Evolocumab (Repatha) bei Nierenerkrankungen

FOURIER: Bei Hochrisikopatienten mit etablierten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronischen Nierenerkrankungen

27.10.2018 Amgen hat einen Bericht zu den kardiovaskulären Ergebnissen aus der Studie FOURIER veröffentlicht, in dem die Auswirkungen von Repatha (Evolocumab) auf Patienten mit etablierten kardiovaskulären Erkrankungen unter Berücksichtigung der Nierenfunktion untersucht wurden.

In Übereinstimmung mit früheren FOURIER-Subgruppenanalysen zeigen diese Ergebnisse erneut die Wirksamkeit von Repatha bei der Reduktion nicht nur des LDL-C-Wertes (Low Density Lipoprotein Cholesterin), sondern auch des relativen Risikos für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall bei Hochrisikopatienten, einschließlich solcher mit leicht bis mittelschwerer chronischer Nierenerkrankung.

Bei diesen Patienten (N=4.443) waren die absoluten Reduktionen tendenziell höher. Unerwünschte Ereignisse waren bei Patienten unabhängig vom Stadium der Nierenkrankheit ähnlich und stimmten mit dem bekannten Sicherheitsprofil von Repatha überein.

Reduktion des LDL-C-Werts

Die Analyse der FOURIER-Untergruppe von Patienten mit Nierenerkrankung zeigte, dass die Behandlung mit Evolocumab zu einer konsistenten und robusten Senkung der LDL-C-Spiegel bei allen Patienten unabhängig von der Nierenfunktion führte (58,7 Prozent LDL-C-Reduktion bei Patienten mit Stadium 3 Nierenerkrankung gegenüber 58,2 Prozent LDL-C-Reduktion bei Patienten mit erhaltener Nierenfunktion).

Kardiovaskulärer Tod, Herzinfarkt oder Schlaganfall

Die Behandlung mit Repatha war auch mit einer signifikanten Verringerung des Risikos für die Kombination von kardiovaskulärem Tod, Herzinfarkt oder Schlaganfall in allen Patientensubgruppen unabhängig vom Stadium der Nierenstörung verbunden.

Patienten mit fortgeschrittenerer Nierenkrankheit hatten tendenziell eine stärkere Reduktion des absoluten Risikos für kardiovaskuläre Ereignisse (2,5 Prozent Reduktion des absoluten Risikos bei Patienten mit ≥ Stadium 3 einer Nierenstörung im Vergleich zu 1,7 Prozent absoluter Risikoreduktion bei Patienten mit erhaltener Nierenfunktion im dritten Jahr).
© arznei-news.de – Quellenangabe: Amgen