Ivosidenib

Akute myeloische Leukämie: Protein-Inhibitor sicher und wirksam mit dauerhaften Remissionen

03.06.2018 Das experimentelle Medikament Ivosidenib, das ein Protein hemmt, welches oft bei mehreren Krebsarten mutiert ist, erwies sich als sicher und führte zu dauerhaften Remissionen in einer Studie mit Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) und rezidivierender oder refraktärer Erkrankung.

Isocitratdehydrogenase 1

Die multizentrische Phase-I-Studie unter der Leitung von Forschern des University of Texas MD Anderson Cancer Center wurde entwickelt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Ivosidenib bei der Behandlung von Patienten mit einer Form von AML zu bestimmen, bei der das Enzym Isocitratdehydrogenase 1 (IDH1) mutiert ist.

IDH1-Mutationen treten bei 6 bis 10 Prozent der AML-Patienten auf. Die Ergebnisse wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht und auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology in Chicago vorgestellt.

In dieser ersten Studie mit Ivosidenib am Menschen, an der Patienten zwischen März 2014 und Mai 2017 teilnahmen, wurde 258 Teilnehmern eine tägliche Dosis des IDH1-Inhibitors verabreicht.

Akzeptable Nebenwirkungen und dauerhafte und tiefe Remissionen

Ivosidenib, wenn es oral als einzelner Wirkstoff verabreicht wurde, war mit akzeptablen Nebenwirkungen verbunden und induzierte dauerhafte und tiefe Remissionen, sagte Dr. Courtney DiNardo.

In der primären Analysekohorte der Studie mit 125 Patienten mit IDH1-rezidivierter oder refraktärer AML, die mit der empfohlenen Tagesdosis von 500 mg behandelt wurden, führte Ivosidenib zu einer Gesamtansprechrate von 41,6 Prozent und einer vollständigen Remissionsrate von 21,6 Prozent.

Die Studie berichtete auch, dass 30,4 Prozent dieser 125 Patienten in kompletter Remission waren, aber die Blutwerte nicht vollständig wiederhergestellt wurden.

Die Gesamtüberlebensrate betrug 50,1 Prozent nach 18 Monaten, verglichen mit einem historischen Gesamtüberleben von weniger als fünf Monaten bei Patienten mit rezidivierter AML und zwei früheren Therapien.
© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine – DOI: 10.1056/NEJMoa1716984



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