Brotizolam (Lendormin)

Tranquilizer – Psychopharmaka

Wirkung, Anwendung

Einordnung unter: Tranquilizer / Beruhigungsmittel, Psycholeptika, Hypnotika und Sedativa, Benzodiazepine.

Wirkstoff: Brotizolam
Wirkung auf den Organismus: anxiolytisch, antikonvulsiv, hypnotisch, sedativ und zentral muskelrelaxierend.
Medikament ist zugelassen und wird verkauft in Deutschland. Handelsnamen sind Lendorm, Lendormin.

Das Medikamente wird eingesetzt bei Schlafstörungen, Schlafapnoe-Syndrom bei Menschen; zur Appetitsteigerung bei Rindern bei krankheitsbedingter Inappetenz.

Mögliche Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen: Vorwiegend bei Therapiebeginn: Benommenheit am Folgetage, Schwindelgefühl, emotionale Dämpfung, vermindertes Reaktionsvermögen, Verwirrtheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschwäche, Ataxie, Bewegungsunsicherheit, Sehstörungen (Doppeltsehen). In der Regel verringern sich diese Symptome im Laufe der Behandlung.

Gelegentlich: Magen-Darm-Störungen, Abnahme der Libido, Hautreaktionen. Wegen der muskelrelaxierenden Wirkung von Brotizolam ist insbesondere bei älteren Patienten Vorsicht (Sturzgefahr) geboten.

Selten auftretende Nebenwirkungen von Lendorm: Mundtrockenheit, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl. Anterograde Amnesien, psychische oder paradoxe Reaktionen (Erregung, Albträume, Wahnvorstellungen, Psychosen). Psychische und körperliche Abhängigkeit, besonders nach hochdosierter Langzeiteinnahme und bei Patienten mit Alkohol- und Drogenanamnese und Rebound Insomnia können auftreten. Bestehende Depression kann demaskiert werden. Nach Langzeitapplikation kann es zu Toleranzentwicklung kommen.

Warnhinweise, Gegenanzeigen

Gegenanzeigen

Brotizolam nicht anwenden bei: Schlaf-Apnoe-Syndrom, Myasthenia gravis, akutes Engwinkelglaukom, schwere respiratorische Insuffizienz, Patienten unter 18 Jahren, Leberzirrhose, Patienten mit Neigung zur Abhängigkeitsentwicklung (Medikamente, Alkohol, Drogen), akuter Alkoholvergiftung oder Schlafmittel-, Schmerzmittel- (Opiattyp) sowie Psychopharmakavergiftung (Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium).

Anwendungsbeschränkungen

Besondere Vorsicht bei der Behandlung mit Lendorm walten lassen bei: reduziertem Allgemeinzustand, Alter über 65 Jahre, Asthma bronchiale, Suizidalität, Herzinsuffizienz, hirnorganisches Syndrom, cholestatischer Ikterus. Ataxie, Ateminsuffizienz, intrahepatische Cholestase, chronisch obstruktive Atemwegserkrankung, bei Depressionen oder Psychosen nur in Kombination mit Antidepressivum bzw. Neuroleptikum; Dyspnoe, Entzugssyndrom – Vorsicht: nach Daueranwendung beim Absetzen Angst, Schlafstörungen etc.; werden Entzugssymptome als Wiederauftreten der ursprünglichen Beschwerden fehlgedeutet, entsteht durch weitere Einnahme mit hoher Wahrscheinlichkeit abhängiger Missbrauch. Krampfanfälle (plötzliches Absetzen des Benzodiazepins kann möglicherweise epileptische Anfälle auslösen), Laktase-Mangel, schwere Leberinsuffizienz, Niereninsuffizienz.

In der Schwangerschaft: Kontraindiziert.
Während der Stillzeit: Kontraindiziert.

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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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