Risiken und Nutzen von niedrig-dosiertem Aspirin

Studie untersuchte Risiken und Nutzen von niedrig-dosiertem Aspirin

03.06.2020 Niedrig dosiertes Aspirin (Wirkstoff Acetylsalicylsäure) senkt signifikant das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöht jedoch das Risiko für Blutungen laut einer im British Journal of Clinical Pharmacology veröffentlichten Forschungsarbeit.

Die Studienautoren um Nicola Veronese vom E.O. Galliera Hospital, Genua, Italien, führten die Überprüfung durch, weil das generelle Gleichgewicht zwischen Risiken und Nutzen bei der Einnahme von Aspirin unklar geblieben sei. Das Team fasste Informationen aus Analysen aller relevanten Beobachtungsstudien und randomisierten kontrollierten Studien zusammen.

Nutzen

Die Einnahme von niedrig dosiertem Aspirin war bei Menschen ohne kardiovaskuläre Erkrankungen mit einer 17% geringeren Auftretenshäufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse (wie nicht-tödliche Herzinfarkte, nicht-tödliche Schlaganfälle oder kardiovaskulär bedingte Todesfälle) verbunden.

Risiken

Eine niedrig dosierte Aspirin-Einnahme war aber auch mit einem 47% höheren Risiko für gastrointestinale Blutungen und einem 34% höheren Risiko für intrakranielle Blutungen verknüpft.

Diese Risiken und Nutzen müssen in formellen Entscheidungsanalysen gewichtet werden, um den Aspirin-Einsatz in der Primärprävention zu steuern, sagte Mitautor Lee Smith, von der Anglia Ruskin University in Grossbritannien.

Die Autoren stellten fest, dass, obwohl viele Dutzende von gesundheitlichen Auswirkungen neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Blutungen untersucht wurden, die Evidenz für diese nach wie vor schwach ist und daher bei der Entscheidung über den Einsatz niedrig dosierten Aspirins keine wesentliche Rolle spielen sollte.
© arznei-news.de – Quellenangabe: British Journal of Clinical Pharmacology – https://doi.org/10.1111/bcp.14310.

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