Rusfertid bei Polyzythämie vera

Rusfertid reduziert die Anzahl der Phlebotomien und hält den Hämatokrit bei weniger als 45 Prozent

Rusfertid bei Polyzythämie vera

23.02.2024 Bei Patienten mit Polyzythämie vera reduziert die Behandlung mit Rusfertid den Einsatz von Phlebotomie (Aderlass) und hält einen Hämatokrit von weniger als 45 Prozent aufrecht laut einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. Marina Kremyanskaya von der Icahn School of Medicine am Mount Sinai in New York City und Kollegen untersuchten die Sicherheit und Wirksamkeit von Rusfertid bei Patienten mit phlebotomieabhängiger Polyzythämie vera. Siebzig Patienten wurden in eine 28-wöchige Dosisfindungsstudie (Teil 1) aufgenommen, und 59 wurden in Teil 2 nach dem Zufallsprinzip einer 12-wöchigen Behandlung mit Rusfertid oder Placebo zugewiesen (30 bzw. 29 Patienten).

  • Die Forscher fanden heraus, dass die geschätzte durchschnittliche Anzahl von Aderlässen pro Jahr 8,7 ± 2,9 und 0,6 ± 1,0 während der 28 Wochen vor der ersten Rusfertid-Dosis bzw. während Teil 1 betrug.
  • Der entsprechende mittlere maximale Hämatokrit betrug 50,0 ± 5,8 und 44,5 ± 2,2 Prozent.
  • In Teil 2 sprachen 60 Prozent der mit Rusfertid und 17 Prozent der mit Placebo behandelten Patienten an.
  • Bei Patienten mit mittelschweren oder schweren Symptomen zu Studienbeginn war die Behandlung mit Rusfertid mit einer Verringerung der einzelnen Symptomwerte auf dem Myeloproliferative Neoplasm Symptom Assessment Form zwischen Studienbeginn und dem Ende von Teil 1 verbunden.
  • Unerwünschte Ereignisse des Grades 3 traten bei 13 Prozent der Patienten während der Teile 1 und 2 auf; bei keinem gab es ein Ereignis des Grades 4 oder 5.

„Rusfertid ist eine potenziell wirksame Behandlungsoption zur Erreichung und Aufrechterhaltung der Hämatokritkontrolle bei Patienten mit Polyzythämie vera, wodurch der Einsatz von Phlebotomie und das Auftreten von schwächenden krankheitsbedingten Symptomen reduziert wird“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: N Engl J Med 2024; 390:723-735 DOI: 10.1056/NEJMoa2308809

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