • Nagelausdünnung,
  • Hirndurchblutungsstörung,
  • Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Kardiomyopathie, Langsamherzigkeit,
  • Muttermilchaustritt aus der Brust, Vergrößerung der Brust beim Mann,
  • Schilddrüsenfunktionsstörung,
  • Muskelschwäche,
  • Stimmungsschwankung,
  • Klaustrophobie,
  • Kälteempfindlichkeit,
  • Starrezustand des ganzen Körpers,
  • verwaschene Sprache,
  • Psychose,
  • Zungenbrennen,
  • Alkoholmissbrauch,
  • Blutgerinnungsstörung,
  • Stimmverlust,
  • Schluckauf.

Warnhinweise

Gegenanzeigen / Warnhinweise

Überempfindlichkeit, schwere Leber- u. Nierenfunktionsstörung, akutes Engwinkelglaukom, Myasthenia gravis.

Anwendungsbeschränkungen

Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren nicht zu empfehlen.

Schwangerschaft, Stillen

In der Schwangerschaft nur bei strenger Indikation.
Während der Stillzeit: Kontraindikation.

Laut Beipackzettel sollte Buspiron in der Schwangerschaft nur bei strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden,da beim Menschen keine Erfahrungsberichte vorliegen. Ist die Schwangerschaft eingetreten oder beabsichtigt sollte der Arzt aufgesucht werden.

Wenn Sie Buspiron-enthaltende Medikamente einnehmen, sollte vorher abgestillt werden, da über die Wirkung des Arzneimittels auf das Neugeborene nichts bekannt ist.

Wechselwirkungen

Folgende (möglichen) Wechselwirkungen sollten bei der Einnahme von Buspiron bzw. der Präparate, die den Wirkstoff enthalten, beachtet werden:

Klinisch bedeutsame Wechselwirkungen:

  • Atemstörungen – Atemdepression: Sufentanil
  • Blutdruckkrise: Tranylcypromin
  • erhöhte Spiegel von: Bromperidol, Chlorprothixen, Haloperidol
  • erhöhte Spiegel von: Buspiron-HCl: Itraconazol, Diltiazem-HCl, Erythromycin, Erythromycinstinoprat, Verapamil-HCl, Ritonavir, Miconazol, Grapefruitsaft
  • erniedrigte Spiegel von: Buspiron-HCl: Rifampicin, Rifampicin + Isoniazid, Carbamazepin, Dexamethason, Phenobarbital, Phenytoin, Primidon
  • Kombination meiden: Alkohol, Grapefruitsaft, Ketoconazol, Tranylcypromin, Linezolid,Moclobemid
  • Krampfanfälle: Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxaminhydrogenmaleat, Paroxetin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, Sertralin
  • Schwächezustand: Nefazodon-HCl
  • Schwindel: Nefazodon-HCl
  • Somnolenz: Nefazodon-HCl
  • Toxizitätssteigerung von: Buspiron-HCl: Ritonavir
  • verstärkte ZNS-dämpfende Wirkung: Alkohol, Alprazolam, Benzodiazepine, Bromazepam, Brotizolam, Camazepam, Chlordiazepoxid, Clobazam, Clonazepam, Clotiazepam, Diazepam, Dikaliumclorazepat, Flunitrazepam, Flurazepam, Ketazolam, Loprazolam, Lorazepam, Lormetazepam, Medazepam, Metaclazepam, Midazolam, Nitrazepam, Nordazepam, Oxazepam, Oxazolam, Prazepam, Sufentanil, Temazepam, Tetrazepam, Triazolam
  • wechselseitige Spiegelerhöhung – Buspiron: Nefazodon-HCl
  • Wirkungsverminderung von: Buspiron-HCl: Rifampicin, Isoniazid

Klinisch nicht bedeutsame Wechselwirkungen:

  • Brechreiz: Diazepam
  • erhöhte Spiegel von: Buspiron-HCl: Cimetidin, Ketoconazol
  • Kopfschmerzen: Diazepam
  • Krampfanfälle – Einzelbericht: Fluoxetin
  • Manie (?): Disulfiram
  • Parkinson-Syndrom – Einzelberichte: Ritonavir
  • Schwindel: Diazepam
  • Serotonin-Syndrom – Einzelbericht: Fluoxetin
  • Transaminasenanstieg in einer Studie bei wenigen Patienten: Trazodon
  • Tremor – Einzelbericht: Fluoxetin
  • Wirkungsverminderung von: Buspiron-HCl: Fluoxetin

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