Alfentanil (Rapifen, Alfenta)

Wirkung; Wirkstoff

Einordnung von Alfentanil unter: Nervensystem, Anästhetika, Opioidanästhetika.

Alfentanil (Handelsnamen Rapifen, Alfenta) ist ein synthetisches Opioid. Das Medikament ist ein starkes Betäubungsmittel.
Einsatz als: Narkosemittel.

Es ist ein synthetisch hergestelltes Opioid, das fast ausschließlich bei der Anästhesie eingesetzt wird.

Alfentanil wird als Opioid in der Anästhesie vor allem bei kurzen operativen Eingriffen (z. B. Ausschabungen oder Repositionen) verwendet.

Der chemische Name für dieses Betäubungsmittel ist N-[1-[2-(4-ethyl-5-oxo-1,4-dihydrotetrazol-1-yl)ethyl]- 4-(methoxymethyl)-4-piperidyl]-N-phenyl-propanamid.

Alfentanil ist kontraindiziert bei Schwangerschaft (Teratogenität? Abhängigkeit beim Neugeborenen); es kann bei der Geburt zur Atmungsdepression beim Neugeborenen, sowie zur Verlängerung der Geburt kommen.

Mögliche Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen auf Psyche und Körper:

  • Akuter Abdomen (Ileus, Verschleierung der Symptome),
  • Kopfverletzungen (Atemdepression, Verschleierung der Symptome) und Atemdepression (Verschlimmerung).
  • Miosis,
  • Suchterzeugung,
  • Pupillenverengung,
  • Juckreiz,
  • Euphorie,
  • Sedierung,
  • Obstipation,
  • Erbrechen,
  • Tonuserhöhung von Gallenwegen und Urogenitaltrakt,
  • Bronchospasmus.
  • Toleranzentwicklung und psychische Abhängigkeit.

Warnhinweise/Gegenanzeigen

Sollte nicht während der Schwangerschaft angewendet werden.
Während der Stillzeit nicht anwenden bzw. frühestens 72 Stunden nach der letzten Einnahme von Alfentanil erst wieder stillen.

Gegenanzeigen: Kurzfristige Schmerzzustände, z. B. nach operativen Eingriffen; bradykarde Rhythmusstörungen; schwer beeinträchtigte ZNS-Funktion, während der Geburt. Nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung bei: Kdrn. kleiner als 12 Jahre. Nur vorsichtig und geringer dosiert einsetzen bei: Bestehender Atemdepression, chronischer obstruktiven Lungenerkrankungen, eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion. Besonders sorgfältige ärztliche Überwachung bei: Anfälligkeit für CO2-Retention (Kopfverletzungen, Hirntumoren, Anzeichen von erhöhtem intrakranialem Druck, Bewusstseinsstörungen oder Koma), Alkoholsucht oder Arzneimittel-Sucht.

Handelsnamen

Medikamente, die den Wirkstoff Alfentanil ebenfalls enthalten: Rapifen.

Klinische Pharmakologie, Dosierung

Alfentanil ist ein Opioid-Analgetikum mit schnellem Wirkungseintritt.

Bei Dosen von 8 bis 40 mcg / kg für chirurgische Eingriffe, die bis zu 30 Minuten andauern, bietet es analgetischen Schutz gegen hämodynamische Reaktionen aufgrund von chirurgischen Stress mit Recovery-Zeiten im Allgemeinen vergleichbar mit denen äquipotenter Fentanyl-Dosierungen.

Für längere Prozeduren dämpfen Dosen von bis zu 75 mcg / kg die hämodynamischen Reaktionen auf Laryngoskopie, Intubation und Einschnitte, mit Recovery-Zeiten vergleichbar mit Fentanyl.

Bei Dosen von 50 bis 75 mcg / kg, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion von 0,5 bis 3 mcg / kg / min, dämpft der Wirkstoff die Katecholamin-Reaktion mit einer schnelleren Genesung und reduziertem Bedarf an postoperativen Analgetika im Vergleich zu Patienten, denen Enfluran verabreicht wurde.

Bei Dosen von 5 mcg / kg bietet es Analgesie für wache aber sedierte Patienten. Basierend auf Ansprechen des Patienten werden höhere Dosen als 5 mcg / kg benötigt. Ältere oder geschwächte Patienten erfordern geringere Dosen. Hohe intraindividuelle und interindividuelle Variabilität in der Pharmakokinetik wurde berichtet.

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von Alfentanil kann als ein Drei-Kammer-Modell mit sequentiellen Verteilungshalbwerten von 1 und 14 Minuten beschrieben werden; und einer terminalen Eliminationshalbwertszeit von 90 bis 111 Minuten (verglichen mit einer terminalen Eliminationshalbwertszeit von etwa 475 Minuten für Fentanyl und etwa 265 Minuten für Sufentanil bei Dosen von 250 mcg). Die Leber ist der Hauptort der Biotransformation.



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