Depression durch Protonenpumpenhemmer

Können Säureblocker / Magensäureblocker (Protonenpumpenhemmer) Depressionen verursachen?

08.03.2018 In der aktuellen Ausgabe von Psychotherapy and Psychosomatics wird eine neue Studie vorgestellt, die den Zusammenhang zwischen gewöhnlichen Magenmedikamenten (sogenannte Protonenpumpenhemmer / Protonenpumpen-Inhibitoren) und dem Auftreten von depressiven Störungen untersucht.

Protonenpumpeninhibitoren

Mehrere Studien haben bereits eine Verbindung zwischen dem Darm-Mikrobiom (Darmflora) und klinischer Depression hergestellt und die potentielle Rolle der Dysregulation der Hirn-Darm-Achse in der Pathophysiologie klinischer depressiver Störungen unterstützt.

Protonenpumpenhemmer (auch Protonenpumpeninhibitoren, Magensäureblocker oder Säureblocker genannt), die seit mehr als 20 Jahren verschrieben werden und ein bewährtes Sicherheitsprofil aufweisen, sind weltweit zur wichtigsten Behandlungsoption bei säurebedingten Erkrankungen geworden.

Veränderung der Darmflora

Allerdings könnte ihr unsachgemäßer Gebrauch die Darmflora verändern und die Darmmikrobiota beeinflussen, was die Kosten und das Risiko für Nebenwirkungen wie Knochenbrüche, Lungenentzündung, Magen-Darm-Infektion und Demenz erhöht.

Die aktuelle Studie von Huang W.-S. vom Taipei Veterans General Hospital und Kollegen verglich 2.366 Patienten, denen Protonenpumpenhemmer verschrieben wurden, und die daraufhin eine schwere depressive Störung entwickelten, mit 9.464 Probanden ohne schwere depressive Störung.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Personen mit schwerer Depression eine größere Prävalenz der kumulativen Tagesdosis von Protonenpumpeninhibitoren hatten als Personen ohne eine klinische depressive Störung.

Pantoprazol, Lansoprazol und Rabeprazol

Das Risiko einer nachfolgenden schweren Depression erhöhte sich signifikant in den Untergruppen mit Pantoprazol, Lansoprazol und Rabeprazol, während in den Untergruppen mit Omeprazol und Esomeprazol nur eine tendenzielle Signifikanz festgestellt wurde.

Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass zukünftige Studien die Pathophysiologie zwischen der Exposition gegenüber Protonenpumpenhemmern und dem Risiko einer schweren depressiven Störung klären sollten. Darüber hinaus raten sie den Ärzten, weiterhin die Säureblocker zu verschreiben, wenn dies angebracht ist.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Psychotherapy and Psychosomatics (2018). DOI: 10.1159/000485190

Beiträge zu “Depression durch Protonenpumpenhemmer”

  1. Habe wegen einem Magengeschwür Pantoprazol bekommen. Schon nach kurzer Einnahme hatte ich Sehstörungen, Benommenheit, Depressionen, Angstzustände. Würde das Medikament am liebsten absetzen, aber ich kenne keine Alternativen. Da ich auch noch Ass einnehme, befürchte ich, das ich Pantoprazol zur Dauermedikation einnehmen soll. Aber da mache ich nicht mit. Habe keine Lust dauerhaft wie ein Zombie herumzulaufen

  2. Ich habe wegen einer Magenschleimhautentzündung Esomeprazol bekommen. Gleichzeitig nehme ich seit etwa 30 Jahren Lithium gegen Depressionen, die seit damals nicht mehr aufgetreten sind.
    Nach drei Tabletten Esomeprazol habe ich extreme Müdigkeit, Schlappheit, Benommenheit, Lustlosigkeit und depressive Zustände bekommen. Die PPH habe ich sofort abgesetzt, die depressive Stimmung hält nach fünf Wochen immer noch an.

  3. Bei mir folgte nach Pantoprazoleinnahme schon am ersten Abend ein Unwirklickheitgefühl. Unruhe, Schlaflosigkeit ,Schwitzen usw.
    Ab der 2. Tablette wurde es noch viel schlimmer Angst, Panik, Herzrasen, Unruhe, war depressiv und verwirrt. Der absolute Horrortrip!!!!

  4. Wegen einer Magenschleimhautentzündung und Gallengries Pantoprazol verschrieben bekommen. Nach ein paar Tagen hatte ich innere Unruhe, Zittern, Depressionen, Angstzustände, Schwindel, Abgeschlagenheit.

  5. Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht, meine Deprission war geheilt. Nach d. Einnahme nur 3 Tbletten Pantoprazol, bin ich wieder in Depressive Stimmung.

  6. Ich nehme seit 15 Tagen Pantozol gegen leichte Gastritis und das nicht zum ersten Mal in meinem Leben.
    Was allerdings zum ersten Mal auftrat, waren die psychischen Probleme.
    Ich kämpfe seit gut einer Woche gegen völlig grundlose Panikattacken und Angstzustände, meine Sicht ist ständig leicht verschwommen, mir ist andauernd leicht schwindlig und ich habe panische Angst vor Menschenmengen. Keines dieser Probleme ist bei mir jemals zuvor aufgetreten, ich dachte wirklich irgendwas stimmt nicht und ich müsste einen Psychologen besuchen bis mir Pantozol in den Kopf kam. Nach längerer Recherche habe ich unzählige Meldungen von anderen mit 1 zu 1 gleichen Nebenwirkungen. Hoffentlich werden die Beschwerden ab morgen, nach dem Absetzen verschwinden.

  7. Wegen chronischer Gastritis Typ C unerklärlicher Herkunft muss ich hin und wieder PPI nehmen. 2019 erlitt ich plötzlich aus dem Nichts eine Panikattacke mit starkem Herzklopfen, Unruhe, Beklemmung und Atemnot. Ich spürte auch, dass es irgendwie mit dem Magen zu tun hatte. Zu der Zeit nahm ich schon mehrere Wochen Pantoprazol wegen eines akuten Gastritis-Schubes ein.
    Da ich mich nicht gut fühlte und die Unruhe blieb vereinbarte ich auch einen Termin beim Neurologen. Dieser verschrieb mir Lorazepam als Notfallmedikament bei einer erneuten Panikattacke. Zudem sollte ich protokollieren, wie oft die Attacken auftraten. Gleichzeitig mit diesem Termin setzte ich die Pantoprazol ab. Die Panik trat anschließend nicht wieder auf und ich benötigte keine einzige der verschriebenen Beruhigungstabletten.
    Ich erzählte es meinem damaligen Internisten und er verschrieb mir daraufhin Esomeprazol. Dies konnte ich zunächst ohne Probleme oder Nebenwirkungen nehmen. Da sich mein Magen wieder beruhigte benötigte ich die PPI nicht mehr regelmäßig – nur mehr vereinzelt bis gar nicht. 2022 begann wieder ein akuter Gastritis-Schub und ich begann wieder regelmäßig die Esomeprazol 40mg pro Tag zu nehmen. Das ging einige Wochen ohne Probleme, bevor wieder plötzlich komplett aus dem Nichts Panikattacken und Angstzustände auftraten. Da ich während der akuten Phase die PPI nicht komplett absetzen kann habe ich die Dosis auf 20mg alle 2 Tage reduziert. Dadurch besserte sich das Angst/Panikgefühl nach ca. 2 Wochen signifikant. Heute geht es mir fast wieder ganz gut und meine aktuelle Internistin verschrieb mir einen älteren H2-Blocker Famotidin, der die Zeit bis zur Besserung bzw. anstehenden Gastroskopie erträglicher machen soll.

  8. Ich nehme pantozol seit 04.05.2022 mit Unterbrechungen. Abgesetzt und dann wieder schlimmer geworden. Ich habe seid 7 jahren Depressionen. War alles im griff gewesen. Seit einigen Tagen ist die Depression on den Vordergrund gekommen. Hsbe jetzt am Donnerstag beim Arzt einen Termin. Werde ihn darauf ansprechen, welches medikament beser ist bei Sodbrennen die keine depressive Stimmung hervorrufen.

  9. Lasst die PPI Hemmer weg dann braucht es ca 4 bis 6 Wochen um in den normal Zustand zurück zu kommen .Seit ich PPI Hemmer nehme hab ich Schwere Depressionen die sechste PSM hab ich hinter mir, kein Arzt wird dir sagen das es zum größten Teil an den PPI zu verantworten ist

  10. Wegen Reflux habe ich Pantoloc genommen,nach cirka 3 Monaten Einnahme habe ich eine schwere Depression bekommen,es wurde von den Ärzten immer verneint das kann nicht sein,nach 6Monaten hab ich es abgesetzt siehe da Depressionen weg,muss jetzt noch die Antidepressiva ausschleichen lassen und dann Gott sei Dank weg von den Tablettenmist,kann nur jedem anraten liest die Nebenwirkungen und versucht es selber,es war die Hölle

  11. Ich nehme Esomeprazol nur bedarfsorientiert und in geringer Dosis (20mg). Mein Reflux ist vorrangig stressbasiert und macht sich hauptsächlich durch Ausgasungen nachts und morgendliches starkes Räuspern bemerkbar.

    Nach den ersten zwei Einnahmen abends, bekomme ich sofort Albträume, Angstzustände und tagsüber depressive Verstimmungen. Und das bei 20mg!

    Ich kann mich jetzt entscheiden. Entweder Schädigung der Bronchien durch den Reflux oder depressive Verstimmungen. Pest oder Cholera.

    Ich versuche jetzt mal einen Tag die Einnahme von Esomeprazol zu überspringen. Ich fürchte aber, dass diese Unterdosierung auch keine Lösung sein wird.

  12. Habe vor sechs Wochen wegen einer Gastritis und Magengeschwür mit Reflux Omeprazol bekommen.
    Nach zwei Wochen unerklärliche Traurigkeit, war müde und total depressiv. Die Probleme wurden mit jedem Tag schlimmer. Dann las ich, dass es an dem Omeprazol liegen könnte. Habe abgesetzt. Mal sehen, was nun kommt. Aber so geht es nicht…..

  13. Habe am 17.07.23 Kortison mit Pantoprazolbekommem eigentlich wegen Nauritis Vestibularis, eine Entzündung vom Gleichgewichtsinn, die Entzündung verschwand aber unruhe und Panik blieben. Ich vermutete erst es kommt vom Korison da es auch diese Nebenwirkungen hervorrufen, ich ging wieder arbeiten und nahm auch keine Säureblocker es wurde mit der Unruhe immer besser. Nach 2 Wochen habe ich unerträgliche Magenschmerzen bekommen. Ich ging wieder zum Hausarzt dieser verschrieb mir wieder Panoranzol und eine Magenspiegelung die erst am 28.10.23 stattfindet ich nahm bedenkenlos Pantoprazol 40mg und nach 1 Woche Besserung im Magen find ich wieder an Angst und Panik zu verspüren, der Arzt erhöhte die dosis auf 80mg und es wurde die Hölle auf dem weg von einem Freizeitpark musste ich mit dem Auto nächste Tankstelle anfahren da die Panik so unerträglich war das meine Hände angefangen haben sich zu verkrampfen. Ich wurde dort von einem Krankenwagen abgeholt und im Krankenhaus hieß es sie finden nichts ich soll weite Panoprazol 40mg nehmen. Als ich am Abend wieder Nachhause konnte habe ich es abgesetzt, ich nehme nun seid 10 Tagen das Zeug nicht mehr, meine Magenschmerzen, permanente Übelkeit, verschwommenes Sehen sind nun vollkommen weg, was immernoch da ist ist die Angst, Panik, Unruhe aber sind mittlerweile auch so das ich sie aushalten kann. Bin darauf natürlich zu Psychologen und er meinte ich solle einfach durchhalten bis zur Magenspiegelung und ich habe als Notfallmedikament Themesta bekommen. Also ihr lieben haltet durch und lasst euch nichts einreden. Ich hatte vorher keine Psychischen Probleme, arbeite in der Instandhaltung und bin die Energie selbst, sogar der Psychologe meinte zu mir man kann nicht so schnell und plötzlich eine Angststörung entwickeln. lasst euch ja nichts anderes einreden und wenn ihr Medikamentöse unterstützt vom Psychologen braucht nimmt sie im Notfall. Die Ärzte glauben es einem nicht und sind schnell bei der Psyche aber im Beipackzetel stehen all diese Nebenwirkungen. Liebe Grüße und haltet durch es wird sich geben, wenn das Zeug weg ist. Ich habe den rebound-effekt mit Gel überstanden nach 3 Tagen war er ganz weg und erhöhtem schlafen, 3 Tage nur Zwieback und Mandeln gegessen.

Welche Erfahrung haben Sie mit diesem Medikament gemacht, oder haben Sie eine Frage dazu?

Hat das Medikament geholfen (Dosierung, Dauer der Anwendung)? Was hat sich verbessert / verschlechtert? Welche Nebenwirkungen haben Sie bemerkt?


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