Aflibercept (Eylea) bei diabetischer Retinopathie

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu Eylea

Injektion von Eylea (Aflibercept) verringerte Risiko für Sehbeeinträchtigungen um 75% bei Patienten mit diabetischer Retinopathie.

10.02.2020 Regeneron Pharmaceuticals hat positive Zweijahresergebnisse der Phase-3-Studie PANORAMA veröffentlicht, in der die Injektion von Eylea (Wirkstoff Aflibercept) 2 mg (0,05 mL) bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer nicht-proliferativer diabetischer Retinopathie (NPDR) untersucht wurde.

Die zweijährigen, im Voraus spezifizierten explorativen Daten zeigen, dass eine unbehandelte mittelschwere und schwere NPDR zu sehkraftgefährdenden Erscheinungen führen kann, zu denen sehkraftbedrohende Komplikationen (VTC; proliferative diabetische Retinopathie oder Neovaskularisierung des vorderen Segments) und ein zentrales diabetisches Makulaödem (CI-DME) gehören.

Basierend auf einer Kaplan-Meier-Analyse entwickelte mehr als die Hälfte (58%) der Patienten im unbehandelten Placebo-Arm (Scheinbehandlung) innerhalb von zwei Jahren nach Studienbeginn ein VTC oder CI-DME, während die Behandlung mit Aflibercept die Wahrscheinlichkeit dieser seheinschränkenden Ereignisse nachweislich um mindestens 75% (nominal p<0,0001) reduzierte.

Die Zweijahresergebnisse zeigten auch einen größeren Nutzen für Eylea-Patienten, die in regelmäßigen Abständen behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die weniger häufig eine Eylea-Behandlung erhielten.

Laut Protokoll wurde die Gruppe der Studienpatienten, die Aflibercept im ersten Jahr alle 8 Wochen erhielt, im 2. Jahr auf eine Behandlung nach Bedarf umgestellt (pro re nata, oder PRN genannt) (d.h. die 8-Wochen/PRN-Gruppe).

Der Anteil dieser Patienten mit einer >2-stufigen Verbesserung gegenüber dem Ausgangswert auf der Schweregrad-Skala für diabetische Retinopathie (DRSS) nahm im zweiten Jahr ab (80% Verbesserung nach 52 Wochen und 50% nach 100 Wochen).

Zum Vergleich: Bei Patienten, die weiterhin alle 16 Wochen eine Aflibercept-Injektion erhielten (d.h, in der 16-Wochen-Gruppe) blieben die >2-stufige DRSS-Scores konstant (65% nach 52 Wochen gegenüber 62% nach 100 Wochen).

Im zweiten Jahr erhielten die Patienten in der 8-Wochen/PRN-Gruppe durchschnittlich 1,8 Injektionen (von 6 möglichen); eine unabhängige Überprüfung der Daten der PRN-Entscheidungen des Studienarztes deutet darauf hin, dass einige dieser Patienten möglicherweise unterdosiert wurden, basierend auf den Protokollregeln der Studie.

Die Patienten in der 16-Wochen-Gruppe erhielten im zweiten Jahr 2,6 Eylea-Injektionen (von 3 möglichen).

Während der 2-jährigen PANORAMA-Studie entsprachen die Nebenwirkungen dem bekannten Sicherheitsprofil von Aflibercept.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Regeneron.