Litifilimab bei kutanem Lupus erythematodes

Positive Phase-2-Daten zu Litifilimab (BIIB059) bei kutanem Lupus erythematodes

Litifilimab bei kutanem Lupus erythematodes

02.08.2022 Laut Biogen hat das New England Journal of Medicine (NEJM) positive Ergebnisse aus dem kutanen Lupus erythematodes (CLE) Teil der zweiteiligen Phase 2 LILAC-Studie (Teil B) zur Untersuchung von Litifilimab (bekannt als BIIB059), einem Forschungsmedikament zur Behandlung von Lupus, veröffentlicht. Litifilimab hat seinen primären Endpunkt erreicht, indem es bei der Verringerung der Hautkrankheitsaktivität eine höhere Wirksamkeit als Placebo zeigte.

Biogen hat Litifilimab in die späte Entwicklungsphase gebracht und rekrutiert derzeit aktiv Teilnehmer mit systemischem Lupus erythematodes für die Phase-3-Studien TOPAZ-1 und TOPAZ-2, wobei geplant ist, in diesem Jahr eine zulassungsrelevante Studie zu kutanem Lupus erythematodes zu beginnen. Litifilimab verfügt über einen neuartigen Wirkmechanismus, der auf das blutdendritische Zellantigen 2 (BDCA2) einwirkt, einen Rezeptor, der ausschließlich auf der Oberfläche plasmazytoider dendritischer Zellen exprimiert wird, was zu einer verringerten Produktion von Interferonen, Zytokinen und Chemokinen des Typs 1 am Ort der Entzündung, z. B. der Haut, führt.

Die Ergebnisse der Phase-2-Studie LILAC Teil B

LILAC war eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie, in der die Wirksamkeit und Sicherheit von Litifilimab gegenüber Placebo in zwei Teilen untersucht wurde: Teil A bei Teilnehmern mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) mit aktiven Gelenk- und Hautmanifestationen; und Teil B bei Teilnehmern mit mittelschwerem bis schwerem aktiven kutanen Lupus erythematodes (CLE), einschließlich aktiver subakuter und chronischer Subtypen, mit oder ohne systemische Manifestationen.

Sowohl Teil A als auch Teil B der Studie erreichten ihre jeweiligen primären Endpunkte, wobei Litifilimab gegenüber Placebo eine überlegene Wirksamkeit bei der Reduzierung der Gesamtzahl aktiver Gelenke und der Verbesserung der Krankheitsaktivität der Haut bei Teilnehmern mit SLE bzw. CLE zeigte.

Teil B der LILAC-Studie untersuchte mehrere Dosen von Litifilimab oder Placebo bei Teilnehmern mit aktiver, histologisch bestätigter CLE. Die primäre Analyse umfasste einen Dosis-Wirkungs-Test, um festzustellen, ob es ein Ansprechen bei allen vier Dosisgruppen (Placebo, 50, 150 oder 450 mg Litifilimab, subkutan verabreicht in den Wochen 0, 2, 4, 8 und 12) auf der Grundlage des primären Endpunkts der Hautkrankheitsaktivität gab. Diese Phase-2-Studie war nicht für die Bewertung sekundärer Endpunkte ausgelegt.

Die LILAC-Studienpopulation in Teil B war repräsentativ für die breitere CLE-Patientenpopulation, wobei etwa 10 Prozent der Teilnehmer, die ihre Rasse und ethnische Zugehörigkeit angaben, sich als Schwarze oder Afroamerikaner identifizierten. In Teil B zeigte Litifilimab eine signifikante Dosis-Wirkungs-Beziehung, basierend auf der prozentualen Veränderung des CLASI-A-Scores (primärer Endpunkt), einem Maß für die Krankheitsaktivität der Haut, in Woche 16 gegenüber dem Ausgangswert.

In Teil B wurde Litifilimab im Allgemeinen gut vertragen, wobei die meisten berichteten unerwünschten Ereignisse (UE) als leicht oder mittelschwer eingestuft wurden. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse, die bei ≥5 % der Teilnehmer in den gepoolten Litifilimab-Gruppen auftraten, waren Nasopharyngitis, Kopfschmerzen, Erytheme an der Injektionsstelle, SLE, Arthralgie, Infektionen der oberen Atemwege, Grippe, Juckreiz und Husten.

Detaillierte Ergebnisse zu Teil A der LILAC-Studie, an der Teilnehmer mit SLE mit aktiven Gelenk- und Hautmanifestationen teilnahmen, werden separat in einer von Fachleuten begutachteten Zeitschrift veröffentlicht, schreibt Biogen.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Biogen





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