Kann 7-Methylxanthin Myopie-Fortschreiten verlangsamen?

Verringerung des Fortschreitens der Myopie (Kurzsichtigkeit) und der Achsenverlängerung bei Kindern verbunden mit Behandlung mit Koffeinmetaboliten 7-Methylxanthin

Kann 7-Methylxanthin Myopie-Fortschreiten verlangsamen?

24.08.2022 Bei kurzsichtigen Kindern wird der Koffein-Metabolit 7-Methylxanthin (7-MX) mit einem geringeren Fortschreiten der Myopie und einer geringeren Achsenverlängerung in Verbindung gebracht. Dies geht aus einer im British Journal of Ophthalmology veröffentlichten Studie hervor.

Dr. Klaus Trier von den Trier Research Laboratories in Hellerup, Dänemark, und seine Kollegen untersuchten die Rate des Fortschreitens der Myopie bei 711 kurzsichtigen Kindern aus Dänemark, die mit unterschiedlichen Dosen von oralem 7-Methylxanthin (0 bis 1.200 mg/Tag) behandelt wurden. Das Durchschnittsalter betrug zu Beginn der Studie 11,1 Jahre, und die Kinder wurden durchschnittlich 3,6 Jahre lang beobachtet.

  • Die Forscher stellten fest, dass die Myopie im Durchschnitt um 1,34 Dioptrien (D) zunahm.
  • Die 7-MX-Behandlung ging mit einer geringeren Rate der Myopieprogression und Achsenverlängerung einher.
  • Die Analyse der Daten ergab, dass ein 11-jähriges Kind, das täglich 1.000 mg 7-MX erhielt, in den folgenden sechs Jahren im Durchschnitt eine Myopie von -1,43 D entwickeln würde, verglichen mit -2,27 D ohne Behandlung.
  • Im Laufe von sechs Jahren würde bei diesem Kind die Achsenlänge bei einer täglichen Dosis von 1.000 mg 7-Methylxanthin um 0,84 mm zunehmen, im Vergleich zu 1,01 mm ohne Behandlung.
  • Es gab keine Berichte über unerwünschte Wirkungen der 7-MX-Therapie.

„Das Studiendesign ließ nur den Schluss zu, dass eine erhöhte Dosis von 7-MX mit einer verlangsamten Myopieprogression und Achsenverlängerung verbunden war“, schreiben die Autoren. „Die Frage der Kausalität und das Ausmaß eines möglichen Behandlungseffekts kann nur durch eine randomisierte Studie geklärt werden.“

© arznei-news.de – Quellenangabe: British Journal of Ophthalmology Published Online First: 22 August 2022. doi: 10.1136/bjo-2021-320920





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