Atopisches Ekzem: Lebrikizumab in Kombination mit topischen Kortikosteroiden

Lebrikizumab in Kombination mit topischen Kortikosteroiden führte zu einer signifikanten Verbesserung der Krankheitsschwere bei atopischem Ekzem

11.04.2022 Nach 16 Wochen erreichten 70 Prozent der Patienten mit mittelschwerer bis schwerem atopischen Ekzem (auch atopische Dermatitis (AD) genannt), die Lebrikizumab in Kombination mit topischen Standardkortikosteroiden (TCS) erhielten, eine mindestens 75-prozentige Verbesserung des Gesamtschweregrads der Erkrankung (EASI-75) in der ADhere-Studie, teilte Eli Lilly and Company auf der 4. jährlichen Revolutionizing Atopic Dermatitis (RAD) Conference mit.

Lebrikizumab, ein IL-13-Inhibitor, zeigte in Kombination mit TCS ebenfalls Verbesserungen bei Juckreiz, Schlafstörungen und Lebensqualität, verglichen mit Placebo plus TCS.

Hautklarheit, Juckreiz, Schlafstörungen und Lebensqualität

Von den Patienten, die Lebrikizumab plus TCS einnahmen, erreichten 41 Prozent nach 16 Wochen eine klare oder fast klare Haut (IGA), verglichen mit 22 Prozent der Patienten, die Placebo plus TCS einnahmen. Nach 16 Wochen erreichten 70 Prozent der Patienten, die Lebrikizumab plus TCS erhielten, ein EASI-75-Ansprechen, verglichen mit 42 Prozent unter Placebo plus TCS. Unterschiede zwischen Patienten, die Lebrikizumab in Kombination mit TCS erhielten, und Patienten, die Placebo mit TCS bekamen, wurden bereits nach vier Wochen für EASI-75 beobachtet.

Mit Lebrikizumab plus TCS behandelte Patienten erreichten auch statistisch signifikante Verbesserungen bei wichtigen sekundären Endpunkten, einschließlich Hautabheilung und Juckreiz, Beeinträchtigung des Schlafs durch Juckreiz und Lebensqualitätsmessungen im Vergleich zu Placebo mit TCS. Klinisch bedeutsame Unterschiede wurden bereits nach vier Wochen bei Juckreiz, Beeinträchtigung des Schlafs durch Juckreiz und Lebensqualität beobachtet.

Sicherheit, Nebenwirkungen

Die Sicherheitsergebnisse stimmten mit früheren Lebrikizumab-Studien bei atopischem Ekzem überein. Patienten, die Lebrikizumab plus TCS einnahmen, berichteten im Vergleich zu Placebo plus TCS häufiger über unerwünschte Ereignisse (Lebrikizumab plus TCS: 43 %, Placebo plus TCS: 35 %).

Die meisten unerwünschten Ereignisse waren leicht oder mittelschwer und nicht schwerwiegend und führten nicht zum Abbruch der Behandlung. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse unter Lebrikizumab waren Bindehautentzündung (5 %) und Kopfschmerzen (5 %).

© arznei-news.de – Quellenangabe: Lilly





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