Personalisierte Antidepressiva-Therapie

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu diesen Medikamenten

BMI, Geschlecht und Symptomprofil als Einflussfaktoren einer personalisierten Antidepressiva-Behandlung

Depressionsbehandlung: Ein neuer personalisierter Ansatz für die Suche nach dem passenden Antidepressivum

05.05.2017 Eine neue Studie der Stanford Universität zeigt, dass Körpermassenindex (BMI), Geschlecht des Patienten und das Symptomprofil zu einer personalisierten Behandlung mit der Wahl eines geeigneten Antidepressivums und deutlich verbesserten Resultaten beim Patienten führen kann.

Die Forscher analysierten die Daten von 659 Erwachsenen (Alter 18-65) mit klinischer Depression, die an der internationalen Studie zur Voraussage der optimierten Behandlung von Depression (iSPOT-D) bis zum Ende teilnahmen.

Venlafaxin, Sertralin oder Escitalopram

Sie wurden einem von drei Antidepressiva (Venlafaxin-XR, Sertralin oder Escitalopram) zufällig zugeteilt und über acht Wochen mit einem dieser drei Medikamenten behandelt.

Faktor Übergewicht

Größe und Gewicht (BMI) wurden erfasst, und jeder Teilnehmer beantwortete die 17-Item-Hamilton-Rating-Skala (ein standardisierter Test zur Erfassung von Depression) vor und nach der Behandlung, um die Veränderungen bei den Symptomen zu messen.

Patienten, die sich so wesentlich verbesserten, dass sie keine klinischen Symptome mehr hatten, wurden als „remittiert“ definiert.

Die im Fachmagazin Personalized Medicine in Psychiatry publizierte Studie stellte fest, dass Männer und Frauen mit einem größeren BMI besser als normalgewichtige Patienten auf eine Behandlung mit Venlafaxin-XR ansprachen bzw. von ihr profitierten – aufgrund einer Verringerung der körperlichen Symptome, einschließlich Schlafstörungen, somatischer Angst und des Appetits.

Faktor Geschlecht

Frauen mit höherem BMI – aber nicht Männer – remittierten wahrscheinlicher unabhängig vom Medikamenten-Typ, und diese Wirkung war mit einer Veränderung bei den kognitiven Symptomen, einschließlich Gedanken an Suizid und Schuld verbunden.

Diese Ergebnisse sollten repliziert werden, könnten aber umgehend in die primäre und ambulante Versorgung übertragen werden, schreiben die Forscher. Die Ärzte in der primären Versorgung haben Zugang zu den Informationen bezüglich Geschlecht, BMI und Symptomen der Depression ihrer Patienten.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Stanford Universität, Personalized Medicine in Psychiatry – http://dx.doi.org/10.1016/j.pmip.2016.12.001; Mai 2017

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