Fluvoxamin (Fevarin)

AntidepressivaPsychopharmaka

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  • 12.11.2020 Verschlechterung der Krankheit: Studie untersuchte Wirksamkeit von Fluvoxamin vs. Placebo bei ambulanten Patienten mit symptomatischem COVID-19 … zum Artikel

Wirkung, Einsatz

Einordnung unter: Psychoanaleptika, Antidepressiva, Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer.

Fluvoxamin / Fluvoxaminmaleat
Wirkstoffgruppe: Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
Wirkung auf die Psyche: antidepressiv, beruhigend.
Medikament ist zugelassen und wird verkauft in Österreich und Deutschland.

Fluvoxamin wird eingesetzt bei Zwangsstörungen, Depressionen und Angststörungen wie Panikstörung, sozialer Angststörung und posttraumatischer Belastungsstörung; experimentell auch gegen COVID-19.

Medikamente, die den Wirkstoff Fluvoxamin enthalten: Felixsan, Fevarin, Flox-ex, Floxyfral, FluvoHexal, Fluvoxadura, Luvox.

Mögliche Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen:

Sehr häufig bei Fluvoxamin: Übelkeit.

Häufig bei Fluvoxamin: Verstopfung (Obstipation), Bauchschmerzen, Dyspepsie, Magen-Darm-Beschwerden, Diarrhoe, Palpitationen, Schwäche, Somnolenz, Hypokinesie, Nervosität, Angstgefühle, Tremor, Kopfschmerzen, Erbrechen, Mundtrockenheit, Schlaflosigkeit, Benommenheit, Anorexie, Vertigo, Schwitzen, Erregungszustände, Denkstörungen, Unwohlsein, Gewichtszunahme.

Gelegentlich bei Fluvoxamin: Verwirrtheit, orthostatische Hypotonie, Dystonie, Arthralgie, Myalgie, Ataxie, verzögerte Ejakulation, Exanthem, Pruritus.

Selten bei Fluvoxamin: Tachykardie, Leberfunktionsstörungen, extrapyramidales Syndrom, bullöse Dermatosen, Manie, Photosensibilisierung, Krämpfe, Halluzination, Hyponatriämie, Galaktorrhoe, abnorme Blutungen (Ekchymose, Purpura). Nach Absetzen: Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Parästhesien (siehe auch Parästhesie), Angstgefühle. Abruptes Absetzen von Fluvoxamin vermeiden.

Warnhinweise, Gegenanzeigen und Beschränkungen

Gegenanzeigen

Fluvoxamin nicht anwenden bei: Überempfindlichkeit gegen Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Kombination mit MAO-Hemmern. Nicht innerhalb 2 Wochen nach Beendigung einer Therapie mit MAO-Hemmern. Therapie mit MAO-Hemmern erst frühestens 5 Wochen nach Beendigung der Fluvoxamin-Therapie beginnen. Kombination meiden mit Tizanidin: Erhöhung der AUC von Tizanidin auf das 33fache; kontraindiziert.

Anwendungsbeschränkungen

Fluvoxamin nur bedingt anwenden wenn: Alter über 65 Jahre oder unter 18 Jahren. Instabiles Anfallsleiden, Manie/Hypomanie in der Vorgeschichte, akute Herzerkrankung, gleichzeitig Einnahme von oralen Antikoagulantien, AM die die Plättchenfunktion beeinflussen (z.B. atypische Neuroleptika wie Clozapin, Phenothiazin-Derivate, trizyklische Antidepressiva, ASS, NSAR), andere Substanzen die ein Blutungsrisiko erhöhen. Bei bipolarer Störung, Blutungsneigung, akutes Engwinkelglaukom, Exsikkose, Fruktose-Intoleranz…Glukose-Galaktose-Malabsorption…Saccharase-Isomaltase-Mangel (wenn Hilfsstoff Saccharose enthalten ist), Epilepsie (auch in der Vorgeschichte). Blutungen in der Vorgeschichte, Elektrokrampfbehandlung, Leberfunktionsstörungen, Diabetes. Hyponatriämie, Suizidalität.

In der Schwangerschaft: Sorgf. Nutzen-Risiko-Abwägung, wenn nicht sogar kontraindiziert.
Während der Stillzeit: kontraindiziert – vorher Abstillen.

Wechselwirkungen

Folgende Medikamente zeigen Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von Fluvoxamin bzw. der Präparate, die den Wirkstoff enthalten: MAO-Hemmer einschließlich Linezolid.
Arzneimittel, die über CYP1A2, CYP2C und CYP3A4 metabolisiert werden, z.B. TCA (Clomipramin, Imipramin, Amitriptylin), Neuroleptika (Clozapin, Olanzapin), Tacrin, Theophyllin, Methadon, Mexiletin.
Warfarin, Thioridazin, Propanolol, Ropinirol, Phenytoin, Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Carbamazepin, Ciclosporin, oxidat. metabol. Benzodiazepinderivate (z.B. Triazolam, Midazolam, Alprazolam, Diazepam).
Serotonerge Wirkstoffe einschließlich Triptane, Tramadol, SSRI, Johanniskraut.
Lithium, orale Antikoagulantien, Alkohol, coffeinhaltige Getränke.

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