Savolitinib

Erweiterte Phase-II-Studie zu NSCLC beginnt

20.06.2016 Eine Phase-II-Erweiterung der laufenden Tatton-Studie wurde eingeleitet, um Savolitinib (AZD6094) bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) mit epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) aktivierenden Mutationen auszuwerten.

Savolitinib ist ein potentieller globaler first-in-class Inhibitor von c-Met-Rezeptor-Tyrosinkinase (auch als Mesenchymal-epithelialer Transitionsfaktor bekannt), ein Enzym, das in vielen Formen solider Tumoren eine anormale Funktion zeigt.

Die Studie ist eine einarmige globale Phase-II-Studie von Savolitinib in Kombination mit Tagrisso (Osimertinib / AZD9291) bei fortgeschrittenen NSCLC-Patienten, die Resistenz gegenüber zugelassenen EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) entwickelt haben. Diese Expansion wurde nach ermutigenden frühen Daten von einigen Patienten der Tatton-Studie eingeleitet, die Savolitinib in Kombination mit Tagrisso erhielten.
© arznei-news.de – Quelle: AstraZeneca, Juni 2016

Savolitinib zusätzlich zu Osimertinib: Nutzen bei bestimmten vorbehandelten Lungenkrebspatienten

03.04.2019 Eine zusätzliche Behandlung mit dem MET-Inhibitor Savolitinib zum EGFR-Inhibitor Osimertinib (Tagrisso) führte zu klinischen Ansprechen bei Patienten mit EGFR-mutiertem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC), die Resistenzen gegen frühere EGFR-abzielende Therapien durch MET-Gen-Verstärkung entwickelt hatten, laut den Zwischenergebnissen von zwei Erweiterungskohorten der klinischen Phase Ib Studie TATTON. Diese wurde auf der AACR-Jahrestagung 2019 vorgestellt.

EGFR-mutierter Lungenkrebs

In der ersten Kohorte wurde eine Kombination aus Osimertinib und Savolitinib bei Patienten mit EGFR-mutiertem Lungenkrebs mit erworbener Resistenz untersucht, die durch MET-Amplifikation nach der Behandlung mit einem EGFR-TKI der ersten oder zweiten Generation gefördert wurde; die Tumoren dieser Patienten waren ebenfalls negativ auf eine Mutation von T790M.

In der zweiten Kohorte wurde die gleiche Kombination bei Patienten mit EGFR-mutiertem Lungenkrebs mit erworbener Resistenz getestet, die durch MET-Amplifikation nach der Behandlung mit Osimertinib oder einem anderen experimentellen EGFR-TKI der dritten Generation hervorgerufen wurde.

Ansprechen in den Behandlungsgruppen

In der Kohorte von 46 Patienten, die zuvor EGFR TKI der ersten oder zweiten Generation erhalten hatten, ergab die Behandlung mit Osimertinib plus Savolitinib eine objektive Ansprechrate (ORR) von 52 Prozent mit 24 Teilansprechern. Die mittlere Ansprechdauer (DOR) betrug 7,1 Monate.

In der Kohorte von 48 Patienten, die zuvor EGFR TKI der dritten Generation erhalten hatten, ergab die Behandlung mit Osimertinib plus Savolitinib eine ORR von 28 Prozent mit 12 Teilrespondern. Die mittlere DOR betrug 9,7 Monate.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AACR Annual Meeting 2019



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