Apixaban (Eliquis)

Antigerinnungsmittel

Apixaban gehört zur Gruppe der Antikoagulanzien – genauer der Direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK). Es hemmt die Blutgerinnung.
Handelsnamen: ELIQUIS. ATC code ist B01AF02.

Antigerinnungsmedikament Apixaban übertrifft Warfarin

Apixaban, ein neues Antigerinnungsmittel war besser als Warfarin darin, Schlaganfälle bei Patienten mit Vorhofflimmern, auch als absolute Arrhythmie bekannt, zu verhindern laut einer neuen Studie.

Apixaban auch sicherer als Warfarin

Bei der Untersuchung der Daten von mehr als 18.000 Patienten wurde auch festgestellt, dass Apixaban insgesamt sicherer als Warfarin war, und weniger Blutungen im Schädel der Patienten verursacht.

Apixaban zeigte eine 21 prozentige relative Reduktion des Auftretens von Schlaganfällen oder systemischen Embolien (Gerinnseln) verglichen mit Warfarin. Weiterhin zeigte das Medikament eine 31 prozentige relative Reduktion größerer Blutungen und eine 11 prozentige relative Reduktion allgemeiner Sterblichkeit, fanden die Forscher.

Die Studie wurde online am 1. Oktober in The Lancet herausgegeben.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Apixaban sind:

  • Blutarmut,
  • Blutungen,
  • Übelkeit,
  • Blutergüsse,
  • weitere Nebenwirkungen finden Sie im Beipackzettel.

© arznei-news.de – Quelle: The Lancet, Okt. 2012

Eliquis bei Prävention von Schlaganfällen und gefährlichen Blutgerinnseln

Die europäische Regulierungsbehörde hat den neuen Gerinnungshemmer Eliquis (Wirkstoff Apixaban) für die Prävention von Schlaganfällen und gefährlichen Blutgerinnseln im Kreislaufsystem genehmigt.

Eliquis wurde genehmigt für den Gebrauch in den 27 Ländern der Europäischen Union bei Patienten mit einem Risiko für Blutgerinnsel, systemische Embolien genannt, oder Schlaganfälle, die einen unregelmäßigen Herzschlag, Vorhofflimmern (eine sehr weit verbreitete Herzrhythmusstörung) genannt, haben.

Apixaban bei Blutgerinnseln in tiefen Venen

Apixaban

Apixaban

Es ist die zweite EU-Genehmigung für das von Bristol-Myers Squibb Co. und Pfizer Inc. entwickelte Eliquis. Apixaban war in der EU im Mai 2011 für die Prävention von gefährlichen Blutgerinnseln in tiefen Venen, nach einer Hüft- oder Knie-Ersatzoperation, genehmigt worden.

Die neue Genehmigung läßt den Gebrauch von Apixaban bei weit mehr Patienten zu. In Europa allein haben etwa 6 Millionen Menschen Vorhofflimmern.

Eliquis ist Teil einer neuen Generation von Gerinnungshemmern, aber das Medikament ist noch nicht in den USA genehmigt worden.

FDA-Zulassung: nach Hüft-, Knieersatz OPs

Die Die US-Regulierungsbehörde hat grünes Licht für den Einsatz von Bristol-Myers Squibb / Pfizer Antikoagulans Eliquis gegeben, um das Risiko von Blutgerinnseln nach Hüft-oder Kniegelenkersatz-Operationen zu reduzieren.

B-MS-und Pfizer weisen darauf hin, dass jedes Jahr schätzungsweise 719.000 Kniegelenkersatzoperationen und 332.000 Hüft-Operationen in den USA durchgeführt werden. Das Risiko für tiefe Venenthrombosen nach diesen Operationen bleibt ein Problem für Ärzte und Patienten, und Eliquis mit dem Wirkstoff Apixaban ist dagegen eine Behandlungsoption.
© arznei-news.de – Quelle: The Associated Press, Nov. 2012; FDA, März 2014

CHMP-Empfehlung zur Zulassungserweiterung: tiefe Venenthrombose, Lungenembolie

Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Zulassungsbehörde (CHMP) hat auf seiner Sitzung  vom 26.06.2014 empfohlen, die Zulassung von Eliquis auf die Behandlung von tiefen Venenthrombosen (DVT) und Lungenembolien (PE), sowie auf die Vorbeugung wiederkehrender DVT und PE bei Erwachsenen (siehe Abschnitt 4.4 für PE hämodynamisch instabilen Patienten) zu erweitern.
© arznei-news.de – Quelle: EMA, Juni 2014

IQWiG: Übergewichtige Patienten mit tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien ziehen großen Nutzen

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat den von Pfizer und Bristol-Myers Squibb entwickelten Wirkstoff Apixaban (Markenname ist Eliquis) daraufhin untersucht, ob es bei Patienten mit tiefer Venenthrombose oder einer Lungenembolie oder der Prävention dieser Ereignisse im Vergleich zu einer zweckmäßigen Vergleichsbehandlung einen zusätzlichen Nutzen bietet.

Nach der Dossieranalyse kommt das IQWiG zum Schluss, dass es bei übergewichtigen Patienten (BMI über 28 kg/m²) einen deutlichen zusätzlichen Nutzen durch das Medikament beim Beginn einer Behandlung gibt. Bei Patienten mit niedrigerem Body Mass Index ist kein zusätzlicher Nutzen aus dem Dossier zu ersehen. Ebenso ist kein zusätzlicher Nutzen zur Vergleichsbehandlung (mit einem Vitamin-K-Antagonisten) bei der Langzeitprophylaxe (es gab keine Daten aus Studien hierzu) belegt. Dies gilt sowohl für niedrige als auch hoho BMIs.
© arznei-news.de – Quelle: IQWiG; Dezember 2014

Neue Daten aus Phase 3 Studie – rezidivierende venöse Thromboembolien

13.12.2015 Bristol-Myers Squibb und Pfizer haben Ergebnisse einer Post-hoc Subanalyse der Phase-3-Studie AMPLIFY mit Eliquis präsentiert.

Die Subanalyse zeigte, dass das Medikament während der ersten 7, 21 und 90 Tage nach Beginn der Behandlung mit konventionellen Therapien bei rezidivierenden venösen Thromboembolien (VTE) und VTE-Todesfällen vergleichbar war, wobei deutlich weniger schwere Blutungen auftraten.

Rezidivierende VTE und VTE-Todesfälle

In dieser Post-hoc (zu einem frühen Zeitpunkt stattfindenden) Subanalyse traten rezidivierende VTE und VTE-Todesfälle nach 7, 21 und 90 Tage nach Beginn der Behandlung bei 18 (0,7%), 29 (1,1%) und 46 (1,8%) der mit Apixaban behandelten Patienten auf, und bei 23 (0,9%), 35 (1,3%) und 58 (2,2%) der mit konventioneller Therapie behandelten Patienten.

Schwere Blutungen

Schwere Blutungen an den entsprechenden Zeitpunkten waren bei 3 (0,1%), 5 (0,2%) und 11 (0,4%) der Patienten aufgetreten, die Eliquis bekamen, und bei 16 (0,6%), 26 (1,0%) und 38 (1,4%) der Patienten, die eine konventionelle Behandlung erhielten.
© arznei-news.de – Quelle: Bristol-Myers Squibb, Dez. 2015

Wirksamkeit und Sicherheit im Vergleich zu Warfarin bei Patienten mit nichtvalvulärem Vorhofflimmern

17.03.2017 Bristol-Myers Squibb Company und Pfizer Inc. haben heute die Ergebnisse aus einer Real-World-Datenanalyse der US Medicare Datenbank veröffentlicht, in der das Risiko für einen Schlaganfall oder einer systemischen Embolie und einer größeren Blutung bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern, die mit direkten oralen Antikoagulantien behandelt wurden, mit Warfarin verglichen wurde.

Real-World-Daten

In der Analyse mit dem Titel Wirksamkeit und Sicherheit von Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban im Vergleich zu Warfarin bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern in der US Medicare Population war Eliquis mit einem deutlich niedrigeren Risiko für Schlaganfall oder systemische Embolie und einer geringeren Rate für eine größere Blutung im Vergleich zu Warfarin verbunden. Diese Daten, die die Ergebnisse aus randomisierten Studien vervollständigen, wurden auf der American College of Cardiology’s (ACC) 66th Annual Scientific Session in Washington, D.C. präsentiert.

In dieser Beobachtungsanalyse wurden medizinische und Apothekenerhebungen aus der U.S. Medicare fee-for-service Datenbank von Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern ab dem Alter von 65 Jahren evaluiert, denen orale Antikoagulatien zwischen 2013 und 2014 verschrieben wurden (N = 186.132, nach Einschluss- und Ausschlusskriterien). Die Analyse umfasste 41.606 Patienten, die mit Eliquis oder Warfarin behandelt wurden (20.803 Patienten jeweils in der Apixaban- und Warfarir-Kohorte).

Risiko für Schlaganfall oder systemische Embolie

Eliquis war in dieser Analyse mit einem signifikant niedrigeren Risiko für Schlaganfall oder systemische Embolie verbunden (HR: 0,40, 95% CI: 0,31-0,53, p <0,0001) und einer niedrigeren Rate für eine große Blutung (HR: 0,51, 95% CI: 0.44-0.58; p <0,0001) als Patienten, die mit Warfarin behandelt wurden.

Die Ergebnisse der Eliquis-Warfarin-Kohorte ergänzen die Ergebnisse der randomisierten Phase 3 Studie ARISTOTLE (Apixaban zur Reduktion von Schlaganfall und anderen thromboembolischen Ereignissen bei Vorhofflimmern).

Das Unternehmen bemerkte, dass beobachtende Real-World-Studien nur Zusammenhänge und nicht Kausalitäten bewerten.
© arznei-news.de – Quelle: American College of Cardiology, März 2017


4 Kommentare zu “Apixaban (Eliquis)
  1. Nehme seit einiger Zeit 2xtgl. 2,5mg ein. Als Nebenwirkungen stellte ich fest, dass sich eine leichte Gleichgewichtsstörung beim Aufstehen einstellte. Außerdem Gewichtszunahme und Tagesmüdigkeit. Blutungen irgend welcher Art konnte ich bei mir nicht feststellen. Seit paar Wochen tritt Afterjucken auf, welches sich kürzlich in Schmerzen beim Sitzen bemerkbar macht. Über letzteres las ich jetzt im Internet, dass das auch aufgrund dieses Medikaments verursacht wird.

  2. Guten Morgen,
    ich 53 Jahre alt, muss seit gestern 2mal täglich 5mg Eliquis nehmen, nachdem massive Herzrhytmusstörungen über längeren Zeit ( die ich schon mehrere Jahre habe, nur kurzweiliger) auf dem EKG zu sehen waren.
    Ich bin was das Medikament angeht mehr als skeptisch und bin sehr unsicher ob es das richtige ist was ich da gerade einnehme.
    Die Aufklärung der Ärzte war mehr als dürftig und das unterschriebene Info Blatt über gerinnungshemmende Substanzen hilft mir auch nicht wirklich weiter.
    Ich erhoffe mir hier ein wenig mehr Erfahrungswerte oder ob ich lieber noch einen anderen Kardiologen hinzu ziehen sollte.
    Danke schon einmal für Antworten
    Marie

  3. Mein Vater ist an den Folgen starker innerer Blutungen aufgrund der Einnahme von apixaban mit 71 Jahren verstorben, die Ärzte haben diese dramatischen Nebenwirkungen des neu verordneten Medikamentes nicht erkannt. Jeder Patient und Arzt sollte Blutungen bei Einnahme des Medikamentes sehr ernst nehmen, es kann lebensgegährliche Folgen haben!

  4. von eliquis 5mg ,einnahme morgens 8 uhr,abends 20 uhr .45min. später immer un-wohl und leicht schlecht.Der kardiologe meinte ich könnte das medikament absetzen.werde aber vom UNI spital mit score 2 eingestuft,( 10 mg zanidip,ab und zu pfeiffen rauchen,alter 73J.),habe seit 3 jahren nach vorhofflattern ablation keine anzeichen mehr bei den kontrollen. 24 std,-48 std.und 7tage holter.

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