Dihydroergotamin

Schmerzmittel – Kreislaufmittel

Dihydroergotamin ist ein vom Mutterkornalkaloid Ergotamin abgeleitetes Medikament, das zur Behandlung von hypotonen Kreislaufstörungen (nicht mehr, da Nutzen-Risiko-Verhältnis ungünstig) sowie zur Prophylaxe (auch nicht mehr) und Migräne- und Cluster-Kopfschmerzen eingesetzt wird. ATC-Code ist N02CA01.

Handelsnamen der Monopräparate, die diesen Wirkstoff enthalten sind: Angionorm, Detemes, Dihydergot, Ergont, Ergotam, Ergotonin, Ergovasan, Migranal, Verladyn.

Dihydroergotamin Rote-Hand-Brief: Indikationseinschränkungen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat einen Rote-Hand-Brief zu dihydroergotaminhaltigen Arzneimitteln mit Einschränkungen der Indikation veröffentlicht.

Dihydroergotamin Rote-Hand-Brief: Weitere Indikationseinschränkungen

Der Rote-Hand-Brief weist darauf hin, dass Dihydroergotamin-haltige Arzneimittel zukünftig nicht mehr für

  • die Prophylaxe von Migränekopfschmerzen,
  • die Behandlung von orthostatischer Hypotonie (Blutdruck unterhalb einer definierten Normgrenze),
  • die symptomatische Behandlung bei venös-lymphatischer Insuffizienz

eingesetzt werden sollen.

Das BfArM weist darauf hin, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Zulassungsbehörde zu der Meinung gelangt ist (hier mehr), dass der Nutzen einer Behandlung mit Dihydroergotamin das damit verbundene Fibrose- und Ergotismusrisiko nicht überwiegt.

Statt Dihydroergotamin sollen bei obigen Indikationen alternative Behandlungsoptionen ausgewählt werden.
Dihydroergotamin-haltige Arzneimittel sollen bei diesen Indikationen abgesetzt werden (beim nächsten Arztbesuch).

© arznei-news.de – Quelle: BfArM, Jan. 2014



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