Nirsevimab

Nirsevimab reduzierte Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) und Krankenhausaufenthalte bei Frühgeborenen in Phase IIb Studie

30.07.2020 Nirsevimab zeigte in einer Phase-IIb-Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, einen signifikanten Rückgang der medizinisch betreuten Infektionen der unteren Atemwege (LRTI) und der durch das Respiratory Syncytial Virus (RSV, Respiratorisches Synzytial-Virus) verursachten Krankenhausaufenthalte bei gesunden Frühgeborenen.

Die Studie zeigt laut AstraZeneca zum ersten Mal, dass eine Einzeldosis monoklonaler Antikörper (mAb) bei Säuglingen während der gesamten RSV-Saison zu einer signifikanten Verringerung des medizinisch betreuten RSV-LRTI, einschließlich Bronchiolitis und Lungenentzündung, führen kann.

Nirsevimab ist ein RSV mAb mit verlängerter Halbwertszeit, der von AstraZeneca und Sanofi als passive Immunisierung entwickelt wird und das Potenzial hat, Säuglingen direkt Immunität zu verleihen und einen sofortigen Schutz gegen RSV zu bieten.

Wirksamkeit

Was den primären Endpunkt betrifft, so erzielte Nirsevimab eine statistisch signifikante 70,1%ige Verringerung der unter ärztlicher Aufsicht verabreichten RSV-LRTI im Vergleich zu Plazebo über einen Zeitraum von 150 Tagen nach der Verabreichung.

Beim sekundären Wirksamkeitsendpunkt erreichte Nirsevimab eine 78,4%ige relative Verringerung der Inzidenz von Krankenhausaufenthalten aufgrund von RSV-LRTI im Vergleich zu Plazebo bis 150 Tage nach der Verabreichung.

Sicherheit

Das Sicherheitsprofil von Nirsevimab war ähnlich wie das von Placebo, wobei keine nennenswerten Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet wurden.

Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden bei 11,2% der Nirsevimab- und 16,9% der Placebo-Teilnehmer beobachtet, wobei keines dieser Ereignisse als im Zusammenhang mit Nirsevimab stehend betrachtet wurde.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AstraZeneca.



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