Atrasentan

Atrasentan ist ein Wirkstoff, der bei Prostatakrebs und Albuminurie (diabetische Nephropathie) untersucht wird.

Atrasentan verbunden mit geringerem Risiko für Nierenprobleme bei Patienten mit Typ 2 Diabetes und chronischen Nierenerkrankungen

22.04.2019 Laut einer in The Lancet publizierten Forschungsarbeit ist Atrasentan mit einem geringeren Risiko für Nierenprobleme bei Patienten mit Typ 2 Diabetes und chronischen Nierenerkrankungen verbunden.

Atrasentan ist mit einem reduzierten Risiko für renale Ereignisse bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und chronischen Nierenerkrankungen verbunden, so eine Studie, die am 14. April in The Lancet veröffentlicht wurde und mit dem International Society of Nephrology World Congress of Nephrology zusammenfällt, der vom 12. bis 15. April in Melbourne, Australien, abgehalten wird.

Hiddo Heerspink von der Universität Groningen in den Niederlanden und Kollegen führten eine randomisierte Studie an 689 Standorten in 41 Ländern durch. Erwachsene im Alter von 18 bis 85 Jahren mit Typ-2-Diabetes und chronischer Nierenerkrankung wurden eingeschrieben und erhielten während einer Anreicherungsphase vor der zufälligen Zuordnung täglich 0,75 mg Atrasentan oral.

Diejenigen, bei denen das Verhältnis von Urinalbumin zu Kreatinin um mindestens 30 Prozent abnahm, ohne dass eine wesentliche Flüssigkeitsretention auftrat, wurden nach dem Zufallsprinzip Atrasentan 0,75 mg oral täglich (1.325 Teilnehmer) oder Placebo (1.323 Teilnehmer) zugeordnet.

Die Forscher fanden heraus, dass während eines mittleren Follow-up von 2,2 Jahren 6,0 Prozent der Patienten in der Atrasentan- bzw. 7,9 Prozent in der Placebogruppe ein primäres zusammengesetztes Nierenendpunktereignis hatten (Hazard Ratio 0,65; P = 0,0047). Flüssigkeitseinlagerungen und Anämie traten in der Atrasentangruppe häufiger auf. Insgesamt hatten 3,5 bzw. 2,6 Prozent der Patienten in der Atrasentan- bzw. Placebo-Gruppe eine stationäre Aufnahme wegen Herzinsuffizienz (Hazard Ratio 1,33; P = 0,208).

Daten aus dieser Forschungsarbeit und anderen Studien mit Endothelin-Rezeptor-Antagonisten könnten die Position dieser Medikamentenklasse in der zukünftigen Behandlungsversorgung der Diabetes-Patienten mit hohem renalen und kardiovaskulären Risiko bestimmen, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: The Lancet – DOI:https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)30772-X





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