Canakinumab (Ilaris) bei Arthrose

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Wirksamkeit von Canakinumab als Therapie bei Arthrose der großen Gelenke

04.08.2020 Die Hemmung von Interleukin-1β (IL-1β) mit Canakinumab ((Handelsname ist Ilaris)) scheint die Inzidenz (Auftretenshäufigkeit) von totalen Hüft-Gelenksprothesen / Knie-Gelenksprothesen (THR/TKR) im Vergleich zu Placebo zu reduzieren laut einer in den Annals of Internal Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Matthias Schieker vom Novartis Institutes for Biomedical Research in Cambridge, Massachusetts, und Kollegen untersuchten, ob die IL-1β-Hemmung mit Canakinumab die Inzidenz eines Hüft- oder Kniegelenk-Totalersatzes verringert, wobei sie Daten von 10.061 Teilnehmern mit Arthrose der großen Gelenke aus der Canakinumab Anti-inflammatory Thrombosis Outcomes Study, die an 1.091 klinischen Zentren in 39 Ländern durchgeführt wurde, heranzogen.

Dosierung

Die Teilnehmer erhielten nach dem Zufallsprinzip alle drei Monate subkutan Placebo oder Canakinumab (50, 150 und 300 mg) und wurden über einen Median von 3,7 Jahren begleitet.

Wirksamkeit

Die Forscher fanden heraus, dass die Hazard Ratios für das Auftreten von THR/TKR während der Nachbeobachtung im Vergleich zu Plazebo für die Canakinumab-Dosisgruppen mit 50, 150 und 300 mg jeweils 0,60, 0,53 und 0,60 betrugen.

Im Vergleich zur Placebogruppe lagen die Inzidenzraten für THR/TKR in der gepoolten Canakinumab-Gruppe bei 0,31 bzw. 0,54 Ereignissen pro 100 Personenjahre (Hazard Ratio 0,58).

Für den sekundären Endpunkt der arthrosebedingten unerwünschten Ereignisse betrug das Hazard Ratio 0,73.

Diese Forschungsbefunde sind besonders wichtig, weil die Arthrose der großen Gelenke eine immer häufiger auftretende Erkrankung ist, für die es außer Gelenkersatzoperationen nur wenige wirksame und verträgliche Therapien gibt und für die derzeit keine präzisionsmedizinischen strukturmodifizierenden Medikamente zur Verfügung stehen, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Annals of Internal Medicine – https://doi.org/10.7326/M20-0527.



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