Lonafarnib

Lonafarnib ist ein Farnesyltransferase-Inhibitor (FTI), der sich in der Entwicklung für die Behandlung von Hepatitis Delta Virus Infektion befindet.

Phase-2-Studien-Resultate bei HDV-infizierten Patienten

20.07.2015 Die Studie der National Institutes of Health (NIH) Klinik in Bethesda, Maryland untersuchte zwei Dosen Lonafarnib: 100 mg 2x täglich und 200 mg 2x täglich für 4 Wochen.

„Das NIH Clinical Center hat eine Studie abgeschlossen, die mit erheblichen Auswirkungen auf die Behandlung der chronischen Hepatitis D, die häufig zu Leberzirrhose und anderen lebensbedrohlichen Bedingungen führt, einhergehen“, sagte Theo Heller von der NIH.

„Dies ist die erste Studie zur Bewertung von Lonafarnib bei Patienten infiziert mit HDV und wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen“, sagte David Cory von Eiger Biopharmaceuticals.lonafarnib

Die Resultate der in der Zeitschrift The Lancet Infectious Diseases veröffentlichten Studie zeigte, dass die HDV-RNA-Viruslast nach der 4-wöchigen Behandlung mit Lonafarnib im Vergleich zu Placebo gesenkt wurde.

Wobei sich ein statistisch signifikanter dosisabhängiger Unterschied bei der Reduktion der HDV-RNA-Viren zwischen 100 mg 2x täglich und 200 mg 2x täglich Dosen im Vergleich zu Placebo beobachtet wurde.

Der Rückgang der HDV-RNA-Viruslast stand signifikant mit dem Lonafarnib-Serumspiegel im Zusammenhang, und liefert damit einen weiteren Beleg für die antivirale Aktivität des Wirkstoffes bei chronischer HDV. In der Studie wurde das Medikament im Allgemeinen gut vertragen, wobei die häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen im Magen-Darm-Bereich auftraten.
© arznei-news.de – Quelle: Eiger Biopharmaceuticals, Juli 2015

HGPS: Senkt Sterblichkeit bei Hutchinson-Gilford-Syndrom (Progerie)

29.04.2018 Lonafarnib Monotherapie ist mit einer geringeren Mortalität bei Patienten mit Hutchinson-Gilford-Syndrom (HGPS – Progerie) verbunden laut einer im Journal of the American Medical Association veröffentlichten Studie.

Dr. Leslie B. Gordon vom Hasbro Children’s Hospital in Providence, R.I. und Kollegen verglichen gleichzeitig unbehandelte Patienten mit HGPS mit behandelten Patienten (nach Alter, Geschlecht und Kontinent des Wohnsitzes abgestimmt). Die Behandlungsgruppen umfassten Patienten aus zwei klinischen Studien an einem einzigen Ort (27 und 36 Patienten); die Patienten erhielten zweimal täglich orales Lonafarnib. Unbehandelte Patienten stammten aus einer separaten natürlichen vorherigen Studie und hatten keine klinischen Studienmedikamente erhalten.

Sterblichkeit, Mortalität

Die Patienten wurden über einen Median von 2,2 Jahren behandelt. Die Forscher fanden heraus, dass die Haupttodesursache Herzinsuffizienz war (79,4 Prozent), wenn sie identifiziert wurde.

Ein Todesfall (3,7 Prozent) trat bei den 27 Patienten in der ersten Studiengruppe auf; bei den 27 Patienten in der gleichen unbehandelten Gruppe gab es neun Todesfälle (33,3 Prozent).

Die Sterblichkeitsrate war im Zusammenhang mit der Behandlung geringer (Hazard Ratio 0,12). In der kombinierten Kohorte gab es vier Todesfälle (6,3 Prozent) und 17 Todesfälle (27 Prozent) unter den 63 Patienten in den behandelten und 63 Patienten in den entsprechenden unbehandelten Gruppen (Hazard Ratio 0,23).

Unter den Patienten mit HGPS war die Monotherapie mit Lonafarnib – verglichen mit Patienten, die nicht behandelt wurden – mit einer niedrigeren Sterblichkeitsrate nach 2,2 Jahren Follow-up verbunden, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA. 2018;319(16):1687-1695. doi:10.1001/jama.2018.3264



Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu “Lonafarnib

  1. sind resistenzen zu erwarten, vergleichbar mit interferon ?kann man mit dem Produkt den täglichen Anforderungen gerecht werden ?

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