Kortikosteroid-Injektionen können Knie-Arthrose verschlimmern

Kortikosteroide stehen im Zusammenhang mit dem Fortschreiten der Kniearthrose auf der Grundlage von Magnetresonanztomographie-Scores für das gesamte Organ, KL-Grad

Kortikosteroid-Injektionen können Knie-Arthrose verschlimmern

01.12.2022 Kortikosteroid-Injektionen scheinen mit dem Fortschreiten der Kniearthrose in Verbindung zu stehen. Dies geht aus zwei Studien hervor, die auf der Jahrestagung der Radiological Society of North America in Chicago vorgestellt wurden.

Dr. Upasana Upadhyay Bharadwaj von der University of California in San Francisco und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen der Art der intraartikulären Knieinjektion und dem Fortschreiten der Kniearthrose anhand von Ganzorgan-Magnetresonanztomographie-Scores (WORMS) über zwei Jahre. Berücksichtigt wurden die Daten von Teilnehmern der Osteoarthritis Initiative, die eine einzelne Injektion mit Kortikosteroid, Hyaluronsäure oder einer Kontrollsubstanz erhalten hatten (acht, 12 bzw. 40 Teilnehmer).

  • Die Forscher beobachteten einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Kortikosteroid-Injektion und dem Fortschreiten der WORMS über zwei Jahre nach der Injektion für das Knie insgesamt, den lateralen Meniskus und Knorpel sowie den medialen Knorpel.
  • Es wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischen Hyaluronsäure und dem Fortschreiten des WORMS nach der Injektion über zwei Jahre hinweg festgestellt.

In einer zweiten Studie führten Azad Darbandi von der Chicago Medical School der Rosalind Franklin University of Medicine and Science und Kollegen eine Fall-Kontroll-Studie durch, um das radiologische Fortschreiten der Arthrose bei Kortikosteroid-, Hyaluronsäure- und Kontrollpatienten zu vergleichen. Fünfzig Patienten pro Gruppe wurden im Hinblick auf Störfaktoren abgeglichen und in die Analyse einbezogen.

  • Die Forscher fanden heraus, dass nach 48 Monaten der durchschnittliche Kellgren-Lawrence-Grad (KL) in der Kortikosteroid-, Hyaluronsäure- bzw. Kontrollgruppe 2,79 ± 0,832, 2,11 ± 1,35 bzw. 2,37 ± 1,202 betrug.
  • Der gruppeninterne Vergleich zeigte einen signifikanten Unterschied im KL-Grad zwischen Kortikosteroid und Hyaluronsäure bzw. der Kontrollgruppe.
  • Signifikante Unterschiede wurden auch bei der Verengung des medialen Gelenkspalts in der Kortikosteroidgruppe gegenüber der Kontrollgruppe festgestellt.

„Die Ergebnisse legen nahe, dass Hyaluronsäure-Injektionen für die Behandlung von Kniearthrose-Symptomen weiter erforscht werden sollten und dass Steroid-Injektionen mit größerer Vorsicht eingesetzt werden sollten“, sagte Darbandi in einer Erklärung.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Radiological Society of North America

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