Tebentafusp

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Aderhautmelanom: FDA gewährt Fast-Track-Designation

04.04.2019 Immunocore Limited hat bekanntgegeben, dass die U.S. Food and Drug Administration (FDA) für das Entwicklungsprogramm von Tebentafusp (IMCgp100) Fast Track Designation gewährt hat. Das Medikament wird für die Behandlung von Patienten mit HLA-A*0201-positivem, bisher unbehandeltem metastasierenden Aderhautmelanom (auch: malignes uveales Melanom genannt) untersucht.

Die zulassungsrelevante Studie IMCgp100-202 ist eine 2:1 randomisierte Studie, die Tebentafusp im Vergleich Dacarbazin, Ipilimumab oder Pembrolizumab bei HLA-A*0201 positiven erwachsenen Patienten mit zuvor unbehandeltem Aderhautmelanom untersucht. Der primäre Endpunkt ist der Vergleich des Gesamtüberlebens.
© arznei-news.de – Quellenangabe: FDA

Tebentafusp verbessert das Gesamtüberleben von Patienten mit metastasiertem Aderhautmelanom in Erstlinienbehandlung

20.04.2021 Die Erstlinienbehandlung mit Tebentafusp (IMCgp100) zeigte eine hochsignifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) bei Patienten mit metastasiertem Aderhaut-Melanom. Dies geht aus den Daten der Phase-3-Studie IMCgp100-202 (NCT03070392) hervor, die während eines Pressebriefings im Vorfeld der virtuellen AACR-Jahrestagung 2021 präsentiert wurden.

Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 14,1 Monaten betrug das mediane OS unter Tebentafusp 21,7 Monate (95% KI, 18,6-23,6) im Vergleich zu 16,0 Monaten (95% KI, 9,7-19,4) unter der vom Studienarzt gewählten Behandlung mit Pembrolizumab (Keytruda), Ipilimumab (Yervoy) oder Dacarbazin (stratifizierte Hazard Ratio [HR]: 0,51; 95% KI, 0,37-0,71; P <0,0001). Die 1-Jahres-OS-Raten in den Behandlungs- und Kontrollarmen betrugen 73,2 % bzw. 58,5 %.

IMCgp100-202

In die Phase-3-Studie IMCgp100-202 wurden 378 Patienten mit zuvor unbehandeltem Aderhautmelanom aufgenommen. Um für die Aufnahme in die Studie in Frage zu kommen, mussten die Patienten mindestens 18 Jahre alt sein, ein histologisch oder zytologisch bestätigtes metastasiertes Aderhautmelanom haben, HLA A*0201-positiv per zentralem Assay sein, einen ECOG-Performance-Status von 0 oder 1 und eine messbare oder nicht messbare Erkrankung gemäß den RECIST v1.1-Kriterien aufweisen. Die Patienten durften zuvor weder eine systemische Behandlung im fortgeschrittenen Stadium noch eine auf die Leber gerichtete Therapie erhalten haben, mit Ausnahme einer Operation. Alle Laktatdehydrogenase-Werte (LDH) waren zugelassen.

Die Teilnehmer wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert. Patienten im Behandlungsarm erhielten Tebentafusp in einer Dosierung von 20 mcg an Tag 1 des Zyklus 1, gefolgt von 30 mcg an Tag 8 oder Zyklus 1, und dann 68 mcg ab Tag 15 des Zyklus 1. Die Patienten im Kontrollarm erhielten entweder Pembrolizumab mit 2 mg/kg alle 3 Wochen, Ipilimumab mit 3 mg/kg alle 3 Wochen oder Dacarbazin mit 1000 mg/m2 alle 3 Wochen. Die Patienten wurden nach dem LDH-Wert stratifiziert (größer als die obere Grenze der Norm [ULN] vs. ULN oder weniger).

Sicherheit, Nebenwirkungen

Hinsichtlich der Sicherheit erwiesen sich die Toxizitäten unter Tebentafusp als übereinstimmend mit dem angenommenen Wirkmechanismus des Wirkstoffs. Bei fast allen, d. h. 99,6 % der Patienten, traten unerwünschte Wirkungen (AE) aller Grade auf; 45 % der Patienten hatten Nebenwirkungen von Grad 3/4.

Die häufigsten Zytokin-vermittelten SAR, die unter Tebentafusp berichtet wurden, waren das Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS; 89 %), Pyrexie (76 %), Schüttelfrost (47 %), Übelkeit (43 %), Erschöpfung (41 %) und Hypotonie (38 %). Von den Patienten, die Zytokin-vermittelte Toxizitäten mit einem Schweregrad von 3/4 aufwiesen, hatten 4 % Pyrexie, 3 % Erschöpfung und 3 % Hypotonie.

83 Prozent der Patienten wiesen unter dem Wirkstoff über einen Hautausschlag auf, während 69% über Pruritus, 29% über trockene Haut und 23% über Erytheme berichteten. 18 Prozent der Patienten hatten einen Grad-3/4-Ausschlag, während 5 % über einen Grad-3/4-Juckreiz berichteten.
© arznei-news.de – Quellenangabe: AACR Annual Meeting.





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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