Guanfacin (Intuniv)

ADS und ADHS-Medikamente – Psychopharmaka

News

  • 24.07.2015 EMA-Zulassungsempfehlung bei ADHS … zum Artikel
  • Sept. 2015 Intuniv: Sicher und effektiv in Autismus-Behandlung … zum Artikel
  • 21.09.2015 EU-Zulassung für Intuniv bei ADHS … zum Artikel
  • 01.03.2017 Sicher und verträglich bei Heranwachsenden mit Angststörungen … zum Artikel
  • 20.09.2017 Positive Ergebnisse für Intuniv (verlängerte Freisetzung von Guanfacin-Hydrochlorid) in Phase-3-Studie bei Erwachsenen mit ADHS … zum Artikel

Wirkstoff, Indikation

Guanfacin (Markennamen: Estulic (außer Handel), Tenex und die verlängerte Freisetzungsform Intuniv) ist ein sympatholytisches Medikament zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Bluthochdruck.

Es ist ein selektiver alpha-2A-Rezeptor-Agonist. Diese Rezeptoren sind stark konzentriert im präfrontalen Cortex (PFC) und dem Locus coeruleus, mit dem Potential, die Aufmerksamkeit zu verbessern, die sich aus Wechselwirkungen mit den Rezeptoren ergeben.

Das Medikament ist zugelassen für die Behandlung von ADHS und wird derzeit auch getestet bei der Behandlung von Angststörungen und Autismus (s.dort).

Guanfacin wurde von US Food and Drug Administration (FDA) zur Behandlung von ADHS zugelassen, allein oder mit Stimulanzien zusammen bei für Kindern und Jugendlichen im Alter von 6-17 Jahren.

Es wird auch eingesetzt bzw. erprobt bei folgenden Erkrankungen, Symptomen: Bluthochdruck, Angst, Posttraumatischer Belastungsstörung, Tics und Behandlung von Entzugserscheinungen.

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen sind:

  • Xerostomie (Mundtrockenheit)
  • Somnolenz (Schläfrigkeit)
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Verstopfung
  • Bauchschmerzen

Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Alopezie (Haarausfall)
  • Asthenie (Schwäche)
  • Bradykardie (niedrige Herzfrequenz)
  • Verwirrung
  • gesteigerter Appetit
  • Depression
  • Dermatitis
  • Schwitzen (Schwitzen ohne einen physiologischen Grund)
  • Schwindel
  • Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
  • Dysphagie (nicht in der Lage zu schlucken)
  • Dyspnoe (Lufthunger)
  • Hypokinesie
  • Hypotonie (niedriger Blutdruck)
  • Impotenz
  • Schlaflosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Beinkrämpfe
  • Lethargie
  • Übelkeit
  • Herzflattern
  • Pruritus (Juckreiz)
  • Tachykardie (hohe Herzfrequenz)
  • Schwäche


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