Unterstützen Sie bitte Arznei-News durch eine Spende (und lesen Sie werbefrei).

Pegloticase (Krystexxa)

Gichtmittel

News zu Pegloticase

EU-Genehmigung für Behandlung von schwerer Gicht

Wirkstoff Pegloticase: Die Europäische Kommission hat das Arzneimittel Krystexxa zur Behandlung von schwerer chronischer Gicht mit Bildung von
Gichtknoten bei erwachsenen Patienten zugelassen.

Indikation von Krystexxa

EMA
EMA (Symbolbild)

Krystexxa ist ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Es soll nur angewendet werden, wenn sich der Harnsäurespiegel nicht durch herkömmliche Arzneimittel (Xanthinoxidase-Inhibitoren) einstellen lässt oder die Patienten mit anderen Arzneimittel nicht behandelt werden können.

Wirksamkeit

Krystexxa zeigte in zwei Hauptstudien mit 225 Patienten, die unter schwerer Gicht litten, folgende Befunde:

  • es senkte den Harnsäurespiegel rasch;
  • innnerhalb weniger Wochen verringerte sich die Wirksamkeit bei über der Hälfte der Patienten;
  • 42 % der Studienteilnehmer, denen Krystexxa alle zwei Wochen gegeben wurde, zeigten anhaltende Reaktionen;
  • 35 % der Patienten, denen Krytexxa alle vier Wochen gegeben wurde, zeigten anhaltende Reaktionen;
  • Placebos zeigten bei keinem Studienteilnehmer eine Reaktion;
  • es kam zu weniger Infusionsreaktionen bei der Verabreichung alle zwei Wochen.

Nebenwirkungen von Krystexxa / Pegloticase

Bei den Studien traten folgende sehr häufige schwerwiegende Nebenwirkungen bzw. unerwünschte Wirkungen bei Verabreichung von Pegloticase bzw. Krystexxa auf:

  • Anaphylaxie,
  • Infusionsreaktionen,
  • akute Gichtanfälle (Verschlimmerung der Gicht-Symptome).

Die vollständigen Nebenwirkungen sind dem Beipackzettel zu entnehmen.

Gegenanzeigen bzw. Kontraindikation bei Pegloticase

Es besteht eine Kontraindikation für:

  • Personen, die auf Pegloticase bzw. einen anderen Inhaltsstoff von Krystexxa allergisch reagieren.
  • Personen, die einen Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase(G6PD)-Mangel (Favismus) oder eine ähnliche Störung haben.

© arznei-news.de – Quelle: European Medicines Agency, Feb. 2013





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

Welche Erfahrung haben Sie mit diesem Medikament gemacht, oder haben Sie eine Frage dazu?

Hat das Medikament geholfen (Dosierung, Dauer der Anwendung)? Was hat sich verbessert/verschlechtert? Welche Nebenwirkungen haben Sie bemerkt?


Aus Lesbarkeitsgründen bitte Punkt und Komma nicht vergessen. Vermeiden Sie unangemessene Sprache, Werbung, themenfremde Inhalte. Danke.