Loxapin (Adasuve)

Neuroleptika / AntipsychotikaPsychopharmaka

Antipsychotikum Adasuve bekommt EU Zulassung

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Indikation / Wirkweise

Loxapin ist ein typisches Antipsychotikum, vorwiegend eingesetzt bei der Behandlung von leichter bis krankhafter Unruhe (Agitiertheit) bei Schizophrenie oder bipolarer Störung.

Es gehört zur Gruppe der Dibenzoxazepine und ist strukturell verwandt mit Clozapin (welches auch zur Gruppe der sehr ähnlichen Dibenzodiazepinen gehört).

Der ATC-Code von Loxapin ist: N05AH01: N – Nervensystem, N05 – Psycholeptika, N05A – Antipsychotika, N05AH – Diazepine, Oxazepine, Thiazepine und Oxepine.

Handelsnamen von Loxapin sind Loxapac und Loxitane; die inhalierbare Form heißt Adasuve.

Mögliche Nebenwirkungen von Loxapin

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind Sedierung, Störungen des Geschmacksempfinden, Schwindelgefühle, Reizung des Rachens und Trockenheit im Mund.

Die bedeutsamsten Nebenwirkungen von Loxapin sind übermäßiger Speichelfluss (Hypersalivation) und Gleichgültigkeit gegenüber der Umgebung. Das Neuroleptikum verursacht bei Personen ohne Schizophrenie, emotionale Ruhigstellung und Unempfindlichkeit. Bei Personen mit Psychose kann es zu aggressiven Verhalten und Unruhe kommen, und den Schweregrad von Halluzinationen und Wahnvorstellungen reduzieren.

Andere Nebenwirkungen sind:

  • Spätdyskinesie,
  • malignes Neuroleptika-Syndrom,
  • extrapyramidale Nebenwirkungen,
  • Tremor,
  • Gynäkomastie und
  • Ruhigstellung.

Gegenanzeigen/Kontraindikation bei Loxapin

Loxapin ist kontraindiziert bei

  • komatösen oder schwerwiegenden medikamenteninduzierten depressiven Zuständen (Alkohol, Barbiturate, Rauschgifte usw.);
  • bei Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Dibenzoxazepinen.

Es hat seltene Berichte über signifikante Atemdepression, Stupor und/oder Hypotonie bei begleitender Verwendung von Loxapin und Lorazepam gegeben.

Das Risiko in Verbindung mit ZNS aktiven Medikamenten ist nicht systematisch untersucht worden. Deshalb wird Vorsicht angeraten, wenn die gleichzeitige Behandlung von Loxapin und einen ZNS aktiven Medikament erforderlich ist.

Antipsychotikum Adasuve bekommt EU Zulassung

Wirkstoff Loxapin: Alexza Pharmaceuticals aus den USA und Partner Ferrer haben die Genehmigung für das inhalierbare Neuroleptikum Adasuve von der europäischen Kommission erhalten.

Adasuve bei Schizophrenie und Bipolare Störung

Die Europäische Kommission hat die Berechtigung zur Vermarktung von Adasuve (mit der aktiven Substanz Loxapin) für die schnelle Kontrolle von leichter bis moderater Agitation bei Erwachsenen mit Schizophrenie oder bipolarer Störung gewährt.

Wirksamkeit

Die Genehmigung wurde auf der Grundlage von zwei Phase III Studien erteilt. Die Loxapin Studien mit über 650 Patienten zeigten, dass das Antipsychotikum statistisch bedeutende Reduktionen der Agitation erreichte, verglichen mit einem Placebo.

Die Genehmigung erfordert, dass Patienten reguläre Behandlung sofort nach der Kontrolle der akuten Erregungssymptome erhalten, und dass Adasuve nur im Krankenhaus verabreicht wird. Auch sollte ein schnell wirkender Beta-Agonist Bronchodilator verabreicht werden können, im Falle von schwerwiegenden Atemwegsnebenwirkungen.

Erstes nicht zu injizierendes Antipsychotikum

Alexza Chief Executive Thomas King bemerkte, dass Adasuve das erste genehmigte nicht zu injizierende Medikament für diese Indikation ist, und führt weiter aus, dass es auf beiden Seiten des Atlantiks im dritten Quartal eingeführt wird – die US-Genehmigung war im Dezember gewährt worden.

Spaniens Ferrer hat die Adasuve Rechte für Europa, Lateinamerika und Russland. Jordi Ramental von Ferrer sagte, dass der Fokus bei der EU-Einführung auf Deutschland und Österreich im Jahr 2013 liegen wird.

© arznei-news.de – Quelle: alexza.com, Feb. 2013

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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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