Xolair

Antiallergika

  • Nebenwirkungen
  • CHMP empfiehlt Zulassung für Behandlung von Urtikaria
  • Update: Zulassung in der EU im März 2014 bei Urtikaria
  • 06.03.2016 Medikament reduziert Erkältungen bei Kindern mit Asthma … zum Artikel
  • 08.04.2017 Kälteurtikaria und Urticaria factitia: Wirksamkeit in Studien … zum Artikel
  • 13.02.2018 Medikament ist wirksam bei chronischer spontaner Nesselsucht
  • 13.08.2018 Prävention von allergischen Reaktionen auf Lebensmittel: Breakthrough-Therapie-Status in den USA … zum Artikel
  • 03.06.2019 Xolair reduzierte signifikant Nasenpolypen und Verstopfungssymptome bei Erwachsenen mit chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen in zwei Phase-III-Studien … zum Artikel
  • 26.06.2020 EU: Der CHMP der EMA empfiehlt die Erweiterung der Indikation von Xolair als Zusatztherapie zu intranasalen Kortikosteroiden (INC) für die Behandlung von Erwachsenen (18 Jahre und älter) mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen, bei denen eine Therapie mit INC keine adäquate Krankheitskontrolle ermöglicht. – Erweiterung genehmigt (07.08.2020)

Urtikaria: CHMP-Zulassungsempfehlung

Der CHMP* hat Xolair (Wirkstoff Omalizumab) von der Firma Novartis Europharm Ltd für die Erweiterung der Zulassung zur Behandlung von Urtikaria (Nesselsucht) empfohlen.

Die Indikation für Xolair soll nun auf die Behandlung von Erwachsenen und Kindern (ab 12 Jahre) mit chronischer spontaner Urtikaria (CSU) erweitert werden, bei denen nicht H1-Antihistaminika eingesetzt werden können.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Xolair/Omalizumab sind

  • Kopfschmerzen,
  • Fieber,
  • Schmerzen im oberen Unterleib,
  • Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Juckreiz an der Einstichstelle

*CHMP: Committee for Medicinal Products for Human Use (Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Zulassungsbehörde)

© arznei-news.de – Quelle: EMA, Jan. 2014

Medikament ist wirksam bei chronischer spontaner Urtikaria

13.02.2018 Xolair (Wirkstoff Omalizumab) ist allein oder in Kombination mit einer kurzfristigen Kortikosteroidbehandlung hochwirksam bei der Behandlung der refraktären chronischen spontanen Urtikaria (chronischen Nesselsucht) laut einer im International Journal of Dermatology veröffentlichten Studie.

Dr. Nikolaos Syrigos vom Sotiria General Hospital in Athen, Griechenland und Studienkollegen werteten rückblickend medizinische Aufzeichnungen von 20 Patienten (Durchschnittsalter 54,5 Jahre; 75 Prozent Frauen) mit refraktärer spontaner Urtikaria aus, um Zusammenhänge zwischen demographischen, klinischen und labortechnischen Merkmalen und den Behandlungsergebnissen von Xolair zu beurteilen.

Ansprechen auf das Medikament

Die Forscher fanden heraus, dass die durchschnittliche Krankheitsdauer vor der Verabreichung von Omalizumab 21,8 Monate betrug. Alle Patienten sprachen nach einer bis fünf Dosen positiv auf Xolair an, wobei 85 Prozent der Patienten ein vollständiges Ansprechen zeigten. Die übrigen drei Patienten zeigten nach der Behandlung mit dem Medikament eine gut kontrollierte Erkrankung, schreiben die Studienautoren.

Bei 30 Prozent der Patienten wurde das beste Ansprechen auf Xolair nach Intervallgabe einer neuntägigen Methylprednisolon-Kur (Gesamtdosis von 188 mg) erzielt. Eine kürzere Krankheitsdauer vor der Einleitung von Omalizumab war signifikant korreliert mit dem späten Ansprechen auf das Medikament (nach dreimonatiger Behandlung).

In der vorliegenden Serie war Xolair allein oder in Kombination mit einer kurzfristigen Kortikosteroidbehandlung hochwirksam bei der Auflösung der refraktären chronischen Nesselsucht, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quelle: International Journal of Dermatology – DOI: 10.1111/ijd.13935; Feb. 2018



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