Nefazodon

Wirkung, Anwendung

Einordnung unter: Psychoanaleptikum, Antidepressivum, Phenylpiperazin.
Wirkstoff: Nefazodon
Wirkung auf die Psyche: antidepressiv. Es wird zu den atypischen Antidepressiva gezählt.
Medikament ist nicht mehr auf dem Markt.

Handelsnamen waren Nefadar, Dutonin,

Mögliche Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen: Erfahrungen mit Nefazodon in Langzeitanwendung sind noch sehr beschränkt. Erkenntnisse bis jetzt:

Häufig: Schläfrigkeit, Brechreiz, Schwindel, Mundtrockenheit, verschwommenes Sehen, andere Sehstörungen.

Seltener: Haarausfall, Entzugserscheinungen, Hypoglykämie, sexu. Störungen.

Einzelfälle: fulminantes Leberversagen – hepatotoxische Wirkungen: Erhöhung der Leberenzyme (wie ALT, AST, 8-GT und AP) bis zur hepatischen Nekrose ( Verdacht auf eine Leberschädigung Abbruch der Therapie mit Nefazodon) – Symptome: Übelkeit, Anorexie, Müdigkeit, Schwindel, abdominale Schmerzen, Erbrechen, Aszites, entfärbter Stuhl, Pruritus, dunkel gefärbter Urin, Gewichtsverlust, Konfusion, Muskelschmerzen, Hautausschläge, Gelbsucht, Enzephalopathie, hepatisches Koma.

Gegenanzeigen und Beschränkungen

Gegenanzeigen

Nefazodon nicht anwenden bei: Alter unter 18 Jahren, Kombination meiden mit Astemizol, Cisaprid, Fluoxetin, Terfenadin. Leberschaden – Nefazodon-bedingter in der Vorgeschichte. MAO-A-Hemmer (irreversible)-Einnahme – nicht kombinieren, nicht innerhalb von 2 Wochen nach Therapie mit MAO-Hemmer verwenden sowie MAO-Hemmer frühestens 1 Woche nach Absetzen von Nefazodon einnehmen. Operation – vor OP absetzen, da Erfahrungen zu Einfluss auf Allgemeinanästhesie fehlen. Überempfindlichkeit gegen Nefazodon bzw. andere Antidepressiva vom Phenylpiperazintyp wie Trazodon sowie einen der der sonstigen Bestandteile.

Anwendungsbeschränkungen

Nefazodon nur bedingt anwenden bei: Alter über 65 Jahre, Angina pectoris und andere kardiovaskuläre Erkrankungen, instabile Angina pectoris, Elektrokrampftherapie, Epilepsie, Exsikkose, Herzinfarkt in der Vorgeschichte, akuter Herzinfarkt. Leberinsuffizienz – schwere Leberschädigung unter Nefazodon beschrieben, niedrig dosieren. Leberzirrhose, Manie, Schlaganfall, Suizidalität.

In der Schwangerschaft: kontraindiziert.
Während der Stillzeit: kontraindiziert.





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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