Empagliflozin (Jardiance)

Empagliflozin ist ein SGLT2-Hemmer und es wurde von der Firma Boehringer Ingelheim International GmbH ein Zulassungsantrag für die Behandlung von Diabetes mellitus Typ II bei der EMA eingereicht. ATC-Code ist A10BX12. Markenname ist Jardiance.

Diabetes Typ II: Zulassung in Europa

Das CHMP (Committee for Medicinal Products for Human Use) der Europäischen Zulassungsbehörde empfiehlt, Jardiance mit dem Wirkstoff Empagliflozin (10 mg und 25 mg Tabletten) für die Behandlung von Typ 2 Diabetes mellitus zuzulassen.

Indikationempagliflozin - Jardiance bei Diabetes Typ II

Die Indikation würde lauten: Jardiance ist indiziert für die Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus, um die Blutzuckerkontrolle bei Erwachsenen zu verbessern, als:

Monotherapie, wenn Diät und Bewegung allein nicht ausreichen, um eine ausreichende Blutzuckerkontrolle bei den Patienten zu erreichen, die Metformin nicht nehmen können;

In Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln, einschließlich Insulin, wenn diese zusammen mit Diät und Bewegung keine ausreichende Blutzuckerkontrolle leisten können.

Der Antragsteller für Empagliflozin ist die Firma Boehringer Ingelheim International GmbH.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Empagliflozin sind

  • Hypoglykämie (in Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin),
  • Genital-und Harnwegsinfektionen,
  • Juckreiz und
  • vermehrtes Wasserlassen.

Ein Pharmakovigilanz-Plan für Jardiance soll als Teil der Zulassung implementiert werden.

Zulassung für Empagliflozin in Europa

Die Europäische Kommission hat Jardiance von Boehringer Ingelheim und Eli Lilly in Europa zur Behandlung von Diabetes Typ II genehmigt.

Jardiance (mit der aktiven Substanz Empagliflozin) gehört zu der neuen Natrium-Glucose-Co-Transporter 2 (SGLT2) Inhibitor Klasse und ist eine einmal täglich einzunehmende Tablette. Das Medikament kann allein eingesetzt werden, wenn Metformin nicht geeignet ist, oder zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Medikamenten wie Insulin.

Wirksamkeit

Die Zulassung basiert auf einem klinischen Studienprogramm, an dem mehr als 13.000 Patienten beteiligt waren. Die Ergebnisse zeigten, dass Empagliflozin 10 und 25 mg eine signifikante Senkung des Blutzuckerspiegels und eine klinisch relevante Senkung des Körpergewichts und Blutdrucks mit sich brachte.

Es gibt viel Interesse an SGLT2-Inhibitoren, die überschüssige Glukose über den Urin – durch die Hemmung der Glukose Re-Absorption durch die Niere – entfernen.

© arznei-news.de – Quelle: EMA, März 2014; Boehringer Ingelheim und Eli Lilly, Mai 2014

Diabetes-Medikament verringert kardiovaskuläre Todesfälle

18.09.2015 Eli Lillys und Boehringer Ingelheims Jardiance ist das erste Diabetes-Medikament, das eine signifikante Reduktion der kardiovaskulären Todesfälle in einer dedizierten Ergebnisstudie zeigt.

Laut der 7.000-plus Patienten Studie EMPA-REG OUTCOME verringerte der Wirkstoff Empagliflozin das Risiko kardiovaskulärer Sterblichkeit deutlich um 38%, wenn das Medikament einer Standardtherapie bei Typ II Diabetikern mit hohem Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse zusätzlich gegeben wurde.

Das einmal täglich zu verabreichende Medikament reduzierte auch das Gesamtrisiko für einen nicht-tödlichen Herzinfarkt oder Schlaganfall oder Tod durch kardiovaskuläre Ursachen um 14%, während die Gesamtmortalität um 32% und der Krankenhausaufenthalt wegen Herzinsuffizienz um 35% gesenkt wurden.

Die Studienautoren sagten, die Patienten in der Studie wurden bereits mit Medikamenten behandelt, die sich als wirksam bei der Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse erwiesen haben. Doch die Beobachtung, dass Jardiance eine zusätzliche Verringerung kardiovaskulärer Sterblichkeit brachte, ist ein sehr wichtiges Ergebnis.
© arznei-news.de – Quelle: New England Journal of Medicine, Sept. 2015

Verringert Risiko für progressive Nierenerkrankung bei Typ-2-Diabetes

15.06.2016 Neue Daten zeigen, dass Jardiance (Empagliflozin) das Risiko für Auftreten oder Verschlimmerung einer Nierenerkrankung um 39% im Vergleich zu Placebo reduziert, wenn es zusätzlich zur Standardtherapie bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mit etablierten kardiovaskulären Erkrankungen gegeben wird.

Im Vergleich zu Placebo führte Jardiance zu folgenden statistisch signifikanten Veränderungen:

  • 55% Reduktion bei der Einleitung einer Nierenersatztherapie (wie Dialyse);
  • 44% Verringerung der Kreatinin-Verdopplung (ein Abfallprodukt, das normalerweise von den Nieren gefiltert wird) im Blut und
  • eine Reduktion um 38% der Progression zur Makroalbuminurie (sehr hohe Konzentrationen des Proteins Albumin im Urin).
  • Empagliflozin führte zu einem verlangsamten Rückgang der Nierenfunktion.

Die Therapie verlangsamte auch signifikant die Abnahme der Nierenfunktion im Verlaufe der Zeit im Vergleich zu Placebo. Die meisten Patienten in dieser Studie (EMPA-REG OUTCOME) nahmen bereits die empfohlene Standard-Behandlung für Nierenerkrankungen bei Typ-2-Diabetes.

Die anhaltende Risikoreduktion bei den Nieren-Resultaten zeigte sich bei Erwachsenen mit beeinträchtigter Nierenfunktion, oder einem erhöhten Albumin-Wert im Urin, zu Beginn der Studie und bei denen ohne laut einer Post-hoc-Untergruppenanalyse.

Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (AE) und AE, die zur Beendigung der Behandlung führten, waren vergleichbar für diejenigen mit und ohne Beeinträchtigung der Nierenfunktion zu Beginn der Studie.
© arznei-news.de – Quelle: Boehringer Ingelheim, Lilly, Juni 2016

Diabetes II: Reduktion von Herz-Kreislauf-Sterberisiko

14.11.2016 Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company haben neue Daten auf den American Heart Association Scientific Sessions 2016 präsentiert, die zeigen, dass Jardiance (Empagliflozin) das Risiko für kardiovaskulären Tod unabhängig von der Art der kardiovaskulären Erkrankung im Vergleich zu Placebo durchgehend reduzierte, wenn es der Standardbehandlung bei Erwachsenen mit Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinzugefügt wurde.

Die Ergebnisse sind Teil der Meilenstein-Studie EMPA-REG OUTCOME. In der Post-hoc-Analyse wurden die Versuchsteilnehmer basierend auf dem Typ der kardiovaskulären Erkrankung zu Studienbeginn gruppiert (Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und bestehende periphere Arterienerkrankung).

Es wurde eine niedrigere Rate von Herz-Kreislauf-Toden in der Empagliflozin-Gruppe unabhängig vom Herz-Kreislauf-Erkrankungs-Typ beobachtet. Die festgestellten Nebenwirkungen stimmen mit dem bekannten Sicherheitsprofil des Medikaments überein.

EMPA-REG OUTCOME

EMPA-REG OUTCOME war eine langfristige, multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit mehr als 7.000 Patienten aus 42 Ländern mit Typ-2-Diabetes und etablierter kardiovaskulärer Erkrankung.

Die Studie bewertete die Wirkung von Jardiance (10 mg oder 25 mg einmal täglich) der Standardversorgung hinzugefügt im Vergleich zu Placebo + Standardversorgung (Glukose-senkende Mittel und kardiovaskuläre Medikamente – einschließlich für Blutdruck und Cholesterin). Der primäre Endpunkt war definiert als die Zeit bis zum ersten Auftreten von Herz-Kreislauf-Tod, nicht-tödlichem Herzinfarkt oder nicht-tödlichem Schlaganfall.

Über einen Median von 3,1 Jahren reduzierte Empagliflozin das Risiko von Herz-Kreislauf-Tod, nicht-tödlichem Herzinfarkt oder nicht-tödlichem Schlaganfall um 14 Prozent gegenüber Placebo. Das Risiko für kardiovaskulären Tod verringerte sich um 38 Prozent, ohne signifikanten Unterschied bei der Gefahr von nicht-tödlichen Herzinfarkten oder nicht-tödlichen Schlaganfällen.
© arznei-news.de – Quelle: Boehringer Ingelheim und Eli Lilly, Nov. 2016

Kardiovaskuläres Sterberisiko: FDA erweitert Zulassung bei Diabetes II

02.12.2016 Die US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde hat heute eine neue Indikation für Jardiance (Empagliflozin) genehmigt, um das Risiko für kardiovaskulären Tod bei erwachsenen Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und kardiovaskulärer Erkrankung zu verringern.

Die Entscheidung der FDA basiert auf einer Postmarketing-Studie, die von der Agentur nach der Zulassung von Empagliflozin im Jahr 2014 angefordert hatte. Das Medikament wurde in einer klinischen Studie mit mehr als 7.000 Patienten mit Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht (wir berichteten hier). In der Studie verringerte Jardiance das Risiko eines kardiovaskulären Todes im Vergleich zu Placebo, wenn es Standardtherapien für Diabetes und atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankungen hinzugefügt wurde.
© arznei-news.de – Quelle: FDA, Dez. 2016

EU erweitert ebenfalls Zulassung

29.01.2017 Die Europäische Kommission hat ebenfalls eine Aktualisierung des Jardiance-Labels (Empagliflozin) genehmigt.

Laut den Centers for Disease Control and Prevention ist der Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 70 Prozent höher bei Erwachsenen mit Diabetes im Vergleich zu denen ohne Diabetes, und Patienten mit Diabetes haben eine verminderte Lebenserwartung größtenteils durch vorzeitigen Herz-Kreislauf-Tod.

Das Medikament ist nun für die Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend kontrollierter Diabetes mellitus Typ II (T2D) als Ergänzung zur Ernährung und Bewegung in der EU angezeigt.

Die genehmigte Produktinformation enthält nun Daten über die Verringerung des Risikos des kardiovaskulären (CV) Todes bei Patienten mit T2D und etablierter CV-Erkrankung zusätzlich zu den Daten über die Verbesserung der Blutzucker-Kontrolle.

Das aktualisierte EU-Label enthält nun Ergebnisse aus der EMPA-REG OUTCOME-Studie, die zeigten, dass Empagliflozin das Risiko für CV-Todesfälle um 38 Prozent gegenüber Placebo bei Patienten mit T2D und etablierter CV-Erkrankung verringert hat.

Die Daten zeigen auch, dass das Medikament deutlich das Risiko für den primären Endpunkt des CV-Todes, des nicht-tödlichen Herzanfalls oder des nicht-tödlichen Schlaganfalls um 14 Prozent gegenüber Placebo reduzierte, wenn es der Behandlung von Erwachsenen mit T2D und einer etablierten CV-Erkrankung hinzugefügt wurde. Es wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede bei den Risiken nicht-tödlicher Herzinfarkte oder nicht-tödlicher Schlaganfälle beobachtet, schreibt Boehringer Ingelheim.

Empagliflozin ist nicht für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 oder für die Behandlung der diabetischen Ketoazidose vorgesehen. Das Medikament ist kontraindiziert bei Patienten mit früheren schweren Überempfindlichkeitsreaktionen auf den Wirkstoff, bei schwerer Niereninsuffizienz, Niereninsuffizienz im Endstadium oder Dialyse, schreibt die FDA.
© arznei-news.de – Quelle: Boehringer Ingelheim, Jan. 2017

Daten aus EMPA-REG OUTCOME bestätigen Sicherheitsprofil

04.07.2017 Eine Analyse der gepoolten Sicherheitsdaten aus 15 Studien plus 4 Erweiterungsstudien mit mehr als 12.500 Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes zeigte, dass die Behandlung mit Jardiance (Wirkstoff Empagliflozin) -Tabletten (10 mg oder 25 mg) gut vertragen wurde im Vergleich zu Placebo.

Die in Advances in Therapy veröffentlichte Analyse, die die Daten aus EMPA-REG OUTCOME untersuchte, zeigte, dass das Medikament das Risiko für kardiovaskulären Tod um 38 Prozent gegenüber Placebo bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und etablierten Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzierte, wenn es der Standardversorgung (einschließlich Glukose-senkende Mittel und Herz-Kreislauf-Medikamente) hinzugefügt wurde. Das Gesamtsicherheitsprofil von Empagliflozin in EMPA-REG OUTCOME steht im Einklang mit dem der bisherigen Studien und den aktuellen Fachinformationen überein, schreibt Boehringer Ingelheim.

Die gepoolten Daten für die nun veröffentlichte Analyse umfassen 15 randomisierte Phase I-III plus 4 Extensionsstudien mit Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes, die mit Placebo (N = 4.203), Jardiance 10 mg (N = 4.221) oder 25 mg (N = 4,196) behandelt wurden. Unerwünschte Ereignisse wurden bei Personen beurteilt, die mindestens eine Dosis des Arzneimittels oder Placebo erhielten.

Die Analyse zeigte, dass die Inzidenz von unerwünschten Ereignissen, schweren Nebenwirkungen, schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen und unerwünschten Ereignissen, die zum Absetzen der Therapie führten, bei mit Jardiance behandelten Erwachsenen nicht höher im Vergleich zu den mit Placebo behandelten Patienten waren.

Amputationen

Die Rate der Amputationen der unteren Extremitäten war in allen Behandlungsgruppen ähnlich (1,1 Prozent). In EMPA-REG OUTCOME war der Anteil der Personen mit Amputationen der unteren Gliedmaßen zwischen Placebogruppe (1,8 Prozent) und Empagliflozingruppe (1,9 Prozent) ähnlich.

In der gepoolten Datenanalyse war das Auftreten anderer Ereignisse, die möglicherweise mit Amputationen im Zusammenhang standen (d.h. Ereignisse peripherer arterieller Verschlusskrankheit, diabetischen Fuß-Syndroms, relevante Infektionen und Wunden), ähnlich zwischen den Gruppen.

Knochenbrüche u. Infektionen

Die Inzidenz von Knochenbrüchen war ebenfalls in allen Behandlungsgruppen ähnlich (2,9, 2,8 bzw. 2,5 Prozent bei Placebo, Jardiance 10 mg bzw. 25 mg Gruppen).

Bei den mit Jardiance 10 mg und 25 mg (6,1 bzw. 6,0 Prozent) behandelten Patienten traten häufiger Ereignisse mit Genitalinfektion auf – im Vergleich zu Placebo (1,6 Prozent). Die Auftretenshäufigkeit von Ereignissen im Zusammenhang mit Harnwegsinfektionen war ähnlich über alle Behandlungsgruppen (14,5-15,1 Prozent).

Empagliflozin war nicht mit einem erhöhten Risiko einer Hypoglykämie im Vergleich zu Placebo verbunden, außer bei den Patienten, die auch mit Sulfonylharnstoffen behandelt wurden (21,9; 24,5 bzw. 23,4 Prozent in der Placebo, Jardiance 10 mg bzw. 25 mg).
© arznei-news.de – Quelle: Boehringer Ingelheim, Juli 2017

Verringert Herz-Kreislauf-Tod bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und peripherer Arterienerkrankung

14.11.2017 Neue Daten aus EMPA-REG OUTCOME zeigen, dass Empagliflozin (Jardiance) das Risiko des kardiovaskulären Todes im Vergleich mit Placebo verringerte, wenn es zur Standardbehandlung bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und peripherer Arterienerkrankung hinzugefügt wurde.

Periphere Arterienerkrankung

Zu Studienbeginn hatten 21 Prozent der mehr als 7.000 Teilnehmer der EMPA-REG OUTCOME Studie bereits eine periphere Arterienerkrankung. Die Analyse in dieser Patientengruppe zeigte, dass Empagliflozin im Vergleich mit Placebo zusätzlich zur Standard-Behandlung:

  • das Risiko eines kardiovaskulären Todesfalls um 43 Prozent senkte,
  • Todesfälle aufgrund beliebiger Ursachen um 38 Prozent und Krankenhausaufenthalte wegen Herzinsuffizienz um 44 Prozent reduzierte,
  • das Risiko für den zusammengesetzten Endpunkt von Herz-Kreislauf-Tod, nicht-tödlichem Herzinfarkt oder nicht-tödlichem Schlaganfall um 16 Prozent reduzierte,
  • das Risiko für eine neue oder sich verschlimmernde Nierenerkrankung namens Nephropathie um 46 Prozent reduzierte.
  • Insgesamt stimmten die beobachteten kardiovaskulären und renalen Wirkungen bei Patienten mit peripherer Arterienerkrankung mit den bereits berichteten Ergebnissen der gesamten Studienpopulation von EMPA-REG OUTCOME überein.

Nebenwirkungen und Amputationen

Die Nebenwirkungen insgesamt und die schweren Nebenwirkungen zwischen Empagliflozin und Placebo waren bei Erwachsenen mit und ohne periphere Arterienerkrankung ausgewogen.

In der Gruppe mit peripherer Arterienerkrankung traten Amputationen der unteren Extremitäten bei 5,5 Prozent der mit Empagliflozin und 6,3 Prozent der mit Placebo behandelten Patienten auf. In der Gruppe ohne periphere Arterienerkrankung traten Amputationen der unteren Extremitäten bei 0,9 Prozent der mit Empagliflozin und 0,7 Prozent der mit Placebo behandelten Patienten auf.
© arznei-news.de – Quelle: Boehringer Ingelheim, Nov. 2017

Hämatokrit- u. Hämoglobin-Werte können Auswirkungen des Medikaments beeinflussen

27.12.2017 Die Verringerung des Risikos für kardiovaskulären (CV) Tod durch Empagliflozin (Jardiance) wird am stärksten durch Veränderungen durch Hämatokrit- und Hämoglobin-Werte beeinflusst laut einer in Diabetes Care publizierten Studie.

Dr. Silvio E. Inzucchi von der Yale Universität und Kollegen bewerteten die Auswirkungen potenzieller Einflussfaktoren, die post hoc identifiziert wurden, auf das Risiko von CV-Tod unter Empagliflozin im Vergleich zu Placebo bei den Teilnehmern der EMPA-REG-OUTCOME-Studie, an der 7.020 Patienten mit Typ-2-Diabetes und etablierten Herz-Kreislauf-Erkrankungen teilnahmen.

Die Forscher fanden heraus, dass Veränderungen bei Hämatokrit- und Hämoglobin-Werten von der Ausgangssituation zu 51,8 bzw. 48,9 Prozent die Wirkung von Empagliflozin auf das Risiko eines CV-Todes im Vergleich zu Placebo beeinflussten. Harnsäure, Nüchtern-Plasmaglukose und Hämoglobin A1c zeigten kleinere Mediationseffekte (maximal 29,3 Prozent).

Wurden die Auswirkungen von Empagliflozin auf Hämatokrit, Nüchtern-Glukose, Harnsäure und Urin-Albumin-Creatinin-Verhältnis berücksichtigt, beeinflussten die kombinierten Veränderungen gegenüber dem Ausgangswert zu 85,2 Prozent den Effekt von Empagliflozin auf CV-Tod, während aktualisierte Durchschnittsanalysen 94,6 Prozent Beeinflussung zeigten.
© arznei-news.de – Quelle: Diabetes Care – https://doi.org/10.2337/dc17-1096, Dez. 2017

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