Olaparib (Lynparza) – Bauchspeicheldrüsenkrebs

Verzögert als 1st-Line-Erhaltungstherapie Fortschreiten von BRCA-mutiertem metastasierenden Pankreaskrebs

26.02.2019 AstraZeneca und MSD haben positive Ergebnisse der Phase-III-Studie POLO bekanntgegeben.

Die Ergebnisse der Studie zeigen eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) unter Lynparza (Olaparib) vs. Placebo. Das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Lynparza entsprach den bisherigen Studien.

POLO ist eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie zur Erforschung der Wirksamkeit von Lynparza-Tabletten als 1st-Line Erhaltungstherapie bei Patienten mit Keimbahn-BRCA-mutiertem (gBRCAm) metastasiertem Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom), deren Erkrankung bei platinbasierter Chemotherapie nicht fortgeschritten ist.

Detaillierte Resultate der Studie werden auf einem zukünftigen medizinischen Meeting veröffentlicht werden.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AstraZeneca

Lynparza verdoppelte fast die Zeit ohne Krankheitsprogression bei BRCA-mutiertem metastasierenden Bauchspeicheldrüsenkrebs

03.06.2019 AstraZeneca und MSD gaben detaillierte Ergebnisse der Phase-III-Studie POLO auf dem Jahrestreffen 2019 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago und im New England Journal of Medicine (NEJM) bekannt.

Die POLO-Studie testete Lynparza (Olaparib) Tabletten als Firstline-Erhaltungstherapie bei Patienten mit keimfreiem BRCA-mutiertem (gBRCAm) metastasierenden Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom), deren Erkrankung nach einer platinbasierten Chemotherapie-Erstlinienbehandlung nicht fortgeschritten war.

Krankheitsprogression

Die Ergebnisse der Studie zeigten eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) von Lynparza vs. Placebo, wodurch sich die Zeit ohne Krankheitsprogression im Mittel um 7,4 Monate bei mit Lynparza behandelten Patienten gegenüber 3,8 Monaten für Patienten, die Placebo erhielten (HR 0,53, p=0,004) verbesserte. Mehr als doppelt so viele Patienten zeigten keine Krankheitsprogression sowohl nach einem Jahr (34% bei Lynparza gegenüber 15% bei Placebo) als auch nach zwei Jahren (22% gegenüber 10%).

Sicherheit / Nebenwirkungen

Das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Lynparza in der POLO-Studie entsprach dem früherer klinischer Studien.

Die häufigsten Nebenwirkungen ≥20% waren Erschöpfung / Asthenie (60%), Übelkeit (45%), Bauchschmerzen (29%), Durchfall (29%), Anämie (28%), verminderter Appetit (25%) und Verstopfung (23%). Die häufigsten ≥ Grad 3 Nebenwirkungen waren Anämie (11%), Erschöpfung/Asthenie (5%), verminderter Appetit (3%), Bauchschmerzen (2%), Erbrechen (1%) und Arthralgie (1%). Nebenwirkungen führten bei 16% der Patienten mit Pankreaskarzinom unter Lynparza zu einer Dosisunterbrechung, während 5% der Patienten die Behandlung abbrachen.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AstraZeneca