Acetylsalicylsäure (Aspirin) – Venenthrombose

KurzInfo

News – Venenthrombose

Aspirin, Rivaroxaban vergleichbar nach totaler Hüft-, Kniearthroplastik

08.05.2018 Bei Patienten, die sich einer Knie- oder Hüftarthroplastik (z.B. Einsatz einer Knie- oder Hüftprothese) unterzogen haben, unterscheidet sich die erweiterte Prophylaxe mit Aspirin nicht signifikant von Rivaroxaban zur Prävention venöser Thromboembolien (Thrombosen) laut einer im Fachblatt New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Dr. David R. Anderson von der Dalhousie Universität in Halifax, Kanada und Kollegen führten eine multizentrische randomisierte Studie mit Patienten durch, die sich einer Hüft- (1.804 Patienten) oder Knie- (1.620 Patienten) Arthroplastik unterzogen. Alle Patienten erhielten oral Rivaroxaban bis zum 5. postoperativen Tag und wurden dann randomisiert auf die fortgesetzte Behandlung mit Rivaroxaban oder für neun bzw. 30 Tage nach der totalen Knie- bzw. Hüftarthroplastik auf Acetylsalicylsäure umgestellt. Die Patienten wurden 90 Tage lang beobachtet.

Die Forscher fanden heraus, dass venöse Thrombosen bei 0,64 Patienten in der Aspirin- und bei 0,7 Prozent in der Rivaroxaban-Gruppe auftraten (Differenz 0,06 Prozentpunkte; P < 0,001 für Nicht-Unterlegenheit und P = 0,84 für Überlegenheit).

Schwere Blutungskomplikationen traten bei 0,47 bzw. 0,29 Prozent der Patienten in der Acetylsalicylsäure- bzw. Rivaroxaban-Gruppe auf (Differenz 0,18 Prozentpunkte; P = 0,42).

Klinisch bedeutsame Blutungen traten bei 1,29 Prozent der Patienten in der Aspirin-Gruppe bzw. 0,99 Prozent der Patienten in den Rivaroxaban-Gruppe auf (Differenz 0,3 Prozentpunkte; P = 0,43).

Die erweiterte Prophylaxe mit Aspirin unterschied sich nicht signifikant von Rivaroxaban bei der Prävention von symptomatischen venösen Thromboembolien, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine – N Engl J Med 2018; 378:699-707
DOI: 10.1056/NEJMoa1712746