Agomelatin (Valdoxan)

Infos

Indikation / Anwendung / Krankheiten

  • Valdoxan wird angewendet zur Behandlung von Episoden einer Major Depression bei Erwachsenen.

News

  • Placebo-kontrollierte Studie zur Behandlung von depressiven Patienten … zum Artikel
  • Agomelatin kann bei Depression helfen … zum Artikel
  • 16.10.2012 Warnung vor Leberschäden … zum Artikel
  • 12.09.2014 PRAC Empfehlung zu Valdoxan / Thymanax: Strengere Überwachung der Leberfunktionen … zum Artikel

Wirkstoff, Wirkung

Agomelatin ist ein Antidepressivum und wirkt, indem es die Signalübertragung der melatonergen MT1- und MT2-Rezeptoren stimuliert und die serotonergen 5HT2C-Rezeptoren hemmt, auf diese Weise soll der circadiane Rhythmus resynchronisiert werden können. Hersteller ist Servier.

Die Handelsnamen sind Valdoxan, Thymanax. Das Medikament ist dem Melatonin chemisch verwandt. Es wird in der Behandlung von klinischer Depression bei Erwachsenen eingesetzt.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen:

Häufig: Angst, Diarrhoe, Kopfschmerzen, Migräne, Oberbauchschmerzen, Obstipation, Rückenschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit, vermehrtes Schwitzen; erhöhte AST- und/oder ALT-Werte

Gelegentliche Nebenwirkungen: Parästhesie, verschwommenes Sehen, Ekzeme

Seltene Nebenwirkungen: erythematöser Ausschlag

Die Häufigkeit von Suizidgedanken oder suizidales Verhalten: nicht bekannt.

Arzneimittelwechselwirkungen

Keine gleichzeitige Anwendung von Agomelatin mit starken CYP1A2-Inhibitoren (z. B. Fluvoxamin, Ciprofloxacin).

Mögliche Erhöhung der Agomelatin-Blutkonzentration durch gleichzeitige Gabe von weiblichen Geschlechtshormonen (östrogenen), Betablocker Propranolol, oder den Antibiotika Grepafloxacin, Enoxacin.

Gegenanzeigen bei Agomelatin

  • Kontraindikation bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (Leberzirrhose oder aktive Lebererkrankung)
  • Nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.
  • Nicht zur Behandlung von depressiven Episoden bei älteren Patienten mit Demenz

Schwangerschaft, Stillen

Die Herstellerfirma empfiehlt, das Medikament nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anzuwenden. Bei Schwangerschaft oder Schwangerschaftsplanung, vor dem Stillen oder der Absicht zu stillen, sollten Sie mit dem verschreibenden Dienstleistungspersonal sprechen.

Wenn Sie Agomelatin-enthaltende Medikamente einnehmen, sollte vorher abgestillt werden, da nicht bekannt ist, ob das Psychopharmakon in die Muttermilch übergeht.

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung des Medikaments bei Schwangeren vor.

Risiken für Babys / Kinder können nicht ausgeschlossen werden. Daher muss zusammen mit dem Arzt eine Nutzen- (für die Mutter) / Risiko- (für das Kind) Abwägung getroffen werden: Also das Stillen oder die Behandlung mit Agomelatin unterbrechen.

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