Afatinib (Giotrif) Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Zu den News und Infos von: Afatinib (Giotrif)

Glückspilz sagte am 02.12.2018:
Seit Dezember 2017 nehme ich Afatinib 30 mg. In den ersten drei Wochen stellte sich als erstes eine sehr starke Entzündung der Mundschleimhaut, Zahnfleisch und Zunge ein. Als sich auch die Augen entzündeten, wurde das Medikament für zwei Wochen abgesetzt. Dann die Einnahme erneut gestartet. Außer einer Irritation der Mundschleimhaut wurde Afatinib gut vertragen. Prophylaktisch eingecremt 2x täglich mit Urea 10 %. Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust wegen fehlendem Geschmack und Brennen der Mundschleimhaut. Nach ca. 4 Monate Dauereinnahme das Gefühl, eine „Wanderbaustelle“ zu sein. Nasenbluten, Augenjucken oder -brennen, Entzündung im Bauchnabel, in Hautfalten, Brennende Zunge, pelzige Lippen, juckende Kopfhaut, an manchen Tagen Durchfall ohne erkennbaren Auslöser – mit allen diesen Symptomen kurze Episoden und oft von alleine wieder verschwunden. Manche durch Behandlung mit Immodium akut, Beta Isadonna Salbe, Augentropfen, bepanthen Nasensalbe, Weleda Mundspülung.
Besonders auffällig: Mit zunehmendem Tagesablauf verstärken sich die Symptome. Einnahme erfolgt regelmäßig jeden Morgen 5.30 Uhr. Zwei Stunden später Durchfall akut. Tagsüber dann wieder normal. Ab Spätnachmittag zunehmend Müdigkeit, frieren (Fieber?), Nasenbluten, trockener Mund was durch Trinken nicht behoben werden kann.
Dies alles parallel zu besten Ergebnissen in abwechselnd MRT und Röntgenkontrolle alle 6 Wochen. Der Tumor ist rückläufig, die Metastasen nicht mehr zu sehen. Bei der letzten Vorstellung wurde vom Onkologen gegen die ständigen Blähungen Opium Tinktur verschrieben. Mit 2 x 2 Tropfen täglich ist dieses Problem behoben. Immodium akut wird maximal alle 5-6 Wochen einmalig noch eingesetzt.
Diesen Monat jährt sich die Gabe von Afatinib zum ersten Mal und das Wohlbefinden ist seit 4-6 Wochen beeinträchtigt durch starke Schrundenbildung an Fingern und Fersen. Trotz regelmäßiger Pflege und Vermeidung von Berührung mit Wasser nicht in den Griff zu bekommen. Die Schrunden brechen immer wieder aufs neue auf. Fingernägel sind brüchig. außerdem sehr trockenem Hals – trotz trinken. Gesprungene Lippen und Mundwinkeln, die auch mit Fettcreme nicht abheilen. Außerdem zweimal in Folge Harnblasenentzündung. Einmal mit Antibiotika behandelt, seither Verdoppelung der Trinkmenge und nur noch latent spürbar die ständige Bereitschaft zur
Blasenentzündung. Nächste Woche wieder Kontrolle und Rücksprache beim Onkologen
Inzwischen sind seit Beginn der Therapie mit Afatinib 12 Monate vergangen. Seit sechs Woche.


Weiblich51 sagte am 21.12.2019:
Giotrif 30mg seit 14.11.2019. Die ersten 7 Tage recht gut vertragen. Vom linken Ohr bis in den Brustkorb merke ich, dass die Nerven hypersensibel sind, die Haut ist nicht richtig taub, aber sehr empfindlich. Die Mundschleimhaut etwas offen (Bläschen), die aber von alleine wieder verschwinden. Ich bin sehr empfändlich für Verkühlungen, schon nach Minuten draußen (Ohrenschmerzen, abends dann auch Halsschmerzen und morgens ist die Nase zu). Ich nahm Homöopatische Tropfen (Schnupfen, Grippe) die brannten durch den Alkohol aber die Nase war bald wieder frei. Zudem half auch hier ein NAsenspray von Weleda. Die Tumorschmerzen gingen anfangs zurück, Fußschmerzen die auch vorher schon bestanden und von denen niemand genau sagen kann, was das ist nehmen zu. Den linken Fuß hatte ich mir vor Diangose am Sprunggelenk verstaucht, der ist durch Afatinib angeschwollen und schmerzt nach 7 Wochen immer noch. Nach ca 14 Tagen Einnahme merkte ich, dass meine Hände rund um den Daumen schmerzen. Ich habe das Gefühl die Knochen würden splittern, heben schwererer Gegenstände wird zunehmend schwieriger, mich aufzustützen auch. Dennoch nahmen die Schmerzen in der Leber (große Metastase) vorerst ab. Nun nach über 2 Monaten habe ich öfter Tumorschmerzen, gerade morgens geht es nicht sonderlich gut. Durchfälle tauchen immer wieder zu unterschiedlichsten Zeiten auf. Der Stuhl ist scharf und natürlich muss ich duschen bzw. auf Darmhygiene achten, um hier keine Entzündungen zu riskieren. Imodium akut hilft. Babywundschutz auch. Leider kann ich aufgrund der Fußschmerzen kaum gehen. Die Schmerzmittel Novalgin helfen bei Turmorschmerzen, nicht aber bei den Füßen oder Händen. Ich versuche so wenig wie möglich Medikamente zusätzlich zu nehmen, weil der Magen übersäuert und zudem auch schmerzt. Für den Magen nehme nur Natriumcarbonat um die Säure zu dämpfen. Im Jänner steht wieder ein CT an, ich hoffe….

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