Adalimumab (Humira): Morbus Dupuytren

Adalimumab (Humira) wird eingesetzt bei Acne inversa, Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis ab 2.Jahren, bei aktiver Enthesitis-assoziierter Arthritis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn bei Kindern, Colitis ulcerosa, Hidradenitis suppurativa, Dupuytren, Plaque-Psoriasis im Kindesalter, Uveitis.

Neue Hoffnung für Patienten mit unheilbarem und behinderndem Handleiden – der Dupuytren-Krankheit

06.07.2018 Eine im Fachblatt EBioMedicine publizierte Studie hat herausgefunden, dass die Injektion des Anti-TNF-Medikaments Adalimumab (Handelsname Humira) in die Dupuytren-Knoten zu einer Reduktion der für das Fortschreiten der Dupuytren-Krankheit verantwortlichen Zellmerkmale führt.

Tumornekrosefaktor

Basierend auf ihren Labordaten, dass der Tumornekrosefaktor (TNF) die Entwicklung von Myofibroblasten, dem Zelltyp, der die Dupuytren’sche Erkrankung verursacht, vorantreibt, untersuchte das Forscherteam die Wirkung eines Anti-TNF-Medikaments, das direkt in das Dupuytren’sche Knötchengewebe injiziert wird. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend.

Die randomisierte Phase-2a-Studie nahm 28 Patienten mit Morbus Dupuytren auf, die in Edinburgh operiert werden sollten, um krankes Gewebe ihrer Hand zu entfernen.

Zwei Wochen vor der Operation erhielten sie eine einzige Injektion mit unterschiedlichen Dosen des Anti-TNF-Medikaments oder Placebo. Das bei der Operation entnommene Gewebe, das in der Regel entsorgt wird, wurde anschließend im Labor analysiert.

Stoppen des Wachstums der Myofibroblasten

Das Team um Jagdeep Nanchahal von der Universität Oxford fand heraus, dass Adalimumab (bei einer Dosis von 40 mg in 0,4 ml) die Expression der fibrotischen Marker, -smooth muscle actin (-SMA) und Typ I Prokollagen, 2 Wochen nach der Injektion reduzierte, was darauf hindeutet, dass dieses Medikament verwendet werden könnte, um das Wachstum der Myofibroblastenzellen zu stoppen, die die Krankheit verursachen.

Die Wissenschaftler stellten auch fest, dass das Medikament sicher und gut verträglich ist.

In einer Phase 2b-Studie, der sogenannten RIDD-Studie, die derzeit in Oxford und Edinburgh läuft, untersuchen die Forscher nun weiterhin den Einsatz von Adalimumab bei der Behandlung der Dupuytren-Krankheit.
© arznei-news.de – Quellenangabe: EBioMedicine – DOI: https://doi.org/10.1016/j.ebiom.2018.06.022



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