Benzodiazepine bei COPD

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Langfristiger Einsatz von Benzodiazepinen erhöht nicht die Sterblichkeit bei COPD, PTBS

19.10.2018 Für Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und komorbider posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) ist der langfristige Einsatz von Benzodiazepinen nicht mit der Mortalität (Sterblichkeit) verbunden, aber es gibt einen Zusammenhang bei der kurzfristigen Benzodiazepin-Anwendung laut einer im Fachblatt Annals of the American Thoracic Society veröffentlichten Studie.

Patienten mit COPD erhalten zuweilen Benzodiazepine gegen ihre Ängste. Dr. Lucas M. Donovan vom Veterans Affairs Puget Sound Health Care System in Seattle und Kollegen untersuchten die Sterblichkeitsrisiken einer langfristigen Benzodiazepin-Exposition bei 44.555 Patienten mit COPD und PTBS, die von der Veterans Health Administration zwischen 2010 und 2012 identifiziert wurden.

Generelle und ursachenspezifische Mortalität

Die allgemeine und ursachenspezifische Mortalität von Patienten mit langfristigem (= 90 Tage) Benzodiazepin-Einsatz wurde im Vergleich zu Patienten, die keine Benzodiazepine verwendeten, bewertet.

Die Forscher fanden heraus, dass 23,6 Prozent der Patienten Benzodiazepine langfristig erhielten. In der gleichen Stichprobe von 19.552 Patienten gab es keinen Unterschied in der Sterblichkeit (Hazard Ratio für den Langzeitgebrauch 1,06), aber das Suizidrisiko war bei Patienten mit Langzeitanwendung erhöht (Hazard Ratio 2,33).

Kurzfristige und langfristige Anwendung

Der kurzfristige, jedoch nicht die langfristige Anwendung, war mit einer erhöhten Sterblichkeit bei angepassten und nicht-angepassten Patienten verbunden (Kurzzeit: Hazard Ratio 1,16; Langzeit: Hazard Ratio 1,03).

Obwohl der langfristige Benzodiazepin-Gebrauch bei Patienten mit COPD und PTBS nicht mit der Gesamtmortalität verbunden ist, ist der Zusammenhang mit Suizid bedenklich, sagte Donovan.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Annals of the American Thoracic Society – https://doi.org/10.1513/AnnalsATS.201802-145OC

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