Escitalopram bei Körperbildstörung / Dysmorphophobie

Körperdysmorphe Störung / Dysmorphophobie: Medikament Escitalopram verbessert Symptome und verringert Rückfall-Risiko

11.04.2016 Laut einer in der Zeitschrift American Journal of Psychiatry veröffentlichten und an den Krankenhäusern Rhode Island Hospital und Massachusetts General Hospital durchgeführten Studie zeigten Patienten mit Dysmorphophobie, die mit dem Medikament Escitalopram behandelt wurden, weniger Symptome und ein geringeres Rückfallrisiko.

Langfristige Erfolge

Katharine Phillips und ihre Kollegen stellten fest, dass 81 Prozent der Erwachsenen mit Körperbildstörung (Body Dysmorphic Disorder – BDD), die mit dem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) Escitalopram – auch bekannt als Cipralex, Lexapro – 14 Wochen behandelt wurden (n=74), wesentliche Verbesserungen bei den BDD-Symptomen zeigten.

Die ansprechenden Teilnehmer fuhren für weitere sechs Monate fort, das Medikament zu nehmen und zeigten weitere Verbesserungen.

Außerdem konnte bei denjenigen festgestellt werden, die auf Escitalopram ansprachen und die Einnahme fortsetzten, dass es mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit zu einer Verschlechterung der BDD-Symptome (Rückfall) kam – im Vergleich zu den Teilnehmern, die ein Placebo erhielten.

Phillips sagt dazu: „Wir konnten zeigen, dass sich die Gefahr eines Rückfalls wesentlich durch die fortgesetzte Einnahme eines wirksamen Medikaments verringerte, und auch, dass die fortgesetzte Einnahme von Escitalopram nach der akuten Phase weiter die Symptome verbessern kann.“

Bislang zeigten sich Medikamente nicht erfolgreich

Bisher konnte keine Studie zeigen, dass Medikamente wirksam einen Rückfall der Symptome verhindern können, nachdem das Medikament abgesetzt wurde. Und in früheren Studien hielt die Wirksamkeit der Medikamente nur kurzfristig an.

In dieser Studie zeigten die das Placebo einnehmenden Teilnehmer ein doppelt so hohes Risiko für einen Rückfall wie die Escitalopram einnehmenden Teilnehmer.

Phillips und Wilhelm führen zurzeit eine Studie durch, die die Wirksamkeit von kognitiver Verhaltenstherapie und unterstützender Gesprächstherapie bei Patienten mit körperdysmorpher Störung vergleichen.

© arznei-new.de – Quellenangabe: Rhode Island Hospital, Massachusetts General Hospital, American Journal of Psychiatry – http://dx.doi.org/10.1176/appi.ajp.2016.15091243; April 2016





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