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Östrogen: Verbindung mit geringerem Schlaganfallrisiko

Geringeres Risiko für Schlaganfall, ischämischen Schlaganfall und intrazerebrale Blutung bei höchster gegenüber niedrigster Östrogen-Exposition beobachtet

Östrogen: Verbindung mit geringerem Schlaganfallrisiko

03.02.2023 Eine lebenslange kumulative Östrogenexposition ist mit einem geringeren Schlaganfallrisiko verbunden laut einer online in Neurology veröffentlichten Studie.

Dr. Leying Hou von der Zhejiang University School of Medicine in Hangzhou, China, und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen lebenslanger kumulativer Östrogenexposition aufgrund von Reproduktionsfaktoren und Schlaganfall bei postmenopausalen chinesischen Frauen. Die lebenslange kumulative Östrogenexposition wurde anhand von drei Indikatoren bewertet: reproduktive Lebensspanne (RLS), endogene Östrogenexposition (EEE) und Gesamt-Östrogenexposition (TEE).

  • Eingeschlossen wurden die Daten von 122.939 postmenopausalen Teilnehmerinnen im Alter von 40 bis 79 Jahren, die zu Studienbeginn noch keinen Schlaganfall erlitten hatten.
  • Die Forscher identifizierten 15.139 neu auftretende Schlaganfälle während einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 8,9 Jahren, darunter 12.853 Fälle von ischämischem Schlaganfall (IS), 2.580 Fälle von intrazerebraler Blutung (ICH) und 269 Fälle von Subarachnoidalblutung.
  • Im Vergleich zum niedrigsten Quartil der RLS wies das höchste Quartil ein signifikant geringeres Risiko für Schlaganfall, IS und ICH auf (bereinigte Hazard Ratios 0,95, 0,95 bzw. 0,87).
  • Für das höchste und das niedrigste Quartil von EEE und TEE wurde ein abgestufter Zusammenhang mit einem abnehmenden Risiko für Schlaganfall insgesamt (bereinigte Hazard Ratios 0,85 bzw. 0,87), IS (bereinigte Hazard Ratios 0,86 bzw. 0,86) und ICH (bereinigte Hazard Ratios 0,73 bzw. 0,83) festgestellt.

„Diese Ergebnisse könnten zu neuen Überlegungen für die Schlaganfallprävention beitragen, wie z. B. Screenings für Menschen, die nur eine kurze Lebenszeit Östrogen ausgesetzt sind“, so ein Mitautor in einer Erklärung.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Neurology Feb 2023, 10.1212/WNL.0000000000206863; DOI: 10.1212/WNL.0000000000206863





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.



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