Rapamycin / Sirolimus

Diabetes-Behandlung – Hormon-Medikamente

Rapamycin bzw. Sirolimus gehört zur Gruppe der Immunsuppressiva und wird aus dem Bakterium Streptomyces hygroscopicus isoliert. Handelsname ist Rapamune.

Experimentelle Kombinationsbehandlung verschlechtert Typ 1 Diabetes

Eine Behandlungskur, die wirksam bei der Prävention von Diabetes bei Mäusen war, führte dazu, die Krankheit bei Patienten mit Typ 1 Diabetes zu verschlimmern, nach einer online am 20. Juni in Diabetes herausgegebenen Studie.

Versuche mit Rapamycin und Interleukin

Bei vorherigen Ergebnissen im Mausversuch bei Autoimmun-Diabetes zeigten Rapamycin (Sirolimus) und Interleukin-2 (IL-2), dass sie bei den Nagern die Krankheit verhinderten. S. Alice Long, Ph.D, vom Benaroya Forschungsinstitut in Seattle und Kollegen führten eine Phase-I-Studie mit oralem Rapamycin (täglich, drei Monate lang) und subkutanem Interleukin – IL -2 (dreimal pro Woche – einen Monat) bei neun Patienten mit Typ 1 Diabetes durch.

Verschlechterung der Diabetes

Rapamycin - Sirolimus

Rapamycin – Sirolimus

Die Forscher beobachteten eine vorübergehende Verschlechterung der Diabetes (basierend auf Stoffwechsel- und klinischen Daten) und der ß-Zellfunktion (basierend auf C Peptidebenen) bei allen Teilnehmern.

Es gab eine vorübergehende Zunahme der regulierenden T-Zellen, aber auch eine Zunahme der natürlichen Killerzellen und Eosinophiler. Die Häufigkeiten der Effektor-T-Zell-Teilmengen wurden nicht beeinflusst.

„So kurbelt die Rapamycin / Interleukin IL-2 Therapie zwar die T-Zellen an, aber fördert auch eine proinflammatorische Umgebung, die zu vorübergehender ß Zellfunktionsstörung führen kann“, schliessen Long und Kollegen.

„Solche Ergebnisse zeigen die Schwierigkeiten, Therapien in die Klinik zu bringen, und heben die Wichtigkeit hervor, das Immunsystem zu testen, um die Wirkungen einer Therapie zu beurteilen.“

Glucometer und Teststreifen wurden von LifeScan geliefert. Ein Autor offenbarte finanzielle Interessen in Bezug auf die Firma Novartis.

© arznei-news.de – Quelle: Diabetes. Juni 2012

Sarkom: Forscher testen neue Kombinationstherapie

20.01.2018 Forscher der Sarkom-Gruppe des Oncobell-Programms – Bellvitge Biomedical Research Institute (IDIBELL) haben erfolgreich eine neue Kombinationstherapie (Rapamycin – auch Sirolimus genannt – plus Gemcitabin) zur Behandlung des seltenen, aggressiven Tumortyps, der Kinder und Erwachsene betrifft, getestet.

Die Ergebnisse der Studie von Dr. Òscar Martínez-Tirado und Dr. Xavier Garcia del Muro wurden in Targeted Oncology veröffentlicht.

Die getestete Behandlung kombinierte zwei therapeutische Strategien: Gemcitabin, eine konventionelle Chemotherapie, die häufig bei der Behandlung von Sarkomen eingesetzt wird, und Sirolimus, ein Immunsuppressivum der neuen Generation. Gemcitabin bietet eine gute Verträglichkeit und ist damit ein sehr guter Kandidat für Kombinationstherapien, erklärt Garcia del Muro.

An der Studie, die in acht spanischen Krankenhäusern durchgeführt und von ICO-IDIBELL koordiniert wurde, nahmen 28 Personen teil. Nach Erhalt der Behandlung lag die Rate der Patienten, die nach 3 Monaten progressionsfrei waren – ein Parameter, der normalerweise in dieser Art von Studien bewertet wird – bei 44%, was die Wirksamkeit dieser neuen Kombinationstherapie bestätigt. Die Forscher sind der Meinung, dass die Ergebnisse positiv sind, und dass die Kombination aus Gemcitabin und Sirolimus deshalb in weiteren Studien evaluiert werden sollte, fügt García del Muro hinzu.
© arznei-news.de – Quelle: Targeted Oncology – http://dx.doi.org/10.1007/s11523-017-0539-9, Jan. 2018



Schreiben Sie uns über Ihre Erfahrungen mit diesem Medikament:

Kommentare werden nach Prüfung auf Arznei-News.de veröffentlicht.
Machen Sie bitte keine persönlichen Angaben (wie Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefon-Nr., Email-Adresse etc.)!
Benutzen Sie bitte aus Lesbarkeitsgründen auch Komma, Punkt und Absatz. :-)