COVID-19: Paxlovid reduziert Risiken bei Senioren

Geringeres Risiko für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle bei hauptsächlich mit COVID-19 geimpften ambulanten Patienten im Alter von 50 Jahren oder älter

COVID-19: Paxlovid reduziert Risiken bei Senioren

13.12.2022 Nirmatrelvir plus Ritonavir (Paxlovid) senkt das Risiko für Krankenhausaufenthalte oder Tod nach einer ambulanten Diagnose von COVID-19 bei älteren Menschen laut einer online in den Annals of Internal Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Scott Dryden-Peterson vom Brigham and Women’s Hospital in Boston und Kollegen untersuchten, ob Paxlovid das Risiko für Hospitalisierung oder Tod bei ambulanten Patienten mit frühem COVID-19 in einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie im Rahmen einer vorherrschenden Immunität gegen das schwere akute respiratorische Syndrom Coronavirus 2 reduziert. Eingeschlossen wurden Daten von 44.511 nicht hospitalisierten Erwachsenen (90,3 Prozent mit drei oder mehr Impfdosen) im Alter von 50 Jahren oder älter mit COVID-19.

  • Während des Studienzeitraums wurde 28,1 Prozent der Patienten Nirmatrelvir plus Ritonavir verschrieben und 71,9 Prozent nicht. Bei den mit Paxlovid behandelten Patienten war die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie älter waren, geimpft wurden und mehr Komorbiditäten aufwiesen.
  • Bei 0,55 Prozent der mit Paxlovid behandelten Patienten und bei 0,97 Prozent der Patienten, denen Paxlovid nicht verschrieben wurde, kam es zu einem Krankenhausaufenthalt oder zum Tod (bereinigtes Risikoverhältnis: 0,56).
  • Das Risiko einer Hospitalisierung und eines Todesfalls war bei Empfängern von Nirmatrelvir plus Ritonavir geringer (bereinigtes Risikoverhältnis 0,60 bzw. 0,29).

„Obwohl diese Daten darauf hindeuten, dass die klinischen Auswirkungen im Zusammenhang mit einem hohen Maß an vorheriger Immunität und dem daraus resultierenden geringeren Risiko geringer sein könnten, könnte die geschätzte 40-prozentige Verringerung der Krankenhausaufenthalte und die 71-prozentige Verringerung der Todesfälle einen großen Nutzen für die Bevölkerung haben, wenn Nirmatrelvir plus Ritonavir auf breiter Basis eingesetzt wird“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Annals of Internal Medicine – doi.org/10.7326/M22-2141

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