Hodgkin-Lymphom: Daten zu ADCETRIS zeigen Verbesserung des Gesamtüberlebens

ADCETRIS-Kombinationsdaten zeigen statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) bei Patienten mit fortgeschrittenem Hodgkin Lymphom

27.05.2022 Takeda Pharmaceutical und Seagen stellen die Daten zum Gesamtüberleben (OS) aus der klinischen Phase-3-Studie ECHELON-1 zur Kombination ADCETRIS® (Brentuximab vedotin) und Chemotherapie in einer Sitzung auf der 59. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) und auf der 27. Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) vor.

Die Daten der ECHELON-1-Studie zeigen eine statistisch signifikante Verbesserung des Überlebens bei erwachsenen Patienten mit zuvor unbehandeltem klassischen Hodgkin-Lymphom im Stadium III oder IV, die mit ADCETRIS plus Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (A+AVD) gegenüber Doxorubicin, Bleomycin, Vinblastin und Dacarbazin (ABVD) behandelt wurden.

Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von etwa sechs Jahren (73 Monate) war das Sterberisiko bei Patienten, die A+AVD erhielten, um 41 Prozent reduziert (Hazard Ratio [HR]: 0,59; 95 % Konfidenzintervall [CI]: 0,396 bis 0,879), mit einer geschätzten OS-Rate (95 % CI) von 93,9 % (91,6, 95,5) nach 6 Jahren.

Das Sicherheitsprofil von ADCETRIS stimmte mit früheren Studien überein, und es wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet.

Die ECHELON-1-Studie

Die ECHELON-1-Studie, die den Einsatz von ADCETRIS in Kombination mit AVD mit ABVD bei 1.334 Patienten mit zuvor unbehandeltem klassischen Hodgkin-Lymphom im Stadium III oder IV verglich, hatte als primären Endpunkt ein modifiziertes progressionsfreies Überleben (PFS) per Independent Review Facility (IRF). Ein wichtiger sekundärer Endpunkt war das Gesamtüberleben (OS), bei dem es sich um eine ereignisgesteuerte, vorab spezifizierte, Alpha-kontrollierte Analyse in der Intention-to-Treat-Population handelte.

Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:

  • Die Studie erreichte ihren wichtigsten sekundären Endpunkt mit der Kombination von A+AVD, was zu einer statistisch signifikanten Verbesserung des OS im Vergleich zum Kontrollarm mit ABVD führte, wie von einer unabhängigen Prüfstelle (IRF) bewertet (HR 0,59; p-Wert=0,009). Dies entspricht einer Verringerung des Sterberisikos um 41 Prozent.
    • Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 73 Monaten traten in der A+AVD- bzw. ABVD-Gruppe 39 bzw. 64 OS-Ereignisse auf.
    • Die geschätzten Sechs-Jahres-OS-Raten (95 % CI) betrugen 93,9 % (91,6, 95,5) bei A+AVD bzw. 89,4 % (86,6, 91,7) bei ABVD.
    • Subgruppenanalysen bestätigten einen konsistenten Nutzen von A+AVD im Vergleich zu ABVD.
  • Das geschätzte Sechs-Jahres-PFS (95 % CI) lag bei 82,3 % (79,1, 85,0) für A+AVD im Vergleich zu 74,5 % (70,8, 77,7) für ABVD.
  • A+AVD ergab ein überschaubares Sicherheitsprofil, das mit früheren Berichten übereinstimmt.
    • Die behandlungsbedingte periphere Neuropathie bildete sich in beiden Armen weiter zurück oder verbesserte sich, wobei 86 % (379/443) bzw. 87 % (249/286) der Patienten im A+AVD- bzw. ABVD-Arm bis zur letzten Nachuntersuchung entweder vollständig zurückgingen (72 % vs. 79 %) oder sich verbesserten (14 % vs. 8 %).
    • In der A+AVD- gegenüber der ABVD-Gruppe traten weniger Patienten mit Zweitmalignomen auf (23 gegenüber 32).
    • Es wurden keine neuen Sicherheitssignale festgestellt.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Takeda

Weitere Infos / News zu diesem Thema:





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Aus Lesbarkeitsgründen bitte Punkt und Komma nicht vergessen (keine persönlichen Angaben - wie voller Name, Anschrift etc).