Gilteritinib

Aktualisierte Resultate bei akuter myeloischer Leukämie (AML)

08.12.2015 Astellas hat aktualisierte Daten aus der Phase 1/2 Studie CHRYSALIS mit Gilteritinib (ASP2215) mit Patienten mit rezidivierender oder refraktärer (R/R) akuter myeloischer Leukämie (AML) veröffentlicht.

CHRYSALIS untersuchte die Sicherheit, Verträglichkeit und antileukämische Aktivität des oral zu verabreichenden Hemmers von FLT3 / AXL.

Das Medikament hat seine inhibitorische Aktivität gegen FLT3-interne Tandem-Duplikation (ITD) und Tyrosinkinase-Domäne (TKD) – zwei häufige Formen von FLT3 Mutationen, die bei bis zu ein Drittel der Patienten mit AML vorkommen – demonstriert.

Diese aktualisierte Analyse der Phase 1/2 Studie umfasste 169 Patienten mit FLT3-Mutationen, die mit mindestens 80 mg Gilteritinib behandelt wurden. Eine Gesamtansprechrate 53% (ORR) zeigte sich unabhängig von der vorherigen Therapie. Zusätzlich wurde eine 56% ORR bei Patienten mit FLT3-ITD-Mutation beobachtet, und 48% ORR bei Patienten zuvor mit TKI behandelt. Das mediane Gesamtüberleben betrug etwa 31 Wochen.

Behandlungsbedingte Nebenwirkungen bei mehr als 10% waren Durchfall, Müdigkeit, AST-Anstieg. Grad > 3 QTc-Verlängerung wurde bei 3% der Patienten beobachtet.

Vor kurzem kündigte Astellas die Dosierung des ersten Patienten in der ADMIRAL-Studie an, einer randomisierten Phase-3-Zulassungsstudie mit Gilteritinib versus Salvage-Chemotherapie bei Patienten mit R/R AML. Der primäre Endpunkt der Studie ist das Gesamtüberleben.
© arznei-news.de – Quelle: Astellas, Dez. 2015

Rezidivierte Leukämie: Vielversprechende Resultate

21.06.2017 Das neue Medikament Gilteritinib zeigt sich vielversprechend bei der Behandlung einer der häufigsten und bedrohlichsten Mutationen der akuten myeloischen Leukämie (AML) laut Forschern der Universität Pennsylvania und des Penn’s Abramson Cancer Center.

Die Fms-ähnliche Tyrosinkinase 3 (FLT3) Gen-Mutation ist ein bekannter Prädiktor für AML-Rückfall und ist mit einem kurzem Überleben verknüpft.

Für diese klinische Phase 1/2 Studie bewerteten Studienleiter Dr. Alexander Perl und sein Team Gilteritinib – auch bekannt als ASP2215 – mit steigenden Dosen bei Patienten, deren AML rezidivierte oder nicht mehr auf eine Chemotherapie ansprach.

Dosis und Wirksamkeit

Das Team konzentrierte sich auf die Dosiswerte bei 80 mg und darüber, die mit einer stärkeren Hemmung der FLT3-Mutation und höheren Response-Raten verbunden waren.

Sie fanden, dass diese Dosen mit längerem Überleben verbunden waren. Von den 252 Patienten dieser Studie erhielten 67 eine 120mg Dosis und 100 eine 200mg Dosis.

66 Prozent (191) der Patienten in der Studie hatten eine FLT3-Mutation. Insgesamt zeigten 49 Prozent der Patienten mit FLT3-Mutation ein Ansprechen. Nur 12 Prozent der Patienten, die nicht die Mutation hatten, sprachen auf Gilteritinib an.

Die Tatsache, dass die Response-Rate mit dem Grad der FLT3-Hemmung einherging und so viel niedriger bei Patienten lag, die keine FLT3-Mutation hatten, stimmt die Forscher zuversichtlich, dass das Medikament sein Ziel trifft, sagte Perl.

Verträglichkeit, Nebenwirkungen

Das Medikament war auch allgemein gut verträglich. Die drei häufigsten Nebenwirkungen, die dem Medikament zugeschrieben wurden, waren Durchfall bei 41 Patienten (16 Prozent), Erschöpfung bei 37 (15 Prozent) und abnorme Leberenzymtests bei 33 (13 Prozent).

Diese waren in der Regel leicht und der Abbruch der Behandlung mit Gilteritinib aufgrund der Nebenwirkungen war selten (25 Patienten, 10 Prozent), schreiben die Forscher.
© arznei-news.de – Quelle: The Lancet Oncology, http://dx.doi.org/10.1016/S1470-2045(17)30416-3, Juni 2017

FDA genehmigt Xospata rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie mit einer bestimmten genetischen Mutation

29.11.2018 Die U.S. Food and Drug Administration hat heute Xospata (Gilteritinib) Tabletten für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierender oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (AML) mit einer FLT3-Mutation zugelassen, die durch einen von der FDA zugelassenen Test nachgewiesen wurde.

LeukoStrat CDx FLT3 Mutation Assay

Die FDA genehmigte auch eine erweiterte Indikation für eine Begleitdiagnose, die auch den Einsatz von Xospata umfasst. Der von Invivoscribe Technologies, Inc. entwickelte LeukoStrat CDx FLT3 Mutation Assay wird zum Nachweis der FLT3-Mutation bei Patienten mit AML eingesetzt.

Wirksamkeit

Die Wirksamkeit von Gilteritinib wurde in einer klinischen Studie an 138 Patienten mit rezidivierter oder refraktärer AML mit einer bestätigten FLT3-Mutation untersucht.

21 Prozent der Patienten erreichten eine vollständige Remission (kein Nachweis einer Erkrankung und vollständige Wiederherstellung der Blutwerte) oder eine vollständige Remission mit einer teilweisen hämatologischen Wiederherstellung (kein Nachweis einer Erkrankung und teilweisen Wiederherstellung der Blutwerte) durch die Behandlung.

Von den 106 Patienten, die zu Beginn der Behandlung mit Gilteritinib eine Transfusion mit roten Blutkörperchen oder Blutplättchen benötigten, wurden 31 Prozent für mindestens 56 Tage transfusionsfrei.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen, die von Patienten in klinischen Studien berichtet wurden, waren Muskel- und Gelenkschmerzen (Myalgie/Arthralgie), Müdigkeit und erhöhte Leberenzymwerte (Lebertransaminase).

Den medizinischen Betreuern wird empfohlen, die Patienten auf das posteriore reversible Enzephalopathie-Syndrom (ein Syndrom, das durch Kopfschmerzen, Verwirrung, Anfälle und Sehverlust gekennzeichnet ist), das verlängerte QT-Intervall (ein Herzrhythmuszustand, der schnelle, chaotische Herzschläge verursachen kann) und die Pankreatitis (Entzündung in der Bauchspeicheldrüse) zu überwachen.

Seltene Fälle von Differenzierungssyndrom (Symptome können Fieber, Husten, Atembeschwerden, Flüssigkeit um die Lunge oder das Herz, schnelle Gewichtszunahme, Schwellungen und Nieren- oder Leberfunktionsstörungen sein) wurden bei Patienten unter Gilteritinib beobachtet.

Schwangerschaft, Stillen

Frauen, die schwanger sind oder stillen, sollten Gilteritinib nicht einnehmen, da es einem sich entwickelnden Fötus oder Neugeborenen Schaden zufügen kann.
© arznei-news.de – Quellenangabe: FDA



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