Methylphenidat bei Schädel-Hirn-Trauma

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Kombination mit kognitiver Verhaltensrehabilitation verbessert kognitive Ergebnisse bei SHT

28.11.2016 Eine Kombination des Stimulans und bei ADHS eingesetzten Medikaments Methylphenidat (Handelsnamen sind u.a. Concerta, Equasym, Medikinet, Ritalin) mit einem als Kognitive und Verhaltensrehabilitation bekannten Behandlungsverfahren zeigte vielversprechende Resultate bei der Behandlung von Menschen, die unter anhaltenden kognitiven Problemen in Folge eines Schädel-Hirn-Traumas litten.

Kombination mit kognitiven Therapien

Die Forscher der Indiana Universität verglichen die Wirksamkeit zweier Formen von kognitiver Therapie mit und ohne den Einsatz von Methylphenidat.

Die 71 Teilnehmer der sechswöchigen Studie waren Erwachsene, die mindestens unter einer leichten traumatischen Gehirnverletzung litten – ein Schlag gegen den Kopf mit einer Veränderung des Bewusstseins – für mindestens vier Monate vor dem Start des Programms, und die immer noch über kognitive Probleme klagten, oder die kognitive Probleme in den Tests zeigten.

Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen geteilt: die beiden kognitiven Therapien:

  1. Memory and Attention Adaptation Training (MAAT; ein Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstraining; wird auch bei Patientinnen nach einer Brustkrebs-Chemotherapie mit sogenanntem Chemohirn eingesetzt) und
  2. Attention Builders Training (ABT; wird von der Studienleiterin Dr. Brenna McDonald eher als ‚drill and practice‘ Ansatz eingestuft: mit wiederholten Übungen werden bestimmte Fähigkeiten trainiert)

plus Methylphenidat oder Placebo.

Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstraining + Ritalin am wirksamsten

Nach sechs Wochen stellten die Forscher fest, dass die Teilnehmer in der MAAT-Ritalin-Gruppe deutlich bessere Resultate bei Aufmerksamkeit, episodischem und Arbeitsgedächtnis bzw. beim Wortlisten-Lernen, non-verbalen Lernen und bei Tests der Aufmerksamkeits- und Exekutivfunktionen zeigten, sagte McDonald.

Die Ergebnisse sind vielversprechend, sagte McDonalds im Fachblatt Neuropsychopharmacology, müssen aber noch in einer Studie mit mehr Teilnehmern wiederholt werden.

Es hat bereits einige kleine Studien gegeben, die nahelegen, dass Methylphenidat bei der Wiederherstellung von Aufmerksamkeits- und Exekutivfunktionen nach Schädel-Hirn-Traumata helfen könnten – dies ist auch einleuchtend, sagte die klinische Psychologin, weil es verwendet wird, um Aufmerksamkeit und Konzentration zu verbessern.

Aber dies war die erste Studie, die das Medikament in Kombination mit einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren bei der Behandlung von Patienten mit Schädel-Hirn-Traumata untersucht hat, sagte sie.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Indiana Universität, Neuropsychopharmacology – doi:10.1038/npp.2016.261; Nov. 2016

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